02.04.2019

Pickel- und Infektionsalarm! Handtücher sind Brutkästen für Bakterien: Das können Sie tun!

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Damit die Wäsche nicht nur äußerlich sauber, sondern von Grund auf rein ist, haben wir hier ein paar Tipps für Sie, wie Sie Ihre Handtücher richtig waschen und Bakterienbefall vermeiden.

Foto: iStock/PeopleImages

Damit die Wäsche nicht nur äußerlich sauber, sondern von Grund auf rein ist, haben wir hier ein paar Tipps für Sie, wie Sie Ihre Handtücher richtig waschen und Bakterienbefall vermeiden.

Ihre Handtücher sehen schön sauber aus? Aber sind Sie es wirklich? Handtücher sind nämlich echte Bakterien-Brutkästen. Darauf sollten Sie achten!

Handtücher haben ein Eigenleben. Und zwar ein ziemlich unappetitliches. Handtücher sind nach ihrem Gebrauch voller Keime. Die regelmäßige Benutzung solcher Handtücher macht nicht nur ein unschönes Gefühl, sie kann sogar zu Infektionen, Pickeln und Furunkeln führen. Wir verraten Ihnen, was Sie tun können, damit Sie sich wieder bedenkenlos in saubere, weiche Handtücher hüllen können. Handtücher sind Brutkästen für Bakterien: Wir erklären Ihnen, wie Sie Handtücher richtig waschen!

Handtücher waschen: Vorsicht vor Bakterien!

Hand aufs Herz: Wie oft wechseln Sie Ihre Handtücher? Wahrscheinlich wie viele Menschen viel zu selten. Denn nicht die sichtbaren Schmutzspuren sind ein Problem, sondern die Keimbelastung. Die unsichtbaren Bakterien hängen im Handtuch fest. Das allein ist noch kein Grund zur Panik, da unser Körper gewöhnt ist, mit einer Vielzahl von Keimen umzugehen. Problematisch ist die Art der Bakterien. Da Handtücher in der Regel im Bad hängen, und die Hände dort in Berührung mit Fäkalien gelangen, können Erreger wie Kolibakterien und Salmonellen auf Handtüchern gefährlich werden.

Einer der häufigsten Infektionsverursacher sind die Kolibakterien. Sie lieben ein feucht-warmes und dunkles Milieu und vermehren sich so ganz hervorragend im Badezimmer.

Mikrobiologen der Universität von Arizona konnten in einer Studie nachweisen, dass fast 90 Prozent der Handtücher mit coliformen Bakterien belastet sind und etwa 14 Prozent sogar mit dem Kolibakterium Escherichia Coli. Der Grund: Die Mehrzahl der Menschen erledigen die Handwäsche nicht so gründlich, dass man von einer desinfizierenden Wirkung sprechen könnte. Großartige Zustände für Bakterien, die so überleben und mit der restlichen Feuchtigkeit in das Handtuch gerieben werden.

"Wenn man sich nach zwei Tagen in einem solchen Handtuch abtrocknet, bekommt man wahrscheinlich mehr Escherichia-Coli-Bakterien ins Gesicht, als wenn man den Kopf in die Toilette steckt", sagte Wissenschaftler Charles Gerba, der "Time". Keine verlockende Vorstellung.

Handtücher häufig wechseln und richtig trocknen

Dabei ist es gar nicht so schwer, etwas dagegen zu tun. Wechseln Sie Handtücher in Küchen und Badezimmer nach ca. zwei Tagen. Das ist umso wichtiger, wenn Sie kleine Kinder haben, da diese oft mit einer peniblen Händehygiene überfordert sind. Ein Badetuch sollte außerdem höchstens drei Mal benutzt werden. Ganz wichtig: Handtücher sollten zwischendurch immer komplett getrocknet sein. Wer sein Handtuch knüllt und es in diesem Zustand vor sich hin muffen lässt, kann sicher sein, sich ein ganzes Arsenal an leckeren Keimen zuzulegen, denn ein feuchtes Handtuch fängt an zu leben! Wer einen beheizten Handtuchhalter besitzt, sollte diesen unbedingt benutzen. Ansonsten hängen Sie es einfach bestmöglich breit zum Trocknen auf.

Ausführliches Händewaschen

Sie können es gewiss nicht mehr hören. Aber Schuld an der Bakterien-Besiedlung von Handtüchern ist mangelnde Handhygiene. Daher sollten Sie Ihre Hände immer richtig waschen.

Handtücher richtig waschen: Und zwar mit "echten" 60 °C

Verständlich ist, dass viele Menschen aus Gründen des Stromverbrauchs mit geringerer Temperatur waschen. Aber 40 Grad reichen für die Reinigung von Handtüchern definitiv nicht aus.

Ein anderes Problem ist, dass – wie die Stiftung Warentest herausgefunden hat – einige Waschmaschinenhersteller schummeln. In einem Test erreicht keine von 14 Maschinen tatsächlich 60 Grad. Statt der eingestellten 60 Grad wuschen sie nur mit 50 oder 45 Grad.

"Echte" 60 Grad müssen es für belastete Handtücher aber sein, um die Bakterien abzutöten. Tipp: Der Schnellwaschgang arbeitet in der Regelt tatsächlich mit der abgebildeten Temperatur.

Und: Lassen Sie benutzte Handtücher nicht allzu lange in der Schmutzwäsche liegen, denn auch in diesem Milieu gedeihen die Erreger prima weiter. Das gilt übrigens auch für alle anderen Wäschestücke. Unser Experte verrät Ihnen, wie Sie Ihre Wäsche richtig waschen.

Handtücher: Betreiben Sie bloß kein Handtuch-Sharing

Neben einer guten Handhygiene, dem häufigen Wechseln sowie dem richtigen Waschen und Trocknen der Handtücher, können Sie die Bakterienbesiedlung auch minimieren, indem Sie jedem Familienmitglied und Gästen ein eigenes Handtuch zuteilen. Die Gefahr, sich mit Keimen anderer Personen Infektionen einzuhandeln, sinkt somit. Hygiene-Experten raten vom Handtuch-Sharing ab, da so der eigene Körper in Kontakt mit Erregern kommen kann, die er nicht verträgt.

Ab und an empfiehlt es sich dann, die Waschmaschine einmal richtig zu reinigen – am besten mit Hausmitteln – denn auch dort können sich jede Menge Bakterien ansiedeln und die frisch gewaschenen Handtücher werden gar nicht mehr richtig sauber.

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