20.06.2018

Entspannt auftreten 12 Tipps für gesunde Füße: Fußpflege nicht vernachlässigen!

Tipps für gesunde Füße

Unsere Füße vernachlässigen wir viel zu sehr – dabei sind sie so wichtig! Was Sie tun können, um Ihre Treter bei Laune zu halten.
Di, 11.09.2018, 16.38 Uhr

Tipps für gesunde Füße

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Unsere Füße vernachlässigen wir viel zu sehr – dabei sind sie so wichtig! Was Sie tun können, um Ihre Treter bei Laune zu halten.

Sie werden tagtäglich belastet – und doch kümmern wir uns eigentlich viel zu wenig um sie. Dabei können wir uns mit der richtigen Pflege und gutem Umgang viele Schmerzen ersparen. Unsere 12 Tipps für gesunde Füße bringen Sie auch durch Tage, an denen Sie viel unterwegs sind.

Tipps für gesunde Füße: Gut für den ganzen Körper

Unsere Füße sind nicht nur dafür verantwortlich, uns zu tragen. Sie stabilisieren vielmehr unseren ganzen Körper und haben Einfluss auf viele Bereiche. In ihnen bündeln sich nämlich viele Nervenenden. Geht es unseren Füßen schlecht, leiden wir insgesamt auch mehr. Zeit also, sich ein wenig mehr um sie zu kümmern:

Die richtigen, passenden Schuhe sind sehr wichtig

Passende Schuhe: Generell sollten Sie darauf achten, dass das Schuhwerk, das Sie auswählen, auch passt. Das Argument "Aber die sehen doch sooo schön aus!" zählt nicht, wenn Sie schmerzfrei durchs Leben laufen wollen und Ihren Beinfortsätzen keine langsam voranschreitenden Fehlstellungen zumuten möchten.

Drückende Schuhe rufen schnell Schwielen herbei, die sich weiterentwickeln können zu Hühneraugen und anderen Fußproblemen. Zudem kann es sein, dass sich die gequetschten Fußknochen in ihrer Not neue Wege suchen, und es so auf Dauer zu Fußfehlstellungen kommt – zum Beispiel zum Hallux Valgus, dem sogenannten Ballenzeh.

Flaches, bequemes Schuhwerk: Da kommen wir auch schon zum nächsten Punkt: Greifen Sie möglichst auf flaches, gut passendes Schuhwerk zurück. Denn gerade wer oft enge High Heels trägt, läuft Gefahr, sich später mit einem Hallux valgus herumschlagen zu müssen. Auch quetschende Peep Toes oder zu enge Sandalen schieben Zehen und andere Fußknochen auf Dauer in die falsche Position.

Und auch direkt an der Haut können enge Schuhe Probleme bereiten – in Form von Blasen. Die sollten Sie nicht einfach aufstechen oder aufkratzen! Entzündungsgefahr! Behandeln Sie die desinfizierte Stelle lieber mit einem Blasenpflaster. Dieses kleben Sie auf die entsprechende Stelle – und dort bleibt es auch so lange, bis es sich von selbst löst.

Im besten Fall sind die auserwählten, passenden, flachen Schuhe dann auch noch atmungsaktiv. Das verhindert, dass sich Fußschweiß bildet – denn der riecht nicht nur unangenehm, sondern kann auch dafür sorgen, dass die Fußhaut aufquillt und sich bei Reibung schneller verletzt.

Wer viel zu Fuß unterwegs ist, sollte auch auf die Dämpfung der Schuhe achten. Diese sollte nicht zu hart sein, damit die Knochen (übrigens im ganzen Körper) nicht zu sehr belastet werden. Eine zu weiche Dämpfung aber ist auch nicht gut. Müssen es doch feste Schuhe sein, achten Sie auf gutes, atmungsaktives Material und tragen Sie wenn möglich Baumwollsocken.

Wenn’s geht: Lieber mal barfuß laufen

Schuhe öfter wechseln: Ihre Schuhe sollten Sie zudem hin und wieder wechseln und die, die Sie gerade nicht tragen, auch einmal waschen oder desinfizieren. Gerade wer in seinen Schuhen schwitzt, sollten dem Material immer ausreichend Zeit zum Trocknen geben. Sonst können die Schuhe anfangen zu stinken – und das geht schnell auf den Fuß über. Ebenso übrigens wie lästiger Fußpilz, der sich vor allem im warm-feuchten Milieu wohlfühlt.

Barfuß laufen: Die meiste Frischluft gewähren Sie Ihren Füßen, wenn Sie von Zeit zu Zeit die Schuhe gegen Socken oder Luft austauschen. Barfuß laufen ist zudem das wohl beste Training für die Fußmuskulatur. Barfuß unterwegs zu sein lohnt sich – nicht unbedingt in der Stadt, aber auf jeden Fall zuhause, gerne auch im eigenen Garten, sofern vorhanden.

Fußtraining stärkt die Muskeln und entspannt

Fußübungen: Aber auch sonst sollten Sie Ihre Füße trainieren. Lockere Fußübungen kräftigen nicht nur die Muskulatur, sondern entspannen die Füße auch nach einem langen, anstrengenden Tag. Lassen Sie Ihre Füße dazu am Fußgelenk leicht kreisen und kräuseln Sie Ihre Zehen. Hilfsmittel wie Handtücher, die Sie mit den Zehen aufgreifen und halten, tun ihr Übriges.

