11.06.2018

Pochender Kopfschmerz Die besten Tipps gegen Migräne

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Vor allem Frauen leiden häufig unter Migräne. Lesen Sie hier, wie Sie die Anfälle am besten behandeln können und die besten Tipps gegen Migräne.

Foto: imago/Westend61

Vor allem Frauen leiden häufig unter Migräne. Lesen Sie hier, wie Sie die Anfälle am besten behandeln können und die besten Tipps gegen Migräne.

Viele Menschen leiden unter Migräneattacken. Doch wie bekommt man den gefürchteten Kopfschmerz in den Griff? Hier finden Sie die besten Behandlungs-Tipps gegen Migräne.

Sie kommt immer dann, wenn man sie am wenigsten gebrauchen kann: Die Migräne. Der plötzlich auftretende pochende Kopfschmerz geht oft einher mit Übelkeit und Appetitlosigkeit, außerdem reagieren viele Patienten während der Attacke empfindlicher auf Licht und Lärm. Lesen Sie hier die besten Tipps gegen Migräne.

Kopfschmerz-Attacke? Die besten Tipps bei Migräne

Besonders häufig leiden Frauen unter Migräneattacken: Rund 13 Prozent werden regelmäßig vom unangenehmen Schmerz lahmgelegt, dagegen haben nur etwa sieben Prozent der Männer Migräne. Frauen klagen besonders häufig vor und während der Menstruation über die schmerzhaften Symptome. Die Auslöser für Migräne sind vielseitig. Sowohl Stress und Reizüberflutung, als auch Schlafmangel bedingen die Entstehung des Kopfschmerzes. Trinkt man zu wenig, steigt das Risiko einer Migräne-Attacke außerdem an. Auch eine genetische Veranlagung kann Migräne begünstigen.

Doch was sind die besten Mittel gegen Migräne? Wir zeigen Ihnen die neuesten Methoden und wie wirksam sie sind.

Medikamente gegen Migräne

Es gibt zwei Möglichkeiten der medikamentösen Behandlung: Entweder wird während des Migräne-Anfalls behandelt in Form einer Akuttherapie oder als Vorbeugung zwischen Migräne-Anfällen. Diese Phase nennt sich Prophylaxe. Darunter fällt auch die Botox-Behandlung, die wir im mittleren Teils des Artikels erläutern.

Bei leichten Symptomen helfen als Akuttherapie handelsübliche Schmerzmittel wie Ibuprofen, Paracetamol oder Diclofenac. Diese können außerdem mit einem Mittel gegen Übelkeit ergänzt werden. Schwere Anfälle werden mit Triptanen behandelt. Da bei einer Migräne-Attacke Botenstoffe wie Serotonin und Noradrenalin fehlreguliert werden, sollen Triptane wieder für Gleichgewicht im Gehirn sorgen und die Ausbreitung von Schmerzreizen hemmen.

Migräne-Impfung

Nur ein Pieks – und der Kopfschmerz ist weg? Das sagen zumindest Mediziner. Wenn das so reibungslos funktionieren würde, wäre die Impfung der perfekte Tipp gegen Migräne. Aber Patienten müssen sich aktuell noch gedulden. Spätestens Ende des Jahres soll ein neuer Wirkstoff auf den Markt kommen, der Migräne bekämpfen soll. Betroffene bekommen bei der neuen Therapie-Methode alle vier bis sechs Wochen Antikörper gespritzt. Diese Proteine sollen im Gehirn einen Botenstoff blockieren. CGRP (Calcitonin Gene-Related Peptide) löst nämlich nicht nur viele Migräneattacken aus, sondern sorgt auch für die Weiterleitung des Schmerzes.

Forscher führten zur Migräne-Impfung Untersuchungen mit Betroffenen durch. Die ersten Prognosen klingen vielversprechend: Bei 50 Prozent der Studienteilnehmer halbierte sich nach den Spritzen die Anzahl der Attacken, bei 15 Prozent verschwanden sie sogar ganz. Die unterschiedlichen Ergebnisse zeigen aber auch, dass die Bedeutung von CGRP von Patient zu Patient variiert. Eine Heilungs-Garantie gibt es deswegen nicht.

Nicht immer ist es Migräne, auch normale Kopfschmerzen können extrem störend sein. Hier finden Sie natürliche Tipps gegen Kopfschmerzen.

Kopfschmerzen natürlich behandeln

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Botox-Injektionen

Das berühmte Nervengift erfreut sich vor allem in Hollywood großer Beliebtheit. Denn Schauspieler und Prominente unterspritzen mit Botox vor allem gerne ihre Stirnfalten, um jünger auszusehen. Doch nicht nur für die Schönheits-Industrie ist Botox ein wichtiger Wirkstoff. Auch Migräne-Patienten kann damit geholfen werden.

Seit einiger Zeit ist Botox nämlich für die Behandlung von Migräne zugelassen. Das Botulinumtoxin Typ A hemmt bei der Injektion die Freisetzung des Neurotransmitters Acetylcholin. Das wiederum bewirkt, dass die Übertragung von Nervenimpulsen zum Muskel kurzfristig gehemmt ist. Auf diese Weise soll Entspannung eintreten.

Doch diese Behandlung ist nicht für jeden gedacht. Denn Botox wird vor allem bei Betroffenen mit chronischer Migräne eingesetzt, bei denen andere Medikamente nicht zielführend waren. Die Spritzen werden daher prophylaktisch, also vorbeugend, vor einer Migräne-Attacke gesetzt. Ziel ist also nicht, die Migräne dauerhaft auszuschalten, sondern den Kopfschmerz zu lindern. Die Kosten für die Behandlung übernehmen einige Krankenkassen – allerdings nur, wenn eine chronische Migräne klar diagnostiziert ist.

Zitrusfrüchte meiden

Es gibt aber auch Tipps gegen Migräne, die Sie ganz einfach in Ihren Alltag integrieren können. Das fängt schon beim Essen an. Ein frischgepresstes Glas Orangensaft zum Frühstück gehört für viele so dazu wie die Butter zum Brot. Doch Migräne-Betroffene sollten den leckeren Drink meiden und auch sonst weitgehend auf den Verzehr von Zitrusfrüchten verzichten. Denn sie enthalten Histamine und Tyramide. Diese Stoffe können Migräne-Anfälle auslösen. Auch Trockenobst, einige Konserven, kandierte Früchte und überreifes Obst können problematisch sein bei Migräne-Patienten. Also besser: Finger weg! Erfahren Sie hier mehr, über Ernährung bei Migräne, und ob Sie die Schmerzen einfach wegessen können?

Mehr Artikel und Informationen rund um lästige Migräne finden Sie auf unserer Themenseite.

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