09.05.2019

Diabetes & Co. Die bekanntesten Stoffwechselkrankheiten

Zu den bekanntesten Stoffwechselstörungen zählen die Schilddrüsenüberfunktion und -unterfunktion.

Foto: iStock/Stígur Már Karlsson /Heimsmyndir

Zu den bekanntesten Stoffwechselstörungen zählen die Schilddrüsenüberfunktion und -unterfunktion.

Diabetes, Gicht & Schilddrüsenunterfunktion: Lernen Sie die bekanntesten Stoffwechselstörungen kennen und welche Symptome damit verbunden sind.

Bei einer Stoffwechselstörung sind entweder zu viele oder zu wenig Hormone oder Enzyme im Körper vorhanden. Der Stoffwechsel kann zu schnell sein, in den meisten Fällen ist er jedoch verlangsamt. Zu den häufigsten Stoffwechselkrankheiten zählen Diabetes, Gicht sowie eine Schilddrüsenüber oder -unterfunktion. Hier erfahren Sie mehr über die bekanntesten Stoffwechselkrankheiten und welche Symptome damit einhergehen.

Stoffwechselstörung Diabetes mellitus: Langsamer Zuckerstoffwechsel

Stoffwechselstörungen bzw. Stoffwechselkrankheiten können sowohl angeboren, sich im Laufe der Jahre aufgrund des Lebensstils entwickeln oder auch durch Infektionen und Ähnliches ausgelöst werden. Bei Diabetes mellitus Typ 2 handelt es sich um eine Stoffwechselstörung, die sich im Laufe des Lebens entwickeln kann.

Bei Diabetes ist der Glukosestoffwechsel (Zucker) verlangsamt, da zu wenig Insulin im Körper vorhanden ist. Oftmals bleibt die Stoffwechselstörung zunächst unbemerkt, da sich Symptome nur langsam und über einen längeren Zeitraum "einschleichen". Zu den Symptomen zählen unter anderem Abgeschlagenheit, Müdigkeit, trockene Haut, vermehrter Durst und auch häufiges Wasserlassen. Sollten Sie die Vermutung haben, Diabetes mellitus zu haben, kann dies über einen Blutzuckertest beim Arzt herausgefunden werden.

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Gicht: Ablagerungen aufgrund eines langsamen Stoffwechsels

Bei Gicht handelt es sich um Ablagerungen von Harnsäurekristallen in den Gelenken, die aufgrund eines langsamen Stoffwechsels entstehen. Harnsäure im Blut wird nicht ausreichend schnell ausgeschieden und daher abgelagert. Auf Dauer können Gelenkentzündungen und Gelenkschäden entstehen.

Symptome einer Gicht sind starke Schmerzen der Gelenke – meist treten sie in Schüben auf, die insbesondere auf schwere Mahlzeiten und Alkoholkonsum folgen. Auch Rötungen und Schwellungen der Gelenke können Anzeichen für die Stoffwechselerkrankung sein. Wiederholte Blutuntersuchung der Harnsäurewerte beim Arzt kann Aufschluss über die Erkrankung geben.

Schilddrüsenunterfunktion oder -überfunktion und der Stoffwechsel

Zu den bekanntesten Stoffwechselstörungen zählen außerdem eine Über- bzw. Unterfunktion der Schilddrüse. Dabei werden entweder vermehrt oder vermindert Hormone in der Schilddrüse produziert. Diese wiederum sind an zahlreichen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt und wirken sich dementsprechend aus.

Eine Schilddrüsenüberfunktion kann zu Nervosität, Gewichtsverlust oder auch zu einem dicken Hals führen, weswegen sie über einen Tastbefund des Arztes bereits vermutet werden kann. Eine sichere Diagnose ist jedoch die Blutuntersuchung der Schilddrüsenhormone – sowohl für die Über- als auch Unterfunktion. Bei der Unterfunktion wiederum können Antriebslosigkeit und – auch plötzliche – Gewichtszunahme aufgrund des verlangsamten Stoffwechsels Symptome sein.

Mögliche Krankheiten, die hinter einer Schilddrüsenstörung liegen können, sind etwa Morbus Basedow mit einer Schilddrüsenüberfunktion oder die chronische Entzündung der Schilddrüse: Hashimoto-Thyreoiditis.

Fazit: Stoffwechselstörungen sollten Ernst genommen und vorgebeugt werden

Da unser Stoffwechsel für sämtliche Vorgänge und Körperfunktionen so wesentlich ist, ist es enorm wichtig, auf ihn Acht zu geben – vor allem um erworbenen Stoffwechselerkrankungen vorzubeugen, denn diese sind häufig mit weiteren Folgekrankheiten verbunden.

Sowohl eine gesunde und ausgewogene Ernährung, jeden Tag genügend zu trinken, als auch ausreichend Bewegung und Stressausgleich sind wichtige Faktoren für einen gut funktionierenden Stoffwechsel. Außerdem sollten Sie den Stoffwechsel nicht unnötig verlangsamen und wenn Sie bereits die Vermutung haben, einen langsamen Stoffwechsel zu haben, können entsprechende ärztliche Untersuchungen Aufschluss geben.

Unsere Themenseite Diabetes informiert Sie rund um die Stoffwechselkrankheit. Lassen Sie sich außerdem auf unserer Themenseite Sport und Fitness: Bleiben Sie geschmeidig! zu mehr Bewegung inspirieren, um den Stoffwechsel auf Trab zu halten.

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