30.08.2019 - 15:24

Tees, Elektrolytlösungen und Massageöle Lebensmittelvergiftung: Das sind die besten Hausmittel

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Eine Lebensmittelvergiftung ist nicht nur sehr unangenehm, sondern kann auch gefährlich werden. Das  sind die besten Hausmittel bei Erbrechen und  Durchfall.

Foto: imago images / Westend61

Eine Lebensmittelvergiftung ist nicht nur sehr unangenehm, sondern kann auch gefährlich werden. Das sind die besten Hausmittel bei Erbrechen und Durchfall.

Das größte Problem bei einer Lebensmittelvergiftung ist die Dehydratation des Körpers. Zum Glück helfen ein paar Hausmittel bei einer Lebensmittelvergiftung – zumindest in leichten Fällen.

Bei einer Lebensmittelvergiftung versucht der Körper, sich schnellstmöglich aller Bakterien und Viren zu entledigen. Durchfall und Erbrechen führen zu starkem Flüssigkeitsverlust (Dehydratation), das kann besonders bei immungeschwächten, chronisch kranken Menschen sowie Schwangeren, Babys und Kleinkindern gefährlich werden. In diesen Fällen ist ein Arzt die erste Anlaufstation. In leichten Fällen können aber auch Hausmittel bei Lebensmittelvergiftung helfen – zumindest unterstützend.

Lebensmittelvergiftung: Die besten Hausmittel

Die Austrocknung (Dehydratation) des Körpers ist die größte Gefahr bei einer Lebensmittelvergiftung. Somit ist das Zuführen von Flüssigkeit das Wichtigste: Trinken Sie Wasser oder Tees nur in kleinen Schlucken, um ihren Magen nicht zu überfordern, selbst wenn das angesichts eines starken Durstgefühls schwer sein mag. Durch Erbrechen und Durchfall verliert der Körper außerdem zahlreiche essentielle Nährstoffe (Elektrolyte). Elektrolytlösungen aus Apotheken können kurzfristig Abhilfe verschaffen.

  • Beruhigende Tees wie Kamillentee entkrampfen Magen und Darm. Fencheltee entbläht. Ingwer, Pfefferminz- und Thymiantee haben darüber hinaus einen antiseptischen Effekt.
  • Neben dem Zuführen von ausreichend Flüssigkeit kann auch eine sanfte Massage des Bauches hilfreich sein. Tipp: Mischen Sie verschiedene ätherische Öle wie Sandelholz- und Teebaumöl und erwärmen Sie vor dem Auftragen das Öl auf Körpertemperatur. Massieren Sie dann den Unterbauch im Uhrzeigersinn in sanften Bewegungen.
  • Auch ein warmes Bad mit ein paar Tropfen Pfefferminz-, Ingwer oder Fichtenöl ist ein probates Mittel bei Lebensmittelvergiftungsbeschwerden. Achten Sie aber darauf, nicht zu lange und zu warm zu baden, da der ohnehin geschwächte Kreislauf so noch weiter absinken kann. Immer gut: Jemanden als "Aufsichtsperson" in der Nähe haben.
  • Verwöhnen und entkrampfen Sie Ihren Bauch mit einem im Backofen oder der Mikrowelle erhitzen Kirschkern- oder Dinkelkissen oder einer Wärmflasche.

Den Elektrolythaushalt wiederaufbauen

  • Ein beliebtes Hausmittel aus Omas Repertoire ist dieses Getränk: Pressen Sie zwei Orangen aus und mischen Sie den Saft mit zwei Teelöffeln Honig, einem halben Teelöffel Salz und 300 ml Wasser. Übertreiben Sie die Salzzufuhr nicht, um Ihre Nieren nicht zu sehr zu beanspruchen.
  • Ein anderes sehr altes Hausmittel dient der Bindung des Speisebreis im Magen. Vermengen Sie dazu ein TL Heilerde mit etwas Wasser und verrühren Sie alles zu einer weichen Paste. Geben Sie 500 ml kochendes Wasser zu und schmecken Sie das Gemisch mit Zitronensaft und Honig ab. Nehmen Sie über den Tag verteilt nur kleine Schlucke dieses Getränks zu sich.
  • Auch Ingwer kann als Hausmittel gegen Übelkeit und Erbrechen wahre Wunder wirken. Wer die Schärfe nicht scheut, kann ein kleines frisches Stück Ingwer kauen. Natürlich lässt sich die gesunde Wurzel auch als Tee oder Dragee zu sich nehmen.

Die Nahrungsaufnahme – langsam und leicht verdaulich

Wenn Sie sich eine Nahrungsaufnahme wieder zutrauen, essen Sie langsam, leicht verdauliche Lebensmittel und kauen Sie diese ausreichend, um Ihrem Magen nicht gleich zu viel zuzumuten. Tipp: Schonkost, die auch bei Magen-Darm-Grippe empfohlen wird, hilft. Ein geriebener Apfel beruhigt und liefert viele Nährstoffe. Auch klare Hühnerbrühe, weißer gekochter Reis, fettarmer Joghurt oder ein Toast ohne Butter sowie Zwieback tun dem Magen gut. Verzichten Sie unbedingt auf stark gewürzte und fettige Speisen.

Cola und Salzstangen bei einer Lebensmittelvergiftung? Lieber nicht.

Ärzte raten von dem bekannten Notfall-Hausmittel Cola und Salzstangen ab. Das Getränk enthalte viel zu viel Zucker und könne den Durchfall sogar noch verstärken. Und Salzstangen allein reichten nicht, um den Salzverlust des Körpers auszugleichen, da wichtige Salze wie Kalium darin fehlten. Dieser Nährstoff ist zum Beispiel in Bananen enthalten, die Sie in zerdrücktem Zustand zu sich nehmen sollten.

Bei anhaltenden Beschwerden und Symptomen einer Lebensmittelvergiftung, bei blutigem Stuhl und Fieber sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Auch bei immungeschwächten sowie chronisch kranken Personen, bei Schwangeren, Babys und Kleinkindern ist bei einer Lebensmittelvergiftung sofortiges Handeln geboten.

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