Aktualisiert: 05.05.2021 - 14:16

Bloß nicht drücken! So werden Sie unterirdische Pickel am besten los

Von der Redaktion

Es schmerzt und spannt, doch zu sehen ist noch nichts: Unterirdische Pickel können einen geradezu wahnsinnig machen. Was hilft schnell – und wovon sollten Sie die Finger lassen?

Foto: Getty Images/PeopleImages

Es schmerzt und spannt, doch zu sehen ist noch nichts: Unterirdische Pickel können einen geradezu wahnsinnig machen. Was hilft schnell – und wovon sollten Sie die Finger lassen?

Bei einem unangenehmen Knubbel unter der Haut, den man aber (noch) nicht erkennen kann, handelt es sich oft um einen unterirdischen Pickel. Wie Sie ihn loswerden und was Sie bei der Behandlung dringend beachten müssen, erfahren Sie hier.

Sie sind zwar nicht sichtbar, sollen aber dennoch ganz schnell wieder verschwinden: Unterirdische Pickel können sowohl Teenagern als auch Menschen mittleren und reiferen Alters zu schaffen machen. Das Besondere daran: Die Knubbel unter der Haut sind nicht nur unangenehm oder tun gar weh, sie können bei falscher Behandlung auch schwere gesundheitliche Probleme verursachen. Wir erklären Ihnen, was unterirdische Pickel überhaupt sind, wie man sie behandelt – und was Sie auf keinen Fall tun sollten, um sie wegzukriegen.

Pickel-Mythen
Pickel-Mythen

Unterirdische Pickel entstehen durch verstopfte Poren

Ein unterirdischer Pickel ist nichts anderes als ein Pickel, der es noch nicht an die Hautoberfläche geschafft hat. Das heißt, er sitzt in tieferen Hautschichten, so dass er nicht in Form einer roten Entzündung mit weißem Eiter-Punkt auf der Haut zu sehen ist. Allerdings ist der Knubbel unter der Haut meist schon mit Eiter gefüllt. Dadurch lässt er sich überhaupt erst erfühlen, manchmal sogar unter der Haut leicht mit den Fingern verschieben.

Im Grunde entsteht dieser Pickel aber wie die sichtbaren: Durch eine Überproduktion von Talg oder abgestorbenen Hautschuppen verstopfen die Poren. Dringen Bakterien ein, zum Beispiel durch ungereinigte Haut oder durch Anfassen mit ungewaschenen Händen, kann es zu einer Entzündung kommen – der Pickel kommt zum Vorschein, nur manchmal eben unterschiedlich tief in der Haut.

Unterirdische Pickel können an praktisch jeder Körperstelle vorkommen. Am häufigsten – und besonders unerwünscht – natürlich im Gesicht, wie an der Stirnpartie, dem Kinn oder an der Lippe und der Nase. Aber auch am Rücken oder unter den Achseln sowie in der Bikinizone können sich Knubbel bilden. Bei Pickeln unter der Achsel und in der Bikinizone handelt es sich allerdings meist um eingewachsene Haare, bei denen aber zusätzlich die Poren verstopfen können, was dann auch zu einer Haarwurzelentzündung führen kann. In diesem Fall am besten kurze Zeit auf die Rasur verzichten und über eine Alternative nachdenken, bevor sich tatsächlich Furunkel entwickeln.

Achtung: Pickel weder ausdrücken noch aufstechen!

Das Problem: Obwohl man sie nicht sieht, sondern nur erfühlen kann, schmerzen die Knubbel bereits tief unter der Haut ziemlich. Für viele ist das ein willkommener Anlass, an der Haut herumzuspielen oder sogar den Pickel auszudrücken. Hier gibt es nur einen Rat: Finger weg! Denn einen tiefsitzenden Pickel auszudrücken, birgt große Risiken. Wie bereits erwähnt, haben sich bei einem unterirdischen Pickel bereits Bakterien unter der Haut angesiedelt.

Drückt man nun von außen an die Stelle, verteilt man die Bakterien noch mehr – die Entzündung kann noch stärker werden, der Pickel wird größer und schmerzhafter.

Besonders heikel ist es, an Stellen wie der Lippe, der Nase oder der Stirn den Pickel mit Druck zu bearbeiten oder gar mit einer Nadel aufzustechen. Denn dort verlaufen wichtige Blutbahnen und Gesichtsnerven. Strömen Bakterien und Eiter erst einmal in die Blutbahn oder in Richtung der Gesichtsnerven, verteilen sie sich im ganzen Körper und können sogar Blutvergiftungen oder Hirnhautentzündungen auslösen. Sie sollten den unterirdischen Pickel deshalb am besten gar nicht berühren. Mehr zu Nasenfurunkeln: "Pickel" bitte nicht ausdrücken!

