18.01.2019

Leider ungesund Schlafmützen in Gefahr: Zu lange schlafen erhöht das Risiko auf Herzinfarkt und Schlaganfall

Richtig lange schlafen: Eigentlich so gemütlich, aber wie gefährlich ist zu lange?

Foto: iStock/Eva-Katalin

Richtig lange schlafen: Eigentlich so gemütlich, aber wie gefährlich ist zu lange?

Schlechte Nachrichten für Langschläfer: Nicht nur Schlafmangel kann unserer Gesundheit schaden. Eine Studie ergab, dass auch wer zu lange schläft, ein höheres Risiko auf Herz-Kreislauf-Krankheiten hat.

Während der Woche müssen die meisten von uns recht früh aus den Federn und haben dann häufig noch nicht ausreichend viel Schafzeit hinter sich. Natürlich freut sich da die Masse stets aufs Wochenende – endlich schön lange ausschlafen. Doch allzu lange sollten wir es uns nicht im Bettchen bequem machen. Dass zu wenig Schlaf z.B. durch andauernde Schlafstörungen das Risiko für viele Krankheiten erhöht, wie Diabetes, Depressionen und Alzheimer beispielsweise, ist bereits bekannt. Aber offensichtlich kann auch zu langes Schlafen schaden.

Zu langes Schlafen – wie gefährlich ist das?

Genau zu diesem Ergebnis kam jetzt ein internationales Forscherteam am kanadischen Population Health Research Institute nach einer Untersuchung, die über acht Jahre lief. Für die Studie verrieten rund 117.000 Menschen zwischen 35-70 Jahren, aus 21 Ländern, wieviel Zeit sie täglich schlafend verbringen, sowohl nachts als auch durch Nickerchen am Tage. Bis zum Ende der Forschungszeit traten 4381 Todesfälle und 4365 schwerwiegende kardiovaskuläre Erkrankungen auf, wie Schlaganfälle, Herzinfarkte, koronare Herzkrankheiten und Bluthochdruck.

Wie lange ist ein gesunder Schlaf?

Die wichtige Erkenntnis dabei: Am besten geht es offenbar Menschen, die nachts im Schnitt sechs bis acht Stunden schlafen. Je länger jemand schläft, desto stärker steigt sowohl sein Sterberisiko, als auch die Gefahr, eine schwerwiegende Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden. Auch das so angenehme Nickerchen am Tage erhöht diese Risiken noch weiter.

Das Fazit der Forscher lautet daher: In unserer heutigen modernen Gesellschaft spielt zu wenig Schlaf eine stetig größer werdende, negative Rolle. Das hängt mit langen Arbeitszeiten, Sozial- und Freizeitaktivitäten zusamen, die die Schlafzeit zwangsläufig einschränken.

Die empfohlene Ruhezeit für ein gesundes Herz-Kreislauf-System beträgt demnach ungefähr sieben Stunden am Tag. Doch viel längere Schlafzeiten sind nach dieser Studie nicht empfehlenswert. Langschläfer sollten sich daher umstellen bzw. sich untersuchen lassen, ob womöglich eine Erkrankung ganz anderer Art oder Schlafapnoe, also nächtliche Atemaussetzer für den erhöhten Schlafbedarf verantwortlich sind.

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Wer ständig zu wenig schläft, sollte unbedingt wissen welche Spätfolgen Schlafentzug für uns haben kann. Und wer nachts stark schnarcht und so morgens – auch nach ausreichender Schlafzeit – unausgeruht und furchtbar müde aufwacht, kann so für Abhilfe sorgen!

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