27.11.2018 - 15:31

Polster an den Oberschenkeln Reiterhosen wegtrainieren: Die besten Übungen

Von

Reiterhosen gehören für viele Frauen zu den unbeliebtesten Körperproblemchen. Wir sagen, mit welchen Übungen Sie das Hüftgold wegtrainieren können.

Foto: iStock/vgajic

Reiterhosen gehören für viele Frauen zu den unbeliebtesten Körperproblemchen. Wir sagen, mit welchen Übungen Sie das Hüftgold wegtrainieren können.

Überschüssiges Fettgewebe an den Oberschenkeln kennt man auch unter dem Namen "Reiterhosen". Und die nerven viele Frauen. Wir erklären Ihnen vier Übungen, mit denen Sie Reiterhosen am besten bekämpfen können.

Viele Frauen stören sich an ihren "Problemzonen". Egal ob am Bauch, am Po oder an den Oberarmen – auszusetzen gibt es immer irgendwo etwas, ob das andere auch so sehen, sei dahingestellt. Was viele besonders belastet, sind die sogenannten Reiterhosen. Damit sind Fetteinlagerungen am Oberschenkel gemeint, die die Beine breiter wirken lassen.

Die Gründe für Reiterhosen sind vielfältig. Oft ist es Veranlagung, aber auch eine wenig abwechslungsreiche Ernährung und wenig Bewegung können die seitlichen Pölsterchen begünstigen. Zwar kriegt man den überflüssigen Speck nicht immer gänzlich weg, doch es gibt einige Übungen, mit denen Sie Reiterhosen wegtrainieren können. Wir verraten Ihnen, wie das geht.

Vergessen Sie jedoch nicht, dass vieles auch im Auge des Betrachters liegt – und wir selbst mit uns ja immer am kritischsten sind. Wichtig ist, dass Sie sich wohlfühlen!

Vier Übungen, um Reiterhosen wegzutrainieren

  • Seitliches Beinheben
    Nehmen Sie für diese Übung am besten eine Sportmatte. Legen Sie sich auf die rechte Seite, stützen Sie den Kopf locker ab. Das linke Bein liegt in dieser Position auf dem rechten. Nun heben Sie das linke Bein an und strecken es langsam in die Höhe. Dabei sollte das Bein durchgestreckt und gespannt sein. Um sich zu stabilisieren, hilft es, den linken Arm in die Seite zu stützen. Unsere Empfehlung: Pro Seite zehn Wiederholungen, eine kurze Pause und das noch dreimal. Der Vorteil dieser Übung: Sie bekämpft nicht nur Reiterhosen, sondern sorgt auch noch für einen knackigen Hintern.
  • Lunges
    Eine Übung, die besonders auf die Oberschenkel geht. Machen Sie einen Ausfallschritt, rechtes Knie nach vorne. Das linke sollte möglichst durchgestreckt sein, das rechte leicht angewinkelt. Nun bringen Sie das linke, hintere Knie Richtung Boden, ohne diesen zu berühren. Dabei beide Knie leicht beugen. Position kurz halten, wieder in die Anfangsposition kommen. Wichtig dabei: Halten Sie den Rücken gerade! Wiederholen Sie diese Übung zehn bis 15 Mal, danach die Seite wechseln.
  • Sitzen an der Wand
    Bei dieser Übung müssen Sie nicht viel tun – aber die Muskeln werden trotzdem stark beansprucht. Lehnen Sie sich mit dem Rücken an eine stabile Wand. Die Füße zusammenstellen, die Knie im 90 Grad-Winkel gebeugt. Es sieht von der Seite so aus, als würden Sie auf einem Stuhl sitzen, obwohl die Sitzfläche fehlt. Halten Sie diese Position mindestens 30 Sekunden. Um den Effekt noch zu erhöhen, können Profis ein Bein gerade ausstrecken, sodass es im 90 Grad-Winkel zum Oberkörper steht.
  • Butt Kicks
    Sie starten im Vierfüßlerstand, Knie sind am Boden. Dann heben Sie das rechte Bein, mit der Ferse voran, angewinkelt nach oben – Sie machen also einen "Kick". Die Hüfte verbleibt parallel zum Boden. Diese Übung pro Seite 15 bis 20 Mal wiederholen. Wichtig: Halten Sie im Vierfüßlerstand die Spannung und achten Sie auf die Stellung der Hüfte.

Für starke Beine: Nicht nur Ihre Oberschenkel sollten Sie trainieren. Wir erklären Ihnen, mit welchen beiden Übungen Sie ganz einfach zum Traumkörper gelangen.

Reiterhosen wegen Lipödem-Erkrankung?

Mit diesen Übungen sagen Sie Ihren Reiterhosen den Kampf an. Allerdings gibt es auch Ausnahmen. Menschen, die an der Lipödem-Erkrankung leiden, werden das überschüssige Fett mit Sportübungen leider nicht los. Dabei handelt es sich nämlich um eine krankhafte Fettverteilungsstörung.

Die Ursache dafür ist bislang noch nicht genug erforscht, Veranlagung spielt aber auch hier wahrscheinlich eine große Rolle. Das Fett verteilt sich symmetrisch an verschiedenen Körperstellen, neben Hüften, Armen und Po eben auch an den Beinen, sodass optisch Reiterhosen erkennbar sind. Die Lipödem-Erkrankung zeichnet sich zum Beispiel durch ein Spannungsgefühl an den betroffenen Stellen aus, man ist druckempfindlich. Die schlechte Nachricht: Weder die Ernährung noch Sport können hier etwas bewirken.

Bei der Lipödem-Erkrankung helfen Kompressionsstrümpfe, da sie die Venen unterstützen und Lympheinlagerungen vorbeugen. Wir sagen Ihnen, wie Sie Kompressionsstrümpfe richtig anziehen, damit der Stoff richtig sitzt.

Alternativ: Fettabsaugen statt Reiterhosen wegtrainieren

Bei Personen, deren Reiterhosen ohne Krankheitsbild auftreten, hilft körperliche Betätigung aber auch nicht immer. Dann gibt es noch die Möglichkeit einer Operation, wie zum Beispiel der Fettabsaugung. Nach vorheriger Behandlung werden überflüssige Fettzellen abgesaugt. Problem: Da es sich hier um Eingriffe der ästhetischen Chirurgie handelt, werden Krankenkassen die Kosten kaum übernehmen. Und diese können gewaltig sein: Zwischen 2000 und 6000 Euro können für eine Reiterhosen-OP anfallen. Außerdem kann es sein, dass das Ergebnis nicht so ausfällt, wie Sie es sich erhofft haben.

Bevor Sie sich also für viel Geld unters Messer legen, sollten Sie es mit einigen Übungen probieren und Ihre Reiterhosen wegtrainieren. Der Versuch lohnt sich allemal! Und sei es fürs eigene Wohlbefinden, denn ein trainierter Körper fördert die allgemeine Gesundheit.

Nicht nur Reiterhosen stören so manche Dame. Auch unstraffes Gewebe an den Oberarmen ärgert viele Frauen. Mit diesen Übungen sagen Sie Winkearmen den Kampf an.

Weitere Übungen finden Sie auf unserer Themenseite Sport und Fitness.