18.01.2019

Experten warnen Jetzt rollt die Grippewelle auf uns zu – die aktuelle Lage

Die Grippewelle rollt aktuell auf uns zu. Bevor Sie flach liegen, informieren Sie sich jetzt, wie Sie sich schützen können...

Foto: iStock/ljubaphoto

Die Grippewelle rollt aktuell auf uns zu. Bevor Sie flach liegen, informieren Sie sich jetzt, wie Sie sich schützen können...

Deutschland steht aktuell eine Grippewelle bevor. Das vermuten die Experten der Arbeitsgruppe Influenza (AGI) des Robert-Koch-Instituts…

Die Arbeitsgemeinschaft Influenza am Robert-Koch-Institut schlägt Alarm: in der zweiten Januarwoche dieses Jahres seien bereits rund 1260 bestätigte Grippefälle gemeldet worden. Die realen Fallzahlen sind aber als weit höher einzuschätzen, da nur ausgewählte Praxen proben an das Institut einschicken und untersuchen lassen. Dennoch gilt die Statistik als hilfreicher Gradmesser für die Grippe-Entwicklung. Und Experten rechnen aktuell mit einem baldigen Beginn der Grippewelle in Deutschland.

Die aktuelle Grippewelle fordert auch Todesopfer

1260 Grippefälle sind mit Abstand der höchste Wert dieser Saison, die offiziell im Oktober begann und Anfang Dezember allmählich an Fahrt aufnahm. Es ist auch doppelt so viel, wie noch in der ersten Woche des Jahres festgestellt wurde. Das steht in dem aktuellen Influenza-Wochenbricht der Düsseldorfer AGI-Experten. Elf gemeldete Todesfälle seit Oktober 2018 im Zusammenhang mit der Grippe wurden in Deutschland schon registriert. Vor allem Ältere mit Vorerkrankungen sind durch die Grippewelle gefährdet.

Schutzimpfung vor der Grippewelle ja, aber wo?

Umso mehr Grund für alle, sich vor der aktuellen Grippewelle impfen zu lassen. Doch wer sich erst jetzt impfen lässt, bei dem kann der Impfstoff erst in zwei Wochen zu wirken beginnen. Und der Arzt muss auch noch über genug Impfstoff für die bislang entdeckten Viren des Typs A verfügen. Mehr als 15 Millionen Dosen Impfstoff seien bereist verwendet worden. Weitere Tausende von Dosen wurden bereits aus EU-Ländern importiert, da eine genaue Bedarfsplanung nicht machbar ist.

Besser vorbereitet als letzten Winter

Wie verheerend die bevorstehende Grippewelle werden wird, lässt sich aktuell noch nicht einschätzen. Im letzten Winter fiel sie ungewöhnlich stark aus, was auf einen mangelhaften Grippeimpstoff für die Saison 2017/2018 zurückgeführt wurde. Mehr als die Hälfte aller Krankheitsfälle wurden vor einem Jahr durch Influenza-B-Viran verursacht, gegen die eine Dreifachimpfung nicht ausreichend schützte.

Die Krankenkassen zahlten damals nicht den teureren, auch gegen B-Viren effektiven Vierfachimpfstoff. Das wurde in der erneuerten Schutzimpfungsrichtlinie geändert. Die Kassen müssen seit September 2018 die Kosten für die Vierfachimpfung tragen.

Insgesamt 334.000 Grippefälle wurden im Winter 2017/2018 gemeldet, die Dunkelziffer sollte deutlich höher sein. Darauf kamen neun Millionen influenzabedingte Arztbesuche. Und erschreckende 1665 Todesfälle wurden außerdem im Zusammenhang mit Influenza bestätigt.

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