15.10.2018

Für entspannte Füße Mit der Ayurveda-Fußmassage Energiepunkte aktivieren

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Bei der Ayurveda-Fußmassage werden neben den Füßen auch die Unterschenkel behandelt.

Foto: iStock/Ridofranz

Bei der Ayurveda-Fußmassage werden neben den Füßen auch die Unterschenkel behandelt.

Für beanspruchte Füße ist eine Ayurveda-Fußmassage genau das Richtige. Wie die Anwendung wirkt und worauf Sie achten sollten, erfahren Sie hier.

Auf großem Fuß leben, Fuß fassen, auf eigenen Füßen stehen – es gibt so viele Redewendungen, die sich um dieses Körperteil drehen, dass klar ist: Den Füßen wurde und wird seit jeher eine große Bedeutung zugemessen. Schließlich tragen sie uns vom Zuhause zum Job, in den Supermarkt, auf Reisen – einfach immer und überall hin. Eine Pause? Gibt es für die Treter kaum. Daher tut Ihnen Entspannung hin und wieder gut. Ayurveda, die indische "Lehre des Lebens", hält dafür eine spezielle Behandlung bereit: die Ayurveda-Fußmassage.

Was ist eine Ayurveda-Fußmassage?

Die Ayurveda-Fußmassage geht über die Reflexzonenmassage hinaus und behandelt nicht nur Zehen, Fußsohlen und -rücken, sondern außerdem noch die Unterschenkel bis zum Knie hinauf. Im Zentrum dieser Therapie stehen die sogenannten Marmapunkte, die die Verbindung zum gesamten Körper sein sollen.

Denn genau hier, an den Füßen, sitzen unwahrscheinlich viele Energiepunkte, die durch Organe und Nerven bis zum Kopf hinauf reichen. Durch Padabhyanga, so das indische Wort für Ayurveda-Fußmassage, sollen genau diese Punkte aktiviert werden und die Energie im Körper im Fluss bleiben.

Lesen Sie mehr darüber, was Ayurveda eigentlich ist.

Anwendung der Ayurveda-Fußmassage

Die Behandlung startet in der Regel mit einem reinigenden Fußbad. Schließlich will der Schmutz des Alltags sichtlich und sinnbildlich weggewaschen werden. Danach legt man sich auf eine Liege und lässt sich die Füße massieren – Padabhyanga gilt auch als tolle Partnermassage – oder massiert sich alternativ einfach selbst. Regelmäßige Anwendungen, etwa 15 Minuten täglich, sollen den Massierten und dessen Füße langfristig entspannter machen. Klingt gut? Ist es auch.

Bei der ayurvedischen Fußmassage werden die Füße vom Masseur nicht etwa klassisch geknetet; vielmehr wird mit der flachen Hand und streichenden sowie kreisenden, sanft drückenden Bewegungen gearbeitet. Der/Die MasseurIn hält sich während der Ayurveda-Fußmassage übrigens häufig um die Marmapunkte herum auf. Denn die brauchen die meiste Aufmerksamkeit, damit die Energie ungehindert durch den Körper fließen kann.

Gearbeitet wird ganz klassisch mit Ghee, einer indischen Butter, oder Ölen wie Sesam- oder Mandelöl. Wer mag, kann noch ätherische Öle hinzufügen, damit die Behandlung zu einer duftenden Anwendung wird. Ob nun Ghee oder Öl: Beides wird vorab auf Körpertemperatur erwärmt, um der Haut an den Füßen so schonend wie möglich zu begegnen. In der Regel dauert die Ayurveda-Fußmassage wohltuende 40 Minuten, der rund zehn Relax-Minuten folgen, damit die Anwendung ihre volle Wirkung entfalten kann.

Wirkung der Ayurveda-Fußmassage

Die Stimulierung der Marmapunkte hat die Kraft, sich auf den ganzen Körper auszuwirken – auch auf die Sehkraft. Sie soll mittels einer sogenannten Kasya-Schale angeregt werden. Dabei wird das metallische Gefäß intensiv über die Fußsohlen gerieben, um so die Energiebahnen zu aktivieren, die geradewegs zu den Augen führen.

Darüber hinaus kann die Ayurveda-Fußmassage gegen Ängste sowie Schlaflosigkeit wirken, innere Unruhe besänftigen, Nervosität mindern und dem Behandelten insgesamt neue Lebensenergie einhauchen.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt bei der Behandlung mit reichhaltigen Substanzen wie Ölen oder Ghee ist die Pflegewirkung. So wird trockene, rissige Haut an den Füßen prima durchfeuchtet und, nach der Ayurveda-Fußmassage in Socken gepackt, tiefenwirksam gepflegt.

Die Wirkung im Überblick:

  • regt die Sehkraft an
  • hilft gegen Ängste und Schlaflosigkeit
  • besänftigt innere Unruhe
  • mindert Nervosität
  • pflegt trockene, rissige Haut

Nicht ratsam hingegen ist eine solche Behandlung bei Fußverletzungen, akuten Thrombosen oder Venenentzündungen.

Nach ayurvedischer Lehre werden wir in drei so genannte Doshas eingeteilt: Vata, Pitta und Kapha. Erfahren Sie, welcher Ayurveda-Typ Sie sind.

Ayurveda-Fußmassage: Schritt für Schritt zur Entspannung

Mit diesen einfachen Schritten und etwas Übung kann man sich und seinen Füßen auch zu Hause etwas Gutes tun und kleine Auszeiten für die wohl wichtigsten Körperteile schaffen:

  1. Geben Sie etwa angewärmtes Ghee oder Öl auf Ihre Füße.
  2. Streichen Sie die Pflege aufwärts in Richtung der Waden bis zu den Knien etwa zwei- bis dreimal auf und ab.
  3. Streichen Sie um die Fußknöchel herum und entlang der Achillessehne.
  4. Massieren Sie in kreisenden Bewegungen Ihre Füße – also Sohlen, Außenseiten, Fersen, Fußrücken, Zehen.
  5. Entfernen Sie nach der Ayurveda-Fußmassage überflüssiges Ghee oder Öl und legen Sie Ihre Füße hoch.

Entdecken Sie auf unseren Themenseiten noch mehr Tipps für schöne Füße sowie weitere Ratgeber rund um die Naturheilkunde.

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