23.08.2019

Druckvoll oder sanft? Bei Grippe oder Erkältung: So husten Sie richtig

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Husten nervt. Wie Sie am besten damit umgehen, welche Arten es gibt und wie wichtig die richtige Atmung ist, lesen Sie hier.

Foto: Shutterstock/Stockbakery

Husten nervt. Wie Sie am besten damit umgehen, welche Arten es gibt und wie wichtig die richtige Atmung ist, lesen Sie hier.

Wenn es Sie richtig erwischt hat, kann Husten nerven und wehtun. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie richtig husten, und sagen Ihnen, warum die Atmung wichtig ist.

Manchmal ist es nur ein frischer Luftzug, schon hat es einen erwischt: Wer mit Erkältung flach liegt, leidet mal mehr oder weniger schlimm unter Schnupfen, Glieder- Kopf- und Halsschmerzen – und nicht selten auch unter Husten.

Doch Husten ist nicht gleich Husten. Das unangenehme Gefühl in Hals und Brustkorb kann für die Genesung in manchen Fällen sogar besonders wichtig sein. Wir erklären Ihnen, wie Sie richtig husten.

Richtiges Husten hängt von jeweiliger Art ab

Zunächst sollte unterschieden werden zwischen zwei verschiedenen Formen: dem produktiven und dem unproduktiven Husten. Was dahinter steckt? Produktiver Husten hilft, dass festgesetzter Schleim aus den Bronchen gelöst wird und damit abgehustet wird. Damit schreitet die langsame Genesung voran.

Unproduktiver Husten hingegen trägt keinen Schleim ab. Er wird auch als trockener Husten oder Reizhusten bezeichnet. Oft geht diesem Husten ein unangenehmes Kratzen im Hals voraus. Diese Form kann besonders nervig sein. In den meisten Fällen geht der unproduktive Husten dem produktiven voraus, zum Beispiel beim Beginn einer Erkältung oder Grippe. Erst nach den ersten Krankheitssymptomen kommt es dann meist zum produktiven Husten.

Inhalieren und warme Getränke helfen

Richtig husten will bei beiden Varianten gelernt sein. Denn während ein starkes, druckvolles Husten die produktive Form unterstützt und so mehr Schleim gelöst werden kann, kann es bei der unproduktiven Form die Bronchien und das Zwerchfell zusätzlich reizen. Ein ungenehmer Hustenschmerz entsteht und quält zusätzlich zu den Krankheitssymptomen. Deshalb bei Reizhusten trotz des Gefühls lieber vorsichtiger husten. Das geht zum Beispiel, indem man etwas Luft zwischen den Wangen speichert und sachte in den Ellbogen hustet. So entsteht weniger Druck und durch die Luft werden die Bronchien geschont.

Beim produktiven Husten können Sie dagegen so richtig in die Vollen gehen. Kräftiges Husten kann auch unterstützt werden, indem Ihnen jemand etwas auf den Rücken klopft. So wird noch mehr Schleim gelöst. Einige Hausmittel unterstützen ebenfalls beim Schleimlösen: Leicht erwärmte Getränke, aber auch Inhalieren helfen dabei, die Konsistenz des Schleims zu ändern. Ist er flüssiger, kann er leichter abgehustet werden. Elf weitere Hausmittel, die bei der lästigen Erkältung helfen, finden Sie hier. Wussten Sie eigentlich, dass Schokolade besser gegen Husten hilft als Hustensaft?

Wichtig: Auf die Atmung achten

Egal ob produktiver oder unproduktiver Husten, eines sollte dringend beachtet werden: die richtige Atmung. Denn ruhiges und vor allem tiefes Einatmen hilft dabei, mit dem Husten klarzukommen. Dabei empfinden viele Betroffene eher ein kurzes, flaches Husten als Linderung des Hustenschmerzes. Doch das ist nur von kurzer Dauer, da sich der Schleim so längerfristig festsetzt. Also nur die Ruhe und tief einatmen, damit der Husten – produktiv oder trocken – bald verschwindet.

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Weitere Geschichten rund um Husten, Schnupfen und andere Beschwerden finden Sie auf unserer Themenseite Erkältung.

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