06.09.2019

Die richtige Ernährung hilft Darmpilz? Probieren Sie die Candida-Diät

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Eiweiß, zum Beispiel in Form von Fisch, und frisches Gemüse bilden die Grundlage der Candida-Diät. Wir erklären Ihnen im Artikel alle weiteren Details.

Foto: iStock/elenaleonova

Eiweiß, zum Beispiel in Form von Fisch, und frisches Gemüse bilden die Grundlage der Candida-Diät. Wir erklären Ihnen im Artikel alle weiteren Details.

Ein gesunder Darm ist wichtig. Aber was tun bei Darmpilz? Versuchen Sie doch die Candida-Diät, die ihre Darmflora wieder auf Vordermann bringt.

Er ist das größte Organ im Inneren unseres Körpers: der Darm. Bis zu acht Meter kann er lang werden und beeinflusst sowohl das physische als auch das psychische Wohlbefinden eines Menschen. Deshalb ist es wichtig, dem Darm Gutes zu tun.

Viele leiden jedoch unter Pilzerkrankungen dieses wichtigen Organs. Bakterien im Darm sind zwar normal, doch vor allem Hefepilze der Gattung Candida albicans können körperliche Probleme verursachen. Mit der richtigen Ernährung jedoch können Sie Darmpilz in den Griff bekommen – und zwar mit der Candida-Diät. Wir sagen Ihnen, was dahinter steckt.

Candida-Diät: die richtige Ernährung bei Darmpilz

Dass viele Menschen mit Hefepilzen im Darm leben, kriegen oft nur die wenigsten mit. Denn welche Auswirkungen Candida auf die Gesundheit hat, darüber wird noch gestritten. Als mögliche Symptome des Darmpilzes gelten aber beispielsweise Ermüdung und Schlappheit, sowie Glieder-, Kopf- und Muskelschmerzen.

Mediziner sind der Meinung, dass der Verzehr der richtigen Lebensmittel wesentlicher Bestandteil ist, um Darmpilz zu vermeiden. Ein gutes Immunsystem sowie eine ausgewogene Ernährung unterstützen dabei.

Doch wie genau sieht die Candida-Diät dann aus? Die Bakterien im Darm ernähren sich in erster Linie von Zucker. Und dieser steckt vor allem in Kohlenhydraten. Die Idee der Candida-Diät ist also, auf diese Lebensmittel weitestgehend zu verzichten, um dem Darmpilz den Nährboden zu nehmen. Eine weitere Methode ist ebenfalls gut für die Gesundheit: Die FODMAP-Diät ist optimal, um das Reizdarmsyndrom in den Griff zu kriegen.

Abnehmen steht nicht im Vordergrund

Eine Diät im klassischen Sinn ist die Candida-Diät also nicht, denn das Ziel hierbei ist nicht das Abnehmen. Stattdessen soll der Darm mehr oder weniger "engiftet" und die Darmflora wieder hergestellt werden. Apropos Darmflora: Dieses Bakterium soll bei Übergewicht und Diabetes helfen.

Von folgenden Nahrungsmitteln sollten Sie bei der Candida-Diät die Finger lassen:

  • Süßigkeiten, z.B. Schokolade
  • Softdrinks, z.B. Cola
  • Alkohol
  • industrieller Zucker
  • Weißbrot
  • Kuchen
  • Bestimmte Sorten Obst, z.B. Banane und Apfel
  • Fleisch, z.B. Wurst und Schweinefleisch
  • Fertigprodukte

Vor allem verarbeitete Lebensmittel wie Fertigprodukte enthalten oft sehr viel Zucker – und locken die Bakterien im Darm förmlich an, sodass Darmpilz entsteht. Es wird allerdings empfohlen, sich mit dem Hausarzt über die Diät abzustimmen. Denn ein vollständiger Verzicht auf Kohlenhydrate kann im schlimmsten Fall zu Mangelerscheinungen führen. Im Allgemeinen wird deshalb dazu geraten, Kohlenhydrate nicht komplett vom Speiseplan zu streichen, sondern eher auf weniger Kohlenhydrate, also Low-Carb zu setzen.

Wenig Zucker, viel Gemüse und Eiweiß

Viele denken bei der Candida-Diät vermutlich automatisch an die Low-Carb-Diät. Ein Unterschied ist, besonders auf den Zucker, vor allem industriellen, zu achten und unter Umständen komplett zu streichen und ihn durch Alternativprodukte (z.B. Agavendicksaft) zu ersetzen.

Bei der Candida-Diät sollten Sie stattdessen auf viel frisches Gemüse zurückgreifen, zum Beispiel Paprika, Möhren, Zucchini. Etwas Fruchtzucker in Form von Obst ist erlaubt, vor allem Beeren eignen sich gut. Empfohlen wird auch der Verzehr von weißem Fleisch wie Geflügel und Eier. Tofu, Quinoa und Roggen können Sie auch bedenkenlos zu sich nehmen. Auch Fisch sollten Sie viel essen. Hier lesen Sie, wieviel Fisch pro Woche das Darmkrebs-Risiko verringert.

Doch wie läuft die Candida-Diät konkret ab? In den ersten drei bis fünf Tagen wird komplett auf Zucker verzichtet. Auch der Verzehr von Kohlenhydraten und den weiter oben genannten Lebensmitteln sollte gemieden werden. Sie sollten nun viel Eiweiß in Form von Fisch oder Fleisch zu sich nehmen, gute Fette (z.B. Avocadoöl) sowie Salate und Gemüse bevorzugen, zusätzlich Wasser oder ungesüßte Tees trinken.

In der zweiten Phase brauchen Sie Unterstützung ihres Arztes. Anhand unserer Kriterien sollten Sie versuchen, die ausgewogene Ernährung mehrere Wochen beizubehalten, jedoch nicht so streng wie in den ersten Tagen. Zusätzlich nehmen Sie vom Arzt empfohlene Probiotika und Antimykotika ein, um die Darmflora wieder aufzubauen.

Beherzigen Sie die Candida-Diät nach diesem Schema, haben Darmpilze keine Chance mehr!

Mehr zum Magen-Darm-Trakt lesen Sie auf unserer Themenseite Verdauung. Tipps und Tricks zum Abnehmen finden Sie auf der Themenseite Diäten.

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