Aktualisiert: 05.12.2019 - 10:57

Lästige Eiterpickel Haarwurzelentzündung – damit kein Furunkel daraus wird

Haut & Haare

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Haut, Haare und Nägel sind ein Spiegelbild unserer Gesundheit. Finden Sie in unseren Videos Tipps, Hintergrundwissen und Anleitungen für gesunde Haut und schöne Haare sowie Hilfestellungen bei Problemen wie Haarwuzelentzündungen.

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Wenn um eine Haarwurzel herum ein dicker Pickel wächst, ist die richtige Behandlung wichtig. Heilt er nicht vollständig aus, kann sich ein schmerzhaftes Furunkel bilden. Was Sie über Ursache und Hilfen wissen sollten.

Feuchte Haut und dann womöglich noch winzigste Verletzungen an der Haarwurzel, wie das etwa beim Rasieren entstehen kann – schon kann sich die Haarwurzel entzünden. Genauer gesagt entzündet sich dabei der Haarbalg, Fachbegriff Follikel, der die Haarwurzel wie ein winziger Sack direkt