19.10.2018

Hätten Sie's gewusst? Richtig Zähneputzen: Diese Fehler sollten Sie vermeiden

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Nur hin und her bewegen reicht nicht aus. Beim Zähneputzen gibt es viele Dinge, die Sie beachten sollten. Welche das sind und wie sie alles richtig machen, erklären wir Ihnen hier.

Foto: iStock/Wavebreakmedia

Nur hin und her bewegen reicht nicht aus. Beim Zähneputzen gibt es viele Dinge, die Sie beachten sollten. Welche das sind und wie sie alles richtig machen, erklären wir Ihnen hier.

Zweimal täglich mit Bürste und Zahnpasta: Das kann doch nicht so schwierig sein. Trotzdem schludern viele bei der Mundhygiene. Worauf es dabei ankommt, erfahren Sie hier.

Die richtige Mundhygiene ist wichtig, schließlich sollen uns die Zähne ein Leben lang bleiben. Dafür müssen sie gut gepflegt werden. Richtig Zähneputzen ist aber gar nicht so einfach wie es klingt. Welche Fehler immer wieder gemacht werden und wie Sie es besser machen können, erfahren Sie hier.

Richtig Zähneputzen: Ohne Druck

Je fester, desto sauberer? Nein, starkes Schrubben schadet Zahnschmelz und Zahnfleisch. Zahnärzte empfehlen einen Druck von etwa 150 Gramm (einfach mal auf einer Küchenwaage testen). Zu kräftiges Putzen kann zu einem starken Verschleiß des Zahnschmelzes führen, was die Zähne sensibel machen kann.

Nach dem Essen Zähne putzen – oder nicht?

Nach dem Essen - "Zähneputzen nicht vergessen." Der Spruch ist veraltet. Denn viele Lebensmittel enthalten Säuren, die den Zahnschmelz aufweichen. Putzt man nun direkt nach dem Verzehr, wird nicht nur der Schmutz, sondern auch der Schmelz abgetragen.

Um lästige Essensreste aus den Zahnzwischenräumen zu entfernen, sollte der Mund lieber mit Wasser ausgespült werden. Nach 30 Minuten können die Zähne wieder geputzt werden.

Hart oder weich? Diese Zahnbürste ist richtig

Mit harten Borsten werden Beläge zwar ordentlich entfernt, aber es entstehen auch kleine Verletzungen am Zahnfleisch, die schlimmer sind als ein paar Restbeläge, wie die Uni Witten/Herdecke herausfand.

Mittelharte Bürsten sind oft die beste Lösung. Da jeder Zahn anders ist können Sie sich bei der Wahl einer Zahnbürste von einem Zahnarzt beraten lassen. Spätestens alle drei Monate sollte die Zahnbürste gewechselt werden.

Mit der richtigen Technik zum Erfolg

Für wen Zähneputzen nur bedeutet die Zahnbürste hin und her zu bewegen, der liegt falsch, denn es gibt einiges zu beachten. Zahnärzte empfehlen die sogenannte Bass-Technik.

Hierbei ist die Bürste sowohl auf dem Zahn als auch auf dem Zahnfleisch. Mit kleinen Kreisbewegungen werden immer zwei bis drei Zähne gleichzeitig geputzt. Der Vorgang sollte 15-20 mal wiederholt werden.

Nicht nur oberflächlich

Wichtiger als die Häufigkeit ist die Gründlichkeit beim Putzen, da die Zahnbürste nur einen Teil der Oberflächen erreicht. Mehr als ein Drittel davon machen aber die Zahnzwischenräume aus.

Daher sollte auch Zahnseide verwendet werden. Für wen der Umgang mit der Zahnseide zu kompliziert ist, der kann auch auf Zwischenraumbürstchen zurückgreifen, diese sind leichter zu Handhaben.

Nur so lässt sich das Risiko für Parodontitis und Folgeerkrankungen wie Diabetes oder Rheuma senken. Auch Herzinfarkte, Potenzprobleme und Fehlgeburten können mit mangelnder Zahnhygiene zusammenhängen.

Zu kurz oder zu lang

Viele Leute nehmen sich zu wenig Zeit zum Zähneputzen: Empfohlen werden zwei Minuten, während derer man sich wirklich aufs Putzen konzentrieren sollte. Länger als drei Minuten Putzen bringt keine Vorteile, es kann sogar zu Verletzungen im Mundraum führen. Zudem sind viele Lang-Putzer noch mit anderen Dingen beschäftigt. Zahnärzte empfehlen den Vorgang zwei Mal täglich zu wiederholen.

Außen hui und innen pfui

Oft wird die Innenseite der Zähne nur unregelmäßig gepflegt – im schlimmsten Fall komplett vergessen. Doch vor allem dieser Seite der Zähne sollte viel Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Da die Rückseite der Zähne in der Regel nicht so gut gepflegt wird wie die sichtbare Vorderseite, sind dort die Rillen und Zahnzwischenräume besonders anfällig für Karies. Um bei der Zahnhygiene nichts falsch zu machen, sollte darauf geachtet werden, auch die Zahninnenseite gründlich zu pflegen.

Doch beim täglichen Zähneputzen geht es nicht nur darum die Zähne zu säubern, denn auch der lästige Mundgeruch kann durch mangelnde Zahnhygiene auftreten.

Immer wichtiger wird auch die Farbe der Zähne, aber helfen Bleaching, Whitening & Co wirklich?

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