09.01.2019

Bloß nicht drücken! So werden Sie unterirdische Pickel am besten los

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Viele Frauen plagen Pickel, die tief unter der Hautoberfläche sind. Die besten Hausmittel gegen unterirdische Pickel haben wir für Sie zusammengestellt. Wichtig: Bloß nicht drücken!

Foto: imago/Panthermedia

Viele Frauen plagen Pickel, die tief unter der Hautoberfläche sind. Die besten Hausmittel gegen unterirdische Pickel haben wir für Sie zusammengestellt. Wichtig: Bloß nicht drücken!

Bei einem unangenehmen Knubbel unter der Haut, den man aber nicht erkennen kann, handelt es sich oft um einen unterirdischen Pickel. Wie Sie ihn loswerden und was Sie bei der Behandlung dringend beachten müssen, erfahren Sie hier.

Sie sind zwar nicht sichtbar, sollen aber auch ganz schnell wieder verschwinden: Unterirdische Pickel können sowohl Teenagern als auch Frauen mittleren und reiferen Alters zu schaffen machen. Denn die Knubbel unter der Haut sind nicht nur unangenehm oder tun gar weh, sie können auch bei falscher Behandlung schwere gesundheitliche Probleme verursachen. Wir erklären Ihnen, was unterirdische Pickel überhaupt sind, wie man sie behandelt – und was Sie auf keinen Fall tun sollten, um sie weg zu kriegen.

Unterirdische Pickel entstehen durch verstopfte Poren

Ein unterirdischer Pickel ist nichts anderes als ein Pickel, der es noch nicht an die Hautoberfläche geschafft hat. Das heißt, er sitzt in tieferen Hautschichten, sodass er nicht in Form einer roten Entzündung mit weißem Eiter-Punkt auf der Haut zu sehen ist. Allerdings ist der Knubbel unter der Haut meist schon mit Eiter gefüllt. Dadurch lässt er sich überhaupt erst erfühlen, manchmal sogar leicht mit den Fingern verschieben unter der Haut.

Im Grunde entsteht dieser Pickel aber wie die sichtbaren: Durch eine Überproduktion von Talg oder abgestorbenen Hautschuppen verstopfen die Poren. Dringen Bakterien ein, zum Beispiel durch ungereinigte Haut oder durch Anfassen mit ungewaschenen Händen, kann es zu einer Entzündung kommen – der Pickel kommt zum Vorschein, nur manchmal eben unterschiedlich tief in der Haut.

Unterirdische Pickel können an praktisch jeder Körperstelle vorkommen. Am häufigsten – und besonders unerwünscht – natürlich im Gesicht, wie an der Stirnpartie, dem Kinn oder an der Lippe und der Nase. Aber auch am Rücken oder unter den Achseln können sich Knubbel bilden. Bei Pickeln unter der Achsel handelt es sich allerdings meist um eingewachsene Haare und nicht in erster Linie um verstopfte Poren. In diesem Fall am besten kurze Zeit auf die Rasur verzichten.

Achtung: Pickel weder ausdrücken noch aufstechen!

Das Problem: Obwohl man sie nicht sieht, sondern nur erfühlen kann, schmerzen die Knubbel bereits tief unter der Haut ziemlich. Für viele ist das ein willkommener Anlass, an der Haut herumzuspielen oder sogar den Pickel auszudrücken. Hier gibt es nur einen Rat: Finger weg! Denn einen tiefsitzenden Pickel auszudrücken, birgt große Risiken. Denn wie bereits erwähnt, haben sich bei einem unterirdischen Pickel bereits Bakterien unter der Haut angesiedelt.

Drückt man nun von außen an die Stelle, verteilt man die Bakterien noch mehr – die Entzündung kann noch stärker werden, der Pickel wird größer und schmerzhafter.

Besonders heikel ist es, an Stellen wie der Lippe, der Nase oder der Stirn den Pickel mit Druck zu bearbeiten oder gar mit einer Nadel aufzustechen. Denn dort verlaufen wichtige Blutbahnen und Gesichtsnerven. Strömen Bakterien und Eiter erst einmal in die Blutbahn oder in Richtung der Gesichtsnerven, verteilen sie sich im ganzen Körper und können sogar Blutvergiftungen oder Hirnhautentzündungen auslösen. Sie sollten den unterirdischen Pickel deshalb am besten gar nicht berühren.