Fußmassage: Daran im Anschluss bietet sich eine Fußmassage an – entweder mit einem Tennis- oder einem Massageball, über den Sie die Füße eine Zeitlang rollen lassen. Oder aber selbst mit den Händen. Perfekt ist das Verwöhnprogramm natürlich, wenn der Partner oder eine liebe Freundin – oder der professionelle Masseur – sich um Ihre Füße kümmert und sie richtig durchknetet. Das fördert die Durchblutung und lockert die Muskulatur – fühlt sich dazu aber auch noch richtig gut an.

Mit dem Daumen streichen Sie mit ein wenig Druck vom Knöchel an über den Fußspann bis zu den Zehen. An der Ferse eignen sich feste, kreisende Bewegungen, um die Durchblutung unter der meist recht dicken Haut anzuregen. An den Fußballen gehen Sie ähnlich vor, die Fußmitte können Sie mit einer Mischung aus kreisenden und streichenden Bewegungen massieren. Für jede Zehe sollten Sie sich zudem extra Zeit nehmen und locker mit Daumen und Zeigefinger massieren.

Gute Fußhygiene ist das A und O

Fußhygiene: Bevor Sie Ihrem Partner aber Ihre vom Tag strapazierten Stinkefüße unter die Nase halten, sollten Sie auf eine entsprechende Fußhygiene achten. Die fängt bereits morgens an: Vergessen Sie nicht, Ihre Füße ebenso wie den Rest Ihres Körpers zu waschen – und zwar überall! Seifen Sie ruhig auch zwischen den Zehen ein – und trocknen Sie die Haut danach auf jeden Fall gut. Soll es danach direkt in festes Schuhwerk gehen, hilft auch ein Fußdeo mit Zinkoxid. Das kühlt, trocknet und hält Pilze fern.

Mit einer feuchtigkeitsspendenden, aber gut einziehenden Creme, zum Beispiel auf Basis von Olivenöl oder mit Urea, halten Sie die Fußhaut geschmeidig und beugen zudem Fußpilz und Hornhaut vor. Auch Risse aufgrund trockener Haut werden so verhindert.

Fußbäder und Wechselduschen: Noch mehr Tipps für gesunde Füße gesucht? Morgens bringen Sie Ihre Treter mit einer Wechseldusche in Schwung. Und ein Fußbad am Abend mit einem Badezusatz oder einfachem Kochsalz hilft, die Füße wieder zu revitalisieren und zu desodorieren.

Im Sommer können heiße Füße zum Problem werden. Sorgen Sie hin und wieder für Abkühlung.

Nagelpflege und Hornhautentfernung: Anschließend bietet sich die Nagelpflege an, denn jetzt sind die Nägel schön weich: Halten Sie Ihre Fußnägel am besten immer gut gekürzt – am besten mithilfe eines Knipsers – und entfernen Sie Dreck und sich unter den Nägeln ansammelnde Fusseln regelmäßig. Am besten Nägel gerade schneiden und Ecken nur mit der Feile etwas abrunden. So haben Zehennägel wenig Chancen, einzuwachsen.

Auch überschüssiger Hornhaut können Sie jetzt, nach etwa 10 Minuten aufweichendem Fußbad, mit Bimsstein & Co. auf die Pelle rücken. Auf Hornhaut-Hobel sollten Sie aber aufgrund der Verletzungsgefahr verzichten. Hühneraugen zum Beispiel können Sie mit einem entsprechenden Pflaster oder einer Paste aufweichen und dann vorsichtig mit Bimsstein entfernen. Eine Paste aus fünf Aspirin-Tabletten vermischt mit 1/2 Teelöffel Wasser und 1/2 Teelöffel Zitronensaft zum Beispiel eignet sich: Einfach auf das Hühnerauge auftragen, Handtuch und Plastiktüte darum, 15 Minuten einwirken lassen und anschließend abtragen. Bei großen Hühneraugen sollten Sie aber bei einem Arzt nachfragen.

Pediküre bis Orthopäde: Helfer vom Fach konsultieren

Medizinische Fußpflege: Hin und wieder zahlt sich ein Besuch bei der Pediküre durchaus aus – etwa, wenn Sie selbst Probleme haben, die Fußnägel richtig zu behandeln. Ist ein Zehennagel dabei, einzuwachsen, halten Sie die Schmerzen nicht aus, sondern suchen Sie eine medizinische Fußpflege auf – bevor sich das Nagelbett entzündet.

Orthopädie: Und vor dem Orthopäden müssen Sie keine Angst haben. Der Facharzt kann Fußfehlstellungen schnell erkennen und geeignete Maßnahmen ergreifen. Bei Senk- und Spreizfuß oder auch Plattfuß lassen sich spezielle Einlagen nutzen – so lässt sich auch ein beginnender Hallux Valgus in Schach halten. Und wenn letzterer bereits weit fortgeschritten ist, gibt es mittlerweile spezielle Operations-Methoden mit zu Knochen werdenden Schrauben, um den Ballenzeh wieder loszuwerden.

Füße hochlegen: Wer viel unterwegs ist, für den gilt: Abends ruhig mal die Füße hochlegen. Das tut nämlich nicht nur Ihren Gehwerkzeugen gut, sondern entspannt auch Sie im Ganzen. Abschalten und zumindest für ein paar Minuten einmal die Gedanken schweifen lassen hilft Körper und Geist gleichermaßen, sich nach einem langen Tag zu regenerieren. Und wenn dann am nächsten Tag dank unserer Tipps für gesunde Füße das Wohlbefinden weitergeht – perfekt!

Noch mehr wertvolle Tipps zum Thema Füße hält unsere Themenseite für Sie bereit. Schauen Sie rein!

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