16.10.2018

Fußpflege Was tun gegen Fußgeruch? So haben Schweiß & Co. keine Chance

Gepflegte Füße sind ein echter Wohlfühlfaktor. Aber was tun gegen Fußgeruch? Egal ob Sommer oder Winter, wir haben Tricks für Sie, von ätherischen Ölen über Natron bis zur richtigen Socke.

Foto: iStock/robertprzybysz

Gepflegte Füße sind ein echter Wohlfühlfaktor. Aber was tun gegen Fußgeruch? Egal ob Sommer oder Winter, wir haben Tricks für Sie, von ätherischen Ölen über Natron bis zur richtigen Socke.

Ob Winter, ob Sommer, je nach Situation, Schuhbeschaffenheit und allgemeinem Gesundheitszustand können unsere Füße schnell mal unangenehm riechen. Woher das kommt und was Sie dagegen tun können.

Kurz Schuhe aus – und alle flüchten! Müffelnde Füße sind etwas, mit dem wohl jeder von uns immer mal zu kämpfen hat. Zugegeben, die einen mehr als die anderen. Schuld sind oft wenig atmungsaktive Schuhe, nicht-aufsaugende Stoffe und Hitze. Aber auch Hornhaut oder Schwielen sowie Schmutz unter eingewachsenen Nägeln können Stinkefüße begünstigen – und auch Fußpilz lässt die Treter miefen. Was tun gegen Fußgeruch? Wir zeigen Ihnen verschiedene Hausmittel und Tricks für schöne, angenehm gepflegte und zumindest neutral duftende Füße.

Was tun gegen Fußgeruch? Erst einmal den Grund herausfinden

Gerade im Sommer geht’s schnell: Die Füße stinken. Wer lange unterwegs ist und dazu in zu warmem, zu engem oder zu luftundurchlässigem Schuhwerk steckt, den trifft beim Ausziehen desselbigen oft nahezu der Schlag. Auch Nylonstrümpfe können die Füße schwitzen lassen – und Schweiß führt in Kombination mit Bakterien auf der Haut schnell zu unangenehmen Gerüchen.

Aber möglicherweise haben Sie auch Hornhaut an so mancher Druckstelle? Und oft sammelt sich unter den Zehennägeln auch Schmutz in Form von Sockenfusseln und abgestorbenen Hautstückchen – beides ein schöner Ort für Bakterien, um sich zu vermehren. Die Folge: Fußgeruch.

Ein anderer Grund ist Fußpilz, den Sie mit diversen Mitteln behandeln können. Riechende Füße können aber auch durch Hormone oder gar eine ungesunde Ernährung begünstigt werden. Und manchmal sind auch Medikamente Schuld.

Je nach Ursache stehen Ihnen nun verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, den Fußgeruch zu bekämpfen.

Schweißfüße: Sauna im Schuh

Egal ob Sommer oder Winter: Es gibt Schuhe, in denen schwitzen wir einfach – dabei tritt eigentlich nur Wasser mit Kochsalz aus. Sind wir dann lange unterwegs, bildet sich irgendwann aber aufgrund der natürlich auf unserer Haut vorkommenden Bakterien ein unangenehmer Geruch.

Schwitzen ist eigentlich dazu da, um den Körper abzukühlen. Kommt aber keine Luft an die schweißnasse Haut, kann auch keine Verdunstungskälte helfen. Krankhaftes, übermäßiges Schwitzen jedoch gibt es auch, die Hyperhidrose. In diesem Fall sollten Sie einen Arzt zurate ziehen. Was Sie jedoch in allen Fällen gegen Schweißfüße ausrichten können:

