19.11.2018

Sanfte Blüte Die Wirkung der Heilpflanze Kamille

Die positive Wirkung der Kamille verschafft bei den unterschiedlichsten Beschwerden auf sanfte Weise Linderung.

Foto: iStock/mediaphotos

Die positive Wirkung der Kamille verschafft bei den unterschiedlichsten Beschwerden auf sanfte Weise Linderung.

Mehr als nur zur Beruhigung: Kamille ist eine der bekanntesten Heilpflanzen und kann bei verschiedensten Beschwerden eingesetzt werden: von Magenproblemen bis Hautkrankheiten. Lernen Sie mehr über die Wirkung der Kamille!

Kamillentee zur Beruhigung und Kamillendampfbad bei Schnupfen – sicherlich ist Kamille auch schon bei Ihnen als bewährtes Hausmittel zum Einsatz gekommen. Tatsächlich zählt diese Pflanze mit ihren gelb-weißen Blüten zu den bekanntesten Heilkräutern überhaupt. Wahrscheinlich weil die Wirkung der Kamille so vielseitig ist, denn die Kamille wirkt nicht nur beruhigend sondern auch antibakteriell, entkrampfend und entzündungshemmend. Erfahren Sie mehr über die vielschichtige Wirkung der Pflanze und bei welchen Beschwerden sie hilft.

Kamille: Die Wirkung der Heilpflanze

Die Kamille war schon im alten Ägypten bekannt und wurde hier aufgrund der Blüten mit ihrem intensiven Gelb als Pflanze des Sonnengottes verehrt. Ihre gelbe Farbe haben die Kamillenblüten sekundären Pflanzenstoffen zu verdanken, die zusammen mit ätherischen Ölen und Schleimstoffen für die Wirkung der Heilpflanze sorgen.

So werden der Kamille besonders folgende Wirkweisen nachgesagt:

  • entzündungshemmend
  • antibakteriell
  • wundheilungsfördernd
  • beruhigend
  • krampflösend
  • entblähend

Diese vielseitige Wirkung der Kamille sorgt dafür, dass sie bei den unterschiedlichsten Beschwerden – sowohl innerlich als auch äußerlich – eingesetzt werden kann.

Kamille lindert Entzündungen und wirkt antibakteriell

Aufgrund der entzündungslindernden und -hemmenden sowie antibakteriellen Wirkung der Kamille kann sie bei diversen Entzündungen, entzündlichen Krankheiten und Infekten zum Einsatz kommen, um Beschwerden zu lindern. So hilft Kamille sowohl bei äußerlichen Entzündungen, wie der Haut oder dem Zahnfleisch, genauso wie bei inneren Entzündungen, zum Beispiel im Magen-Darm-Bereich.

  • Lauwarmer Kamillentee kommt bei Zahnfleischentzündungen sowie nach Zahn-OPs zum Einsatz, um Entzündungen entgegenzuwirken und vor Bakterien zu schützen. Hier kann der Tee sowohl getrunken werden, als auch als Spülung oder zum Gurgeln dienen, um Entzündungen im Mund zu behandeln.
  • Entzündungen der Nase und der Atemwege sowie Schnupfen und Halsweh können durch das Inhalieren eines Kamillendampfbads gemildert werden.
  • Bei Entzündungen und bakteriellen Erkrankungen der Haut, wie Akne, Ekzemen oder auch Sonnenbrand, sowie Wunden kann Kamille äußerlich aufgetragen werden und so die Heilung unterstützen. Hier lässt sich die Kamille in Salbenform, Extrakt oder auch als Wickel und Gesichtswasser einsetzen.
  • Infektionen und Entzündungen im Genital- und Analbereich, wie Hämorriden oder Ekzeme, kann durch Kamille-Sitzbäder entgegengewirkt werden.
  • Bei entzündlichen Krankheiten des Magen-Darm-Trakts, wie Magenschleimhautentzündung (Gastritis) oder Magengeschwüren, soll Kamillentee mildernd wirken. Auch bei bakteriellen Infekten des Magen-Darm-Trakts wirkt Kamille unterstützend.

Übrigens gibt es neben der Kamille noch weitere Blumen für die Hautpflege. Diese Beauty-Helfer aus dem Garten können Sie sogar selbst pflücken.

Kamille wirkt krampflösend und entblähend

Da Kamille sowohl beruhigend, krampflösend als auch entblähend wirkt, kann die Heilpflanze bei Magen-Darm-Beschwerden wunderbar hilfreich sein. So kann Kamillentee sowohl akute Beschwerden, wie Magenkrämpfe, Blähbauch oder Völlegefühl, lindern und soll auch bei chronischen Blähungen oder Reizdarm Abhilfe schaffen können. Übrigens: Auch bei Frauenleiden, wie Menstruationsbeschwerden, kann Kamillentee entspannend und krampflösend wirken.

Kamille entspannt unruhige Gemüter

Neben den körperlichen Beschwerden und Krankheiten, bei denen die Heilpflanze Kamille aufgrund ihrer Wirkweisen zum Einsatz kommen kann, kann sie auch bei Beschwerden auf mentaler Ebene unterstützend wirken. Die beruhigende Wirkung der Kamille kann so zum Beispiel bei Einschlafstörungen und unruhigem Schlaf sowie innerer Unruhe, Nervosität und Stress helfen.

Als Tee in einem Moment der Ruhe und Stille genossen, ist die Kamille daher ideal zum "Runterkommen" und Entspannen.

Kamille ist nicht die einzige Heilpflanze. Welche botanischen Goldstücke noch gegen Infekte wirken, sehen Sie in unserer Galerie:

Fazit zur Kamille: Kleine Blüte, große Wirkung

Aufgrund ihrer vielseitigen Wirkung sollte die Heilblüte als Pflanzenmedizin in keinem Haushalt fehlen. So kann die Heilpflanze mit den kleinen Blüten bei vielen akuten Beschwerden, wie Bauchkrämpfen, Völlegefühl, Stress oder auch einer Erkältung, sofort als Tee, Bad oder zum Inhalieren eingesetzt werden. Aber auch bei langwierigeren Beschwerden oder chronischen Erkrankungen, wie Entzündungen, Hautkrankheiten oder Magen-Darm-Beschwerden, kann Kamille aufgrund ihrer Wirkung Beschwerden lindern und den Heilungsprozess unterstützen.

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