Die besten Hausmittel gegen unterirdische Pickel

Doch wie bekämpft man diese Pickel dann am besten? Einige Hausmittel versprechen rasche Linderung. Denn das Ziel muss sein, den tiefsitzenden Pickel an die Oberfläche zu befördern, wo er abheilen kann. Dazu müssen die Poren geöffnet werden, und das gelingt besonders gut mit Wärme und Feuchtigkeit. Unsere Tipps:

1. Dampfbad

Ein klassisches Dampfbad, das man auch bei Erkältungen macht, kann unterirdische Pickel lösen. Dabei am besten auf Kamille setzen. Ein oder zwei Teebeutel Kamillentee in einem Topf oder einer Schüssel mit ein bis zwei Liter kochendem Wasser aufgießen. Die Schüssel mit Unterlage auf einen Tisch stellen. Nun in einer geeigneten Sitzposition den Kopf vorsichtig drüberhalten, dabei Kopf und Schüssel mit einem Handtuch abdecken. Dadurch verdunstet die heiße Flüssigkeit direkt über dem Gesicht, die ätherischen Öle der Kamille öffnen die Poren.

2. Waschlappen

Tränken Sie einen sauberen Waschlappen in warmem Wasser und legen Sie ihn auf die betroffene Hautpartie. Lassen Sie ihn einige Minuten liegen und wiederholen Sie den Vorgang eventuell einige Male. Der unterirdische Pickel kann durch diese Prozedur mit Wärme und Feuchtigkeit besser an die Oberfläche gelangen.

3. Rotlicht

Eine Rotlichtlampe ist nicht unbedingt in jedem Haushalt vorhanden, die Investition lohnt sich aber. Denn die Wärme wirkt nicht nur auf der Oberfläche, sondern dringt tiefer ins Gewebe ein und verbessert die Durchblutung. Der Talg im Pickel wird flüssiger und kann besser abheilen. Dazu ist Rotlicht auch eine gute Vorbeugung gegen Pickel, da die Poren durch die Wärmebehandlung nicht so schnell verstopfen.

4. Zugsalbe

Die schwarze Creme mit dem starken Geruch kann dabei helfen, den Pickel samt Eiter an die Oberfläche zu bringen. Dadurch wird die Stelle nach der Behandlung mit Zugsalbe röter und dicker – ein Zeichen dafür, dass sich der Pickel seinen Weg nach oben bahnt. Widerstehen Sie aber der Versuchung, den Pickel auszudrücken, wenn er sichtbar ist. Lassen Sie ihn in Ruhe abheilen. Tragen Sie die Salbe am besten nur punktuell auf. Denn sie hat eine starke Wirkung und kann nicht entzündete Hautbereiche leicht reizen.

5. Teebaumöl

Ein natürliches Heilmittel, das mit seinen Inhaltsstoffen die Vermehrung von Bakterien verhindert. Dafür nehmen Sie ein Wattestäbchen, befeuchten es mit ein, zwei Tropfen des Öls und tragen es auf den unterirdischen Pickel auf. Wichtig: Das Gesicht vorher richtig waschen! Jeweils morgens und abends dann das Teebaumöl auftragen.

Auch Heilerde kann bei unreiner Haut helfen.

Pickeln vorbeugen mit Waschgels und Peelings

Unsere Tipps zeigen, wie Sie unterirdische Pickel bekämpfen, wenn sie bereits entstanden sind. Zur Vorbeugung der unliebsamen Knubbel sollten Sie ihr Gesicht morgens und abends gründlich reinigen, am besten mit pH-neutralen Waschgels oder -lotionen. Auch ein sanftes Gesichtstonic ist empfehlenswert. Darüber hinaus sollten Sie immer mal wieder ein Gesichts-Peeling zusätzlich zur Reinigung machen. Dabei darauf achten, dass es von der Textur her nicht zu grob ist. Lieber auf leichte Peelings mit Frucht- oder Glykolsäure setzen. Dann sollten unterirdische Pickel für Sie bald kein Thema mehr sein.

Und wenn sich doch ein Furunkel gebildet hat oder die Entzündung Eiter hervorbringt? Dann lesen Sie auch bei uns weitere Tipps.

Auch reife Haut kann zu Unreinheiten neigen. Die richtige Pflege verraten wir Ihnen.

Mehr Tipps zur Pickelbekämpfung und weitere spannende Themen finden Sie auf unserer Themenseite Hautpflege.

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