  • Tragen Sie Schuhe aus atmungsaktivem Material, beispielsweise Leder. Schuhe als Plastik sollten Sie vermeiden. Auch Einlegesohlen aus Leder können helfen. Wechseln Sie die Sohlen aber regelmäßig – spätestens dann, wenn sie stinken.
  • Gerade im Winter helfen Wollsocken, die Füße warm zu halten, aber überschüssigen Schweiß aufzusaugen. Auch Socken mit Kupfer- oder Silberfasern helfen bei der Frage "Was tun gegen Fußgeruch". Ansonsten sind Sie generell mit Baumwollsocken gut beraten. Verzichten Sie auf solche mit Synthetikfasern, da sie keine Flüssigkeit aufnehmen können.
  • Waschen Sie Ihre Füße morgens und abends gründlich, trocknen Sie sie aber auch gut ab.
  • Fußpuder hilft, überschüssigen Schweiß aufzusaugen. Die Haut bleibt länger trocken. Alternativ wirkt hier übrigens auch Babypuder gegen schwitzige Füße.
  • Ein Hausmittel ist Natron: Streuen Sie ein wenig Natron in Ihre Schuhe. Natron neutralisiert Gerüche. Auch in Ihre Socken können Sie vor dem Anziehen etwa einen halben Teelöffel Natron geben – oder die Füße direkt dünn damit einpudern. Nehmen Sie aber nicht zu viel, sonst bitzelt das Natron an der Haut.
  • Machen Sie regelmäßig Fußbäder mit Natron oder mit Meersalz. Das entspannt die Füße und wirkt nicht nur gegen Fußgeruch. Auch Schwellungen werden gelindert. Fußbäder eignen sich daher gut für die Behandlung nach langen Spaziergängen.
  • Sie können auch zu Fußdeo greifen – hier gibt es solche mit Aluminiumsalzen, die die Schweißdrüsen verengen und daher die Füße gleich weniger schwitzen lassen. Aluminium steht allerdings im Verdacht, sich im Körper anzureichern. Es gibt aber auch Deos auf Alkoholbasis, die gegen die geruchsbildenden Mikroorganismen ankämpfen. Silberionen wirken zudem antibakteriell.
  • Gibt es das Wetter her, laufen Sie ruhig barfuß oder tragen Sie leichtes, atmungsaktives Schuhwerk. Gesunder Nebeneffekt: Barfuß laufen trainiert zudem die Fußmuskulatur.

Nicht nur im Winter schwitzen unsere Füße in dicken Schuhen, auch gegen heiße Füße im Sommer gibt's ein paar sinnvolle Tipps.

Ähnlich umsetzen lassen sich übrigens auch unsere Tipps, um Achselschweiß zu verhindern. Was Sie dagegen ausrichten können und warum Aluminiumsalze überhaupt so umstritten sind, lesen Sie bei uns.

Fußpilz als Ursache: Gibt es Hausmittel?

Was tun bei Fußgeruch, wenn Fußpilz die Ursache ist? Neben diversen Cremes und Tinkturen aus der Apotheke hilft beispielsweise Lavendelöl, sogar in geringen Konzentrationen. Es wirkt antibakteriell und tötet auch diverse Hefe- und Fadenpilze ab, die für Fußpilz und Nagelpilz verantwortlich sein können.

Noch mehr Tipps für gesunde Füße gesucht? Schauen Sie doch mal in unser Video:

Tipps für gesunde Füße

Unsere Füße vernachlässigen wir viel zu sehr – dabei sind sie so wichtig! Was Sie tun können, um Ihre Treter bei Laune zu halten.

Tipps für gesunde Füße

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Ätherische Öle gegen Pilze und Bakterien

Nebst Lavendelöl, das neben seiner antibakteriellen auch eine entspannende Wirkung hat, haben sich auch Teebaumöl gegen Pilze und Bakterien sowie Zitronenöl bewährt. Letzteres wirkt adstringierend, zieht also die Poren zusammen, so dass weniger Schweiß ausdringen kann, und ebenfalls reinigend. Der frische Geruch hält zudem lange an und übertüncht aufkommende andere Gerüche.

Ätherische Öle sollten Sie jedoch nicht einfach pur auf die Haut geben, um Hautreizungen zu vermeiden. Mischen Sie lieber einige Tropfen in Ihr Fußbad (gerne auch kalt) oder mit etwas Olivenöl und reiben die Füße damit ein.

Im Fußbad eignet sich auch frischer Salbei, denn dieser wirkt schweißhemmend. Einfach eine Handvoll Salbeiblätter mit heißem Wasser übergießen. Anschließend einfach etwas warten, bis die Temperatur von selbst abgekühlt ist, oder nach einer Ziehzeit von etwa 10 Minuten mit kaltem Wasser auf eine angenehme Temperatur bringen. Verbrennen Sie sich nicht die Füße!

Füße frisch halten und nicht vergessen

In ihrer täglichen Routine sollten Sie Ihren Füßen auf jeden Fall genügend Aufmerksamkeit schenken. Neben gründlichem täglichen Waschen und Trocknen gehört dazu auch, die Zehennägel regelmäßig zu stutzen und Schmutz zu entfernen. Dann haben auch eingewachsene Zehennägel weniger Chancen.

Auch Hornhaut sollten Sie regelmäßig mit einem Bimsstein zu Leibe rücken. Das schützt außerdem vor Druckstellen und somit vor Hühneraugen.

Mit diesen Tipps sollten Sie nun wissen, was Sie gegen Fußgeruch tun können. Und wie gesagt, wird es auch damit nicht besser: Lieber beim Arzt durchchecken lassen.

Bei alldem gilt: Fußpflege wirkt entspannend. Ihre Füße müssen den ganzen Tag viel leisten. Gönnen Sie Ihnen ab und zu etwas Ruhe sowie Hautpflege und Muskelentspannung. Mehr Tipps für gesunde Füße finden Sie bei uns!

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