02.10.2019 - 00:00

Wichtiges Spurenelement Diese Lebensmittel liefern gute Mengen an Jod

Decken Sie Ihren Jodbedarf: Mit Seefisch, Meeresfrüchten, grünem Gemüse, Nüssen und Milchprodukten.

Foto: iStock / Artemidovna

Decken Sie Ihren Jodbedarf: Mit Seefisch, Meeresfrüchten, grünem Gemüse, Nüssen und Milchprodukten.

Unser Körper kann Jod nicht selbst herstellen und ist daher auf die Versorgung über die Nahrung angewiesen. Erfahren Sie, in welchen Lebensmitteln das wichtige Spurenelement enthalten ist.

Jod ist wesentlich für unseren Körper und unsere Gesundheit, da es unter anderem am Energiestoffwechsel, Wachstum und der Knochenbildung beteiligt ist und für unser Nervensystem eine wichtige Rolle spielt. Jod zählt, wie unter anderem auch Eisen, Selen und Zink, zu den essenziellen Spurenelementen, was bedeutet, dass der Körper diese Spurenelemente nicht selbst herstellen kann. Wir müssen also unseren Körper über die Nahrung mit Jod versorgen. Welche Rolle Jod für unsere Gesundheit spielt und welches die besten Jod-Lebensmittel sind, haben wir daher hier für Sie zusammengestellt.

Jod-Lebensmittel unterstützen die Schilddrüse

Unsere Schilddrüse benötigt Jod für die Bildung zweier wichtiger Hormone (T3 und T4). Diese wiederum sind an der Zellteilung, dem Energiestoffwechsel, der Entwicklung des zentralen Nervensystems sowie der Knochenbildung beteiligt. Wird die Schilddrüse nicht mit ausreichend Jod versorgt, vergrößert sie sich, was wiederum zu diversen Beschwerden bis hin zu Krankheiten führen kann.

200 Mikrogramm (μg) Jod pro Tag empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) für Erwachsene. Für Kinder und ältere Menschen gilt eine etwas geringere Menge, für Schwangere und stillende Frauen wiederum eine höhere. Der tägliche Jodbedarf kann einfach über die Ernährung abgedeckt werden. Sowohl jodiertes Speisesalz, Fisch, Milchprodukte als auch grünes Gemüse zählen hierbei zu den Jod-Lebensmitteln, mit denen Sie die Schilddrüse mit dem wichtigen Spurenelement versorgen.

Jod-Lebensmittel: Salz, Seefisch, Milchprodukte und Co.

Deutschland zählt zu den Jod-Mangelgebieten, weswegen 1976 jodhaltiges Speisesalz eingeführt wurde. Doch nicht nur Speisesalz mit Jod – das übrigens auch in der Lebensmittelherstellung verwendet werden darf – sorgt für die Jodversorgung. Da Meerwasser Jod enthält, zählen vor allem Seefisch und Meersfrüchte zu den Jod-Lebensmitteln. Hier sind die Jod-Lebensmittel in der Übersicht:

  • Seefisch: Vor allem Schellfisch (243 μg pro 100 g), Kabeljau (155 μg) und Rotbarsch (105 μg) zählen zu den Seefischen, die besonders reich an Jod sind.
  • Meeresfrüchte: Krabben und Garnelen (je 130 μg), Hummer (100 μg) und Austern (58 μg) zählen zu den besonders jodhaltigen Meeresfrüchten.
  • Algen: Algen stecken voller Jod. Zwischen 5 und 11.000 µg pro Gramm Trockengewicht kann durchaus enthalten sein. Der Tagesbedarf ist so schnell erreicht, aber eben auch überschritten. Greifen Sie daher nicht unbedingt jeden Tag zu Algen.
  • Grünes Gemüse: Beim grünen Gemüse zählen Brokkoli (15 μg), Spinat und Grünkohl (jeweils (12 μg) zu den besten Jod-Lieferanten.
  • Eier und Milchprodukte: Eier enthalten um die 10 μg Jod. Kefir enthält immerhin um die 8 μg. Milch immernoch 6 μg und auch andere Milchprodukte enthalten Jod.
  • Nüsse: Sowohl Erdnüsse (14 μg) als auch Cashew-Kerne (10 μg) zählen zu den Lebensmitteln mit Jod. Aber auch andere Nüsse enthalten geringere Mengen an Jod.

In geringeren Mengen ist Jod auch in anderen Fisch- und Gemüsesorten, Obst, Vollkornprodukten, Fleisch sowie Wurstwaren enthalten.

Finden Sie hier leckere Fisch-Rezepte, die Ihrem Körper Jod liefern:

Fazit zu Jod-Lebensmitteln

Da in den meisten deutschen Haushalten jodiertes Speisesalz verwendet wird, ist die Jodversorgung meist gut abgedeckt. Eine ausgewogene Ernährung inklusive Seefisch kann Bedarf an Jod zusätzlich decken. So können Sie beispielsweise zwei bis drei Mal pro Woche zu Fisch und Meeresfrüchten greifen, auch der tägliche Verzehr von grünem Gemüse und Milchprodukten unterstützt die Jodversorgung und damit auch Ihre Schilddrüse.

Beachten Sie jedoch auch, dass Jod überdosiert werden kann. So soll eine dauerhafte Überversorgung mit Jod ebenso zu Erkrankungen, wie beispielsweise einer Schilddrüsenüberfunktion oder Hashimoto-Thyreoiditis führen können.

Informieren Sie sich auf unserer Themenseite rund um Nahrungsergänzungsmittel. Die Themenseite Natürlich Nadine unserer Autorin informiert Sie außerdem rund um eine gesunde Ernährungsweise.