03.01.2020

Glatzenrisiko durch Überstunden Studie belegt: Zu viel Arbeit begünstigt Haarausfall

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Arbeitsstress führt zu Haarausfall, das hat eine aktuelle Studie jetzt belegen können.

Foto: iStock/Tom Merton

Arbeitsstress führt zu Haarausfall, das hat eine aktuelle Studie jetzt belegen können.

Das zu viel Arbeit und Stress krank machen, ist bekannt. Eine neue Studie hat nun herausgefunden, dass Männer, die häufig Überstunden leisten, ein größeres Risiko von frühem Haarverlust tragen.

Haarausfall durch zu viel Arbeit? Eine Studie der Sungkyunkwan University School of Medicine in Seoul in Südkorea hat jetzt Erstaunliches über den Zusammenhang von Überstunden und Haarausfall herausgefunden.

Studie belegt: Zu viel Arbeit begünstigt Haarausfall

Südkoreanische Forscher kamen in der interessanten Studie zu dem Ergebnis, dass Männer, die mehr als 52 Stunden pro Woche arbeiten, ein doppelt so hohes Risiko für frühzeitigen Haarausfall tragen wie ihre Altersgenossen, die in der Woche weniger als 40 Stunden auf ihrem Arbeitskonto haben. Das sind die beeindruckenden Ergebnisse, die sie in der Fachzeitschrift "Annals of Occupational and Environmental Medicine" publizierten.

Großangelegte Studie zum Haarausfall bei Männern

Für die Studie wurden die Daten von 13.000 Männern im Alter zwischen 20 und 59 Jahren ausgewertet, die in den Jahren 2013 und 2017 in einer umfassenden Gesundheitsuntersuchung gesammelt wurden. In der Untersuchung wurde nicht die Haarausfallquote untersucht, die Teilnehmer wurden nur gefragt, ob sie ein Anti-Haarausfallmittel benutzen.

Die Forscher der aktuellen Studie wollten nun herausfinden, wie hoch die Zahl der Männer war, die in 2013 noch kein Mittel benutzten, es in 2017 aber dann verwendeten.

Eine 52 Stunden-Woche verdoppelt das Haarausfall-Risiko

Die Studienteilnehmer wurden nun in drei Gruppen unterteilt: In der ersten Gruppe befanden sich Männer, die weniger als 40 Stunden pro Woche arbeiten, Männer, die durchschnittlich 40 bis 52 Stunden arbeiteten bildeten die zweite Gruppe. In der dritten wurden Männer gruppiert, die mehr als 52 Wochenarbeitsstunden auf ihrem Konto hatten.

Auch Faktoren wie das Alter, der Familien- und Bildungsstand sowie das monatliche Haushaltseinkommen und gesundheitliche Einflüsse wie das Rauchen wurden bei der Datenauswertung berücksichtigt.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Nur zwei Prozent der Untersuchten mit einer Wochenarbeitszeit von unter 40 Stunden gaben bei der zweiten Befragung in 2017 zu, ein Anti-Haarausfallmittel zu benutzen. Ganze vier Prozent dagegen waren es bei den Probanden mit einer Arbeitszeit von mehr als 52 Stunden pro Woche. Damit lag der Wert laut Wissenschaftler doppelt so hoch.

Stresshormone als Hauptursache für frühen Haarverlust

Stress macht krank und wie die Forscher nun herausgefunden haben, erhöht es auch das Risiko für Haarausfall. Die wichtigste Ursache dafür wurde von den Wissenschaftlern in der Studie ebenso benannt: Durch die vermehrte Ausschüttung von Stresshormonen wird bei überdurchschnittlich beruflich engagierten Männern das Wachstumsmuster der Haarfollikel gehemmt. Die Folge ist klar: Ausgefallene Haare können nicht mehr nachwachsen und es bilden sich kahle Stellen am Kopf.

Laut der "Daily Mail" spricht sich der Studienleiter Kyung-Hun Son aus diesem Grund für eine Beschränkung der Arbeitszeit bei Männern zwischen 20 und 40 Jahren aus, um frühzeitigem Haarausfall vorzubeugen.

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