Die besten Hausmittel gegen unterirdische Pickel

Doch wie bekämpft man diese Pickel dann am besten? Einige Hausmittel versprechen rasche Linderung. Denn das Ziel muss sein, den tiefsitzenden Pickel an die Oberfläche zu befördern, wo er abheilen kann. Dazu müssen die Poren geöffnet werden, und das gelingt besonders gut mit Wärme und Feuchtigkeit. Unsere Tipps:

1. Dampfbad

Ein klassisches Dampfbad, das man auch bei Erkältungen macht, kann unterirdische Pickel lösen. Dabei am besten auf Kamille setzen. Ein oder zwei Teebeutel Kamillentee in einem Topf oder einer Schüssel mit ein bis zwei Liter kochendem Wasser aufgießen. Die Schüssel mit Unterlage auf einen Tisch stellen und sich setzen. Nun den Kopf vorsichtig drüberhalten und Kopf und Schüssel mit einem Handtuch abdecken. Dadurch verdunstet die heiße Flüssigkeit direkt über dem Gesicht, die ätherischen Öle der Kamille öffnen die Poren.

2. Waschlappen

Tränken Sie einen sauberen Waschlappen in warmem Wasser und legen Sie ihn auf die betroffene Hautpartie. Lassen Sie ihn einige Minuten liegen und wiederholen Sie den Vorgang eventuell einige Male. Der unterirdische Pickel kann durch diese Prozedur mit Wärme und Feuchtigkeit besser an die Oberfläche gelangen.

3. Rotlicht

Eine Rotlichtlampe ist nicht unbedingt in jedem Haushalt vorhanden, die Investition aber lohnt sich. Denn die Wärme wirkt nicht nur auf der Oberfläche, sondern dringt tiefer ins Gewebe ein und verbessert die Durchblutung. Der Talg im Pickel wird flüssiger und kann besser abheilen. Dazu ist Rotlicht auch eine gute Vorbeugung gegen Pickel, da die Poren durch die Wärmebehandlung nicht so schnell verstopfen.

4. Zugsalbe

Die schwarze Creme mit dem starken Geruch kann dabei helfen, den Pickel samt Eiter an die Oberfläche zu bringen. Dadurch wird die Stelle nach der Behandlung mit Zugsalbe röter und dicker – ein Zeichen dafür, dass sich der Pickel seinen Weg nach oben bahnt. Widerstehen Sie aber der Versuchung, den Pickel auszudrücken, wenn er sichtbar ist. Lassen Sie ihn in Ruhe abheilen. Tragen Sie die Salbe am besten nur punktuell auf. Denn sie hat eine starke Wirkung und kann nicht-entzündete Hautbereiche leicht reizen.

5. Teebaumöl

Ein natürliches Heilmittel, das mit seinen Inhaltsstoffen die Vermehrung von Bakterien verhindert. Dafür nehmen Sie ein Wattestäbchen, befeuchten es mit ein, zwei Tropfen des Öls und tragen es auf den unterirdischen Pickel auf. Wichtig: Das Gesicht vorher richtig waschen! Jeweils morgens und abends dann das Teebaumöl auftragen.

Pickeln vorbeugen mit Waschgels und Peelings

Unsere Tipps zeigen, wie Sie unterirdische Pickel bekämpfen, wenn sie bereits entstanden sind.Zur Vorbeugung der unliebsamen Knubbel sollten Sie ihr Gesicht morgens und abends gründlich reinigen, am besten mit pH-neutralen Waschgels oder -lotionen. Auch ein sanftes Gesichtstonic ist empfehlenswert. Darüberhinaus sollten Sie alle paar Tage ein Gesichtspeeling zusätzlich zur Reinigung machen. Dabei darauf achten, dass es von der Textur her nicht zu grob ist. Lieber auf leichte Peelings mit Frucht- oder Glykolsäure setzen. Dann sollten unterirdische Pickel für Sie bald kein Thema mehr sein.

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