30.11.2018

Infekt-Saison Inkubationszeit bei Erkältung: Wann wird man eigentlich krank?

Wie lange dauert es, bis die ersten Symptome auftauchen – und ab wann ist man eigentlich ansteckend? Mehr über die Inkubationszeit bei Erkältung gibt's hier!

Foto: iStock/SelectStock

Wie lange dauert es, bis die ersten Symptome auftauchen – und ab wann ist man eigentlich ansteckend? Mehr über die Inkubationszeit bei Erkältung gibt's hier!

Besonders in der kalten Jahreszeit schniefen gefühlt alle um einen herum und man fragt sich: Wann geht's bei mir wohl wieder los? Wie lange die Inkubationszeit dauert...

Es heißt ja immer: "Eine Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage". Aber was ist dran an dieser Bauernweisheit? Wie lange die Inkubationszeit bei einer Erkältung ist und wie lange man andere anstecken kann – wir sind der Sache auf den Grund gegangen.

Inkubationszeit bei Erkältung: Wann Sie besser aufpassen sollten

Gerade wenn es draußen nass und kalt ist, schniefen viele Menschen wieder an allen Ecken der Stadt, in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Kindergärten und Schulen oder auf der Arbeit: Erkältungen ziehen sich durch das Land wie, ja, eine Krankheit.

Im Schnitt haben Erwachsene pro Jahr rund zwei- bis viermal mit einem Infekt zu kämpfen, Kinder sogar sechs- bis zehnmal – ganz einfach, weil das Immunsystem in jungen Jahren noch nicht so abgehärtet ist.

Wenn einem dann mal wieder eine kränkelnde Kollegin seitlich auf die Tastatur niest oder der Nachwuchs mit dick geschwollener Nase aus dem Kinderhort kommt, ahnt man schon für sich selbst Schlimmes. Wie lange wird es wohl dauern, bis die Krankheit bei einem selbst ausbricht? Und ab wann ist man eigentlich ansteckend? Und die Antwort auf die letzte Frage verblüfft.

Vorsicht in den ersten Tagen

Die größte Ansteckungsgefahr geht nämlich nicht etwa dann vom Erkrankten aus, wenn der so richtig mit schleimigem Auswurf zu kämpfen hat, sondern in der Zeit davor.

Denn die Inkubationszeit bei Erkältung beträgt etwa zwei Tage – manchmal weniger, manchmal aber auch mehr. Und auch nicht jeder, der sich ansteckt, wird tatsächlich krank.

Und doch vermuten Wissenschaftler, dass infizierte Menschen bereits ein bis zwei Tage vor Ausbruch der Symptome ansteckend sind. Die größte Gefahr aber zeigt sich etwa in den ersten zwei bis drei Tagen nach Ausbruch der Beschwerden – also dann, wenn es dem Erkrankten mit Kopf- und Gliederschmerzen und Kälte meist richtig schlecht geht.

Egal wann: auf Hygiene achten

Der Verlauf der Erkältung hat drei Phasen und ist bei den meisten Menschen ähnlich Sobald die Nase verstopft ist und der Schleim langsam abgehustet werden kann, ist die Ansteckungsgefahr meist etwas geringer, vermuten die Experten, was aber nicht heißt, dass man anderen dann keine Viren mehr mitgeben kann. Auch im dann ausgeschnäuzten und ausgehusteten Schleim tummeln sich noch eine ganze Menge Erreger, weshalb auf Hygiene geachtet werden sollte – auf beiden Seiten: beim Erkrankten und beim noch Gesunden, der sich schützen will.

Denn Erkältungsviren können sich auch über angefasste Gegenstände verteilen. Solange ein mit Erkältungsviren infizierter Mensch diese Viren durch Ausscheidungen, also Niesen, Husten, Schnäuzen und Co. verteilen kann, ist er auch wahrscheinlich ansteckend – rund eine Woche lang jedenfalls. Menschen mit schwachem Immunsystem können aber auch länger ansteckend sein.

Wer arbeiten geht oder anderweitig unter Menschen muss, sollte sich also überlegen, wie sehr die Mitmenschen darunter leiden sollten. Lässt es sich wirklich nicht umgehen, gibt es aber zumindest ein paar kleine Tricks, die Virenverbreitung zumindest einzuschränken:

  • Regelmäßig richtig Hände waschen – mit Seife
  • In die Armbeuge niesen und husten
  • Genutzte Oberflächen regelmäßig desinfizieren
  • Sich weitgehend von anderen fernhalten – kein direkter Körperkontakt

Das alles klappt natürlich nur, wenn die Inkubationszeit der Erkältung schon vorbei und die ersten Symptome da sind. Wer vorher Viren verteilt, muss darauf hoffen, dass das Gegenüber gegen Erkältung vorgebeugt hat und mit einem guten Immunsystem ausgestattet ist.

Richtiges Händewaschen ist aber immer eine gute Idee. Und Schonen übrigens auch. Dann reduziert sich die Dauer der Erkältung meistens und die Symptome verschwinden schneller. Außerdem können so schwere Komplikationen durch einen verschleppten Infekt, etwa Lungenentzündung oder eine gefährliche Herzmuskelentzündung verringert werden – und Sie sind dann auch nicht so lange ansteckend.

Wie Sie sich vor Infekten schützen, sehen Sie auch im Video:

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So schützen Sie sich vor Erkältungs- und Grippeviren.

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Hausmittel gegen Schnupfen oder aber Infekte natürlich zu heilen hilft oft, denn Erkältung ist immer ein Problem der Symptome – die Viren selbst muss der Körper allein bekämpfen. Aber nicht alle Hausmittel gegen Erkältung helfen, manche sind auch ein Mythos. Der beste Schutz ist immer noch: gar nicht erst krank werden – und Abhärtungsmethoden gegen Erkältung gibt es ein paar vielversprechende.

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