10.12.2018

Extreme Hautreizung Leiden auch Sie unter der Winterallergie?

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Viele Menschen leiden während der kalten Jahreszeit unter der sogenannten Winterallergie. Wir erklären, was es damit auf sich hat.

Foto: iStock/Halfpoint

Viele Menschen leiden während der kalten Jahreszeit unter der sogenannten Winterallergie. Wir erklären, was es damit auf sich hat.

Sie leiden unter geröteter, geschwollener Haut? Vielleicht versteckt sich dahinter eine Winterallergie. Wir klären über die Symptome dieser Erkrankung auf und wie gefährlich sie sein kann.

Die kalte Jahreszeit ist naturgemäß nicht jedermanns Sache. Eis, Schnee, Graupel und Dunkelheit vermiesen vielen Sommer-Liebhabern den Winter ungemein. Doch einigen Menschen schlägt die Kälte nicht nur aufs Gemüt, sie greift sogar den Körper an.

Dass man im Winter unter trockener, rissiger Haut leidet, ist nicht ungewöhnlich. Manchmal führen die eisigen Temperaturen aber zu starken Hautirritationen. Man spricht in diesem Fall von der sogenannten Winterallergie. Wir erklären, was hinter der Erkrankung steckt und wie sie sich davor schützen.

Winterallergie: Quaddeln & Rötungen auf der Haut

Vielleicht haben Sie die Symptome bei sich schon einmal erkannt. Wenn Sie einen Spaziergang an einem sehr kalten Wintertag machen, leiden Sie unter starkem Juckreiz, zum Beispiel auf den Oberschenkeln. Es bilden sich Quaddeln auf der Haut, mitunter können sogar die Lippen anschwellen. Bei starken Schwellungen und Rötungen spricht man neben Winterallergie auch von einer "Kälteurtikaria".

In dem Begriff Winterallergie steckt streng genommen keine Allergie im klassischen Sinn. Im Grunde handelt es sich um eine Nesselsucht. Diese Hauterkrankung wird gewöhnlich ausgelöst durch Unverträglichkeiten, physikalische Reize wie Druck oder Licht oder Infektionen. Nesselsucht kann aber auch durch niedrige Temperaturen auftreten – im Fall der Kälteurtikaria dann, wenn die Hauttemperatur unter fünf Grad fällt.

In schweren Fällen droht Atemnot

Die Kälte löst bei Betroffenen die Freisetzung von Histamin aus. Der Naturstoff, der an vielen Prozessen im menschlichen Organismus beteiligt ist, bedingt dann die Hautreaktion.

Solange es nur bei geröteter, juckender Haut bleibt, ist es nicht dramatisch. Allerdings können bei schweren Verläufen auch der Mund- und Rachenbereich anschwellen – Atemnot droht!

Histamine können auch über die Nahrung Reaktionen auslösen. Nicht die Kälte macht Ihnen Beschwerden, sondern vielleicht sogar Wein oder Bier? Hier lesen Sie, woran Sie eine Alkoholallergie erkennen.

Histaminhaltige Lebensmittel und Kälte meiden

Personen mit schwerer Kälteurtikaria haben aber nicht nur mit Wintertemperaturen zu kämpfen. Ihnen fällt es schwer, ein ganz normales Leben zu führen. Denn wenn sie zum Beispiel ein gekühltes Getränk zu sich nehmen, können schnell heftige Symptome auftreten. Genauso sieht es zum Beispiel aus beim Verzehr von gekühlten Produkten wie Eis, aber auch mit normalen Tätigkeiten wie Hände waschen.

Doch wie umgehen mit der Winterallergie? Natürlich sollten Betroffene Kälte meiden und sich warm anziehen. Aber auch eine medikamentöse Behandlung wie mit Antihistaminika kann helfen. Experten raten auch dazu, auf histaminhaltige Lebensmittel wie Sahne, Käse, Joghurt oder Ananas zu verzichten.

Allergien gibt es allerdings vielzählige. Eine junge Frau aus Frankreich hatte mit heftigen Auswirkungen einer Allergie zu kämpfen. Lesen Sie hier, warum ihr Kopf überdimensional angeschwollen ist.

Auf unseren Themenseiten Hautpflege sowie Allergien und Intoleranzen finden Sie weitere Informationen zu Gesundheit und Wohlbefinden.

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