23.07.2018

Deo, Kleidung, Ernährung... Mit diesen Tipps lässt sich Achselschweiß verhindern

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Im Sommer oder bei starken Temperaturunterschieden zwischen draußen und drinnen kann die Schweißproduktion auf Hochtouren laufen. Wir geben Tipps, mit denen Sie Achselschweiß verhindern können.

Foto: iStock/gilaxia

Im Sommer oder bei starken Temperaturunterschieden zwischen draußen und drinnen kann die Schweißproduktion auf Hochtouren laufen. Wir geben Tipps, mit denen Sie Achselschweiß verhindern können.

Feuchte Achseln sind nicht nur im Sommer unangenehm. Mit diesen Tipps lässt sich Achselschweiß verhindern. Verwenden Sie zum Beispiel das Deo richtig?

Achselschweiß zählt für viele Menschen zu den unangenehmen Begleiterscheinungen des Sommers. Die feuchten Achselhöhlen fühlen sich nicht nur unangenehm an. Wenn sich auf der Kleidung unter den Armen dunkle Kreise bilden, wird das häufig als peinlich empfunden. Glücklicherweise gibt es einfache Tipps, um bei Sommerhitze übermäßigen Achselschweiß zu verhindern.

Zunächst einmal gilt selbstverständlich die Einsicht: Schwitzen ist ganz natürlich und überlebensnotwendig. Der Schweiß verdunstet auf der Hautoberfläche. Er sorgt auf diese Weise für einen Kühlungseffekt, der sich bis ins Innere des Körpers auswirkt. Das ist vor allem bei körperlicher Aktivität und bei hohen Außentemperaturen nötig, damit der Körper nicht überhitzt.

Schweiß hält zudem die Haut geschmeidig und reguliert ihren pH-Wert. Manchmal scheint es die Natur in puncto Transpiration aber etwas zu gut zu meinen. Nicht selten leisten zudem Betroffene selbst durch bestimmte Verhaltensweisen unwillentlich ihrem starken Schwitzen Vorschub.

Achtung: Hier ist nicht die Rede von einer krankhaft übermäßigen Schweißproduktion (Hyperhidrose) oder Transpiration als Begleiterscheinung einer Erkrankung. Wenn Sie lange und ohne ersichtliche Ursache stark schwitzen, sollten Sie umgehend einen Arzt zu Rate ziehen. Auch hormonelle Umstellungen oder Medikamente können Transpiration begünstigen.

Achselschweiß verhindern: Deo richtig verwenden

Im Grunde scheint das Benutzen von Deodorant selbsterklärend zu sein. Hier lässt sich aber erstaunlich viel falsch machen. Der Grund liegt in der Wirkungsweise von Deos. Sie bekämpfen je nach Zusammensetzung nur den Schweißgeruch oder aber unterdrücken direkt die Bildung von Achselschweiß.

Bei Antitranspirations-Produkten (in Form von Spray, Roller, Stick oder Creme erhältlich) kommen Aluminiumsalze zum Einsatz. Sie verschließen für gewisse Zeit die Ausgänge der Schweißkanäle. Diese Deos wirken also vorsorglich. Viele Menschen benutzen den Schutz jedoch erst kurz bevor sie das Haus verlassen. Da hat das Produkt meist nicht genug Zeit, um seine Wirkung zu entfalten und so Achselschweiß zu verhindern.

Was Sie beachten sollten, damit das Antitranspirant seine Schutzwirkung optimal entfalten kann:

  • Um Achselschweiß optimal zu bekämpfen, muss das Antitranspirant bereits vor dem Zubettgehen benutzt werden.
  • Wer morgens duscht, reinigt die Armhöhlen dann mit Wasser und Seife. Gleich nach dem Aufstehen beziehungsweise nach der morgendlichen Dusche kommt das Deo erneut zum Einsatz.
  • Deos sollen dabei stets auf sauberer, trockener Haut aufgetragen werden.
  • Achten Sie bei einem Spray darauf, die Flasche vor der Verwendung kräftig zu schütteln. So mischen sich die Inhaltsstoffe gut durch.

Erfahren Sie mehr darüber, welches Deo – Spray Roll-On oder Creme – nun das Richtige ist. Deo-Flecken sind eines der Dinge, die eigentlich gar nicht erst entstehen sollen. Lesen Sie, mit welchen Tricks Sie die lästigen Flecken und weitere übliche Beauty-Pannen im Sommer vermeiden können.

Aluminiumsalze: Der kontroverse Schweißhemmer

Auch wenn trockene Achselhöhlen äußerst reizvoll erscheinen: Aluminiumsalze zählen zu den umstrittenen Inhaltsstoffen in der Kosmetikbranche. Sie wurden mit der Entwicklung von Alzheimer und Entstehung von Brustkrebs in Verbindung gebracht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) meinte dazu im Jahr 2015: "Bislang konnte wissenschaftlich kein kausaler Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Aluminium aus kosmetischen Mitteln und der Entstehung von Krebs, insbesondere Brustkrebs, belegt werden."

Allerdings sah das BfR weiteren Forschungsbedarf. Es rät dazu, Antitranspirantien nicht unmittelbar nach der Rasur oder auf verletzter Achselhaut aufzutragen. Dadurch könne die Aluminiumaufnahme gesenkt werden.

Immer mehr Deos verzichten auf Aluminiumsalze. Bei ihnen sollen "natürliche" Inhaltsstoffe wie Zink, Natron und ätherische Öle gegen Achselschweiß wirken.

Nicht nur Aluminiumsalze stehen in der Kritik. Lesen Sie dazu, wie Sie giftige Inhaltsstoffe in Cremes und Kosmetik erkennen können.

Achselschweiß mit der richtigen Kleidung verhindern

Manchmal liegt die Lösung für schwitzende Achseln auf der Hand – oder besser gesagt: auf der Haut. Kunststofffasern werden von der Modeindustrie als billiges Material geschätzt. Diese Textilien können aber das Schwitzen verstärken. Das gilt insbesondere, wenn die Stoffe dicht gewebt sind und dadurch kaum Luft an die Haut lassen. Dann staut sich die Körperwärme unter den billigen Synthetikfasern schneller. Außerdem nehmen sie weniger Schweiß auf als natürliche Materialien wie Wolle oder Baumwolle. Die Folge: ein schweißgebadeter Körper.

Ein luftiges Trägerkleid aus 100 Prozent Polyester stellt leider nur bedingt einen Kompromiss dar. Die Achseln mögen darin schön trocken bleiben. Dafür klebt das modische Kleidungsstück mit Treibhauseffekt vermutlich schnell am Rest des Körpers. Setzen Sie generell auf Bekleidung aus natürlichen Fasern, um Achselschweiß verhindern zu können. Das ist übrigens auch im Winter eine gute Strategie, um bei starken Temperaturunterschieden zwischen draußen und drinnen nicht zu zerfließen.

Erfahren Sie bei uns mehr über die geeignete Kleidung gegen das Schwitzen.

Schweißgerüche aus Sportkleidung lassen sich übrigens auch beim Waschen mit Natron entfernen. Was das Allzweckmittel noch alles kann, sehen Sie im Video:

Haushaltstipps mit Natron

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Achselschweiß durch Essen verringern

Sommerliche Essgewohnheiten sorgen nicht nur am Grill für Schweißausbrüche. Vor allem scharfe Zutaten sind für ihre schweißtreibenden Eigenschaften bekannt. Wenn Sie Schweißbildung einschränken wollen, sollten Sie also auf extra pikante Gerichte verzichten beziehungsweise deren Genuss lieber in die kühleren Abendstunden verlegen.

Neben fetter, schwerer Kost können auch eiskalte Getränke Achselschweiß begünstigen. Sie sorgen zwar unmittelbar für einen angenehmen Abkühlungseffekt. Der schlägt aber rasch ins Gegenteil um. Der Körper reagiert auf den plötzlichen Temperatursturz mit erhöhter Wärmeproduktion. Daneben begünstigen anregende Substanzen wie Koffein die Schweißproduktion.

Es gibt aber auch Lebensmittel, die die Schweißproduktion herunterschrauben. Lesen Sie unseren nützlichen Ratgeber und erfahren Sie mehr über die richtige Ernährung gegen das Schwitzen.

Fazit: Geben Sie übermäßigem Achselschweiß im Sommer keine Chance. Achten Sie auf luftdurchlässige, atmungsaktive Kleidung, verwenden Sie ein schweißhemmendes Deo bereits abends und meiden Sie scharfe Speisen sowie eiskalte Getränke. Übrigens gehören auch Anspannung und Stress zu den größten Schweißtreibern. Entspannt und gelassen wird der Sommer deshalb gleich doppelt schön.

Haben Ihnen unsere Tipps, um Achselschweiß zu verhindern, gefallen? Dann entdecken Sie weitere nützliche Ratgeber rund um die richtige Hautpflege auf unserer umfangreichen Themenseite. Oben sprachen wir bereits von krankhaft übermäßiger Schweißproduktion. Was Sie bei Hyperhidrose beachten sollten, erfahren Sie auch bei uns.

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