31.08.2018 - 15:29

Erste Symptome erkennen Bin ich schwanger? Typische Anzeichen einer Schwangerschaft

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Frühzeichen für Schwangerschaft

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Sie sind müde, schlecht gelaunt und morgens ist Ihnen übel? Wir klären auf, ob es sich dabei tatsächlich um Anzeichen einer Schwangerschaft handelt!

Während einer Schwangerschaft vollbringt der weibliche Körper wahre Wunder: Obwohl von außen noch lange kein Babybauch erkennbar ist, spielt sich bereits ab dem Zeitpunkt der Befruchtung Erstaunliches in ihm ab. Nach der Zeugung versucht sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter einzunisten und beginnt durch Zellteilung zu wachsen. Der Hormonhaushalt ändert sich schlagartig und die Umbauarbeiten des Organismus laufen zur Vorbereitung der neuen Aufgabe auf Hochtouren. Kein Wunder, dass sich diese monumentalen Veränderungen als bemerkbar machen – bei einigen Frauen sogar vor dem Ausbleiben der Periode. Wie Sie die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft erkennen.

Erste Anzeichen einer Schwangerschaft: Bin ich schwanger?

Vor allem sensible Frauen, die ein gutes Gefühl für den eigenen Körper besitzen, nehmen schnell wahr, dass irgendetwas anders ist. Solche frühen Anzeichen einer Schwangerschaft können vor allem Übelkeit, Spannungsgefühle in den Brüsten oder eine extreme Müdigkeit sein. Wie genau und in welcher Ausprägung sich die Schwangerschaftsanzeichen bemerkbar machen, ist aber von Frau zu Frau unterschiedlich. Es kann genauso gut passieren, dass Sie erst nach Ausbleiben der Periode mit dem positiven Ergebnis eines Schwangerschaftstests überrascht aus allen Wolken fallen.

18 Anzeichen einer Schwangerschaft auf einen Blick

Der Berufsverband der Frauenärzte e. V. sowie die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. nennen folgende mögliche Schwangerschaftsanzeichen:

  • 1. Übelkeit
  • 2. Erbrechen
  • 3. Müdigkeit
  • 4. Veränderungen der Brüste (größer, empfindlicher, Spannungsgefühle, dunkle Warzenvorhöfe)
  • 5. Stimmungsschwankungen
  • 6. Schwindel
  • 7. Heißhunger
  • 8. Gelüste nach bestimmten Speisen
  • 9. Aversion gegen spezielle Speisen und Getränke
  • 10. Abneigung gegen Alkohol und Nikotin
  • 11. Völlegefühl
  • 12. Blähungen
  • 13. Metallischer Geschmack im Mund
  • 14. Erhöhte Speichelbildung
  • 15. Veränderung der Körpertemperatur
  • 16. Verstärkter weißer oder farbloser und geruchloser Ausfluss
  • 17. Vermehrter Harndrang
  • 18. Ausbleiben der Periode

Übelkeit und Erbrechen gelten als bekannteste Schwangerschaftsanzeichen

Es ist das gängige Klischee aus Serien und Filmen, dass eine Frau plötzlich vor lauter Übelkeit ins Badezimmer hechtet, um sich dort zu übergeben. Sofort ist allen Beteiligen klar: Diese Frau muss schwanger sein! Aber sind Übelkeit und Erbrechen wirklich Anzeichen, an denen Sie eine Schwangerschaft erkennen?

Durchaus möglich – so die Meinung der Experten. Zumindest dann, wenn Sie während Ihrer fruchtbaren Tage ungeschützten Geschlechtsverkehr hatten, sonst können selbstverständlich auch andere Ursachen wie Magen-Darm-Infekte für die Symptome infrage kommen. Nach Angaben des Pharmakovigilanz- und Beratungszentrums für Embryonaltoxikologie der Charité-Universitätsmedizin Berlin sind rund 50 Prozent aller Schwangeren in der Frühschwangerschaft von Übelkeit und Erbrechen betroffen, rund 25 Prozent nur von Übelkeit.

Hormonelle Umstellungen machen sich bemerkbar

Warum die Schwangerschaft manchen Frauen auf den Magen schlägt, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Vermutet wird aber, dass die hormonellen Umstellungen im Körper und der Anstieg des schwangerschaftserhaltenden Hormons HCG (Human Chorion Gonadotropin) dafür verantwortlich sind. Interessant ist nämlich, dass die Symptome meist ab dem vierten Schwangerschaftsmonat wieder nachlassen. Wobei der Begriff "Morgenübelkeit" übrigens ziemlich irreführend ist: In der Realität kann die Übelkeit den ganzen Tag über auftreten oder sich auch erst abends bemerkbar machen.

Die gute Nachricht für alle Geplagten: Amerikanische Forscher kamen in einer Studie aus dem Jahr 2016 zu dem Ergebnis, dass Übelkeit und Erbrechen Zeichen dafür sein können, dass es dem Baby gutgeht. Im Fachjournal "JAMA Internal Medicine" verkündeten sie sogar, dass das Fehlgeburtsrisiko bei den betroffenen Studienteilnehmerinnen niedriger gewesen sei. Im Umkehrschluss besteht bei Ausbleiben dieser Schwangerschaftssymptome aber trotzdem nicht automatisch Grund zur Sorge.

Bei ständigem Erbrechen, das mit einer Dehydration und einem Gewichtsverlust von mehr als fünf Prozent einhergeht, sprechen Experten von einer Hyperemesis gravidarum (Übermäßiges Schwangerschaftserbrechen) – das kommt laut Charité Berlin in 0,2 bis zwei Prozent der Schwangerschaften vor und betrifft ebenfalls vor allem die Frühschwangerschaften. Diese Symptomatik ist der häufigste Grund für eine stationäre Aufnahme vor der 20. Schwangerschaftswoche.

Wer sich bei leichter Übelkeit selbst helfen möchte, kann schon vor dem Aufstehen im Bett Zwieback knabbern und seine Mahlzeiten auf mehrere kleinere Portionen am Tag verteilen. Erfahren Sie hier, was bei schwerer Schwangerschaftsübelkeit hilft. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt.

Schwangerschaftsanzeichen rund ums Thema Essen

Gelüste nach sauren Gurken mit Schokoladencreme – auch das klingt ein bisschen nach Kino-Klischee und trotzdem ist etwas Wahres dran. Während der Schwangerschaft verändern sich durch die hormonellen Umstellungen nämlich der Geruchs- und der Geschmackssinn. Die genauen Ursachen für die Lust auf kuriose Kombinationen sind zwar nicht eindeutig geklärt, aber laut Berufsverband der Frauenärzte ist es möglich, dass ein verstärkter Nährstoffbedarf dahintersteckt. Typische Heißhungerattacken könnten damit zusammenhängen, dass der Blutzuckerspiegel schneller sinkt als sonst.

Aber keine Sorge: In der Regel verschwinden die Beschwerden zwischen der 12. und 14. Schwangerschaftswoche wieder von alleine. Was Schwangere hingegen oft über die gesamte Schwangerschaft begeleitet, ist die Aversion gegen bestimmte Speisen und Getränke. Klassisches Beispiel: Früher haben Sie Kaffee geliebt, jetzt wird Ihnen schon bei dem Geruch schlecht. Vermeiden Sie solche Übelkeitsauslöser und hören Sie auf Ihren Körper. Wer den Süßhunger austricksen will, steckt sich am besten eine Portion Trockenfrüchte als Notfallhilfe in die Handtasche. Eine ballaststoffreiche, fettarme Ernährung und mehrere kleine Mahlzeiten am Tag beugen übrigens auch der Schwangerschaftsdiabetes vor.

Stimmungsschwankungen als Anzeichen einer Schwangerschaft

Und noch ein Mythos, den wir bestätigen können: Stimmungsschwankungen sind wirklich ein erstes Anzeichen einer Schwangerschaft. Auch hier wird davon ausgegangen, dass das Hormon-Chaos im Körper dafür verantwortlich ist. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) begründet das Auf und Ab der Emotionen damit, dass die Feinabstimmung der Hormonproduktion zwischen Plazenta und Eierstöcken in den ersten Schwangerschaftswochen noch nicht funktioniert. Im zweiten Schwangerschaftsdrittel hat sich das meist wieder eingependelt. Bis dahin gilt vor allem für den Partner: Zähne zusammenbeißen und umsichtig sein, bis die werdende Mutter mit ihrer Gefühlswelt wieder im Reinen ist.

Gleiche Rücksichtnahme ist erforderlich, wenn die Schwangere unter extremer Müdigkeit leidet und plötzlich lieber schlafen, statt zur Gartenparty will. Diese bleierne Müdigkeit gehört ebenfalls zu den ersten Schwangerschaftssymptomen und tritt durch den Anstieg des Hormons Progesteron auf.

Schwindel – ein Schwangerschaftssymptom in den ersten sechs Monaten

Während der Schwangerschaft erhöht sich das Blutvolumen: Das Blutplasma, also die Blutflüssigkeit, nimmt nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung um 30 bis 40 Prozent zu. Die Herzfrequenz beschleunigt sich um ganze fünf bis zehn Schläge pro Minute. Gerade in den ersten sechs Schwangerschaftsmonaten ist der Blutdruck vieler Frauen niedrig – und dies kann sich auf den Kreislauf auswirken.

Besonders bei langem Stehen in schlecht belüfteten Räumen äußert sich das in Schwindel. Was hier hilft: regelmäßige Bewegung, die den Kreislauf in Schwung hält. Da Kreislaufprobleme vielfältige Ursachen haben können, empfiehlt sich im Zweifelsfall eine ärztliche Beratung.

Anzeichen für eine Schwangerschaft: Ausbleiben der Periode

All diese Anzeichen können, aber müssen also nicht auf eine bestehende Schwangerschaft hindeuten. Und wie ist es mit dem Ausbleiben der Menstruationsblutung – das ist doch bestimmt ein gesichertes Anzeichen, oder? Nicht unbedingt! Wenn Sie im fruchtbaren Zeitraum des Zyklus ungeschützten Sex hatten und die Periode danach nicht kommt, stehen die Chancen auf eine Schwangerschaft gut. Darüber hinaus kann es dafür aber auch andere Gründe geben – dazu gehören Menstruationsstörungen, Stress, die Einnahme von Medikamenten oder das Absetzen der Pille.

Manchmal kommt es aber auch zu einer kurzen Einnistungsblutung. Diese ist kürzer als die normale Regelblutung.

Sicheren Aufschluss gibt aber nur der Schwangerschaftstest! Ein Bluttest beim Frauenarzt kann durch die Bestimmung des HCG-Spiegels bereits sechs bis neun Tage nach der Befruchtung die Schwangerschaft feststellen. Zwei Tage nach dem Ausbleiben der Periode lässt sie sich durch einen Urintest aus der Apotheke zu Hause anhand des Morgenurins selbst bestimmen. Frühestens eine Woche nach dem Ausbleiben ist sie bei einer Ultraschalluntersuchung erkennbar.

Noch ein Tipp für alle, die zur natürlichen Familienplanung regelmäßig ihre Temperatur messen: Als ein erstes Anzeichen für die Schwangerschaft gilt es, wenn die Körpertemperatur kurz vor der eigentlich auftretenden Regelblutung nicht absinkt, sondern weiterhin hoch bleibt.

Auch bei einer Eileiterschwangerschaft treten Schwangerschaftsanzeichen auf: Hier erfahren Sie alles, was Sie dazu wissen müssen. Symptome, dass es sich um eine Schwangerschaft im Eileiter handelt, kommen jedoch erst nach der sechsten Woche hinzu.

Sie interessieren sich für die Studie aus dem JAMA Internal Medicine Journal? Hier können Sie die Ergebnisse der Studie im Original nachlesen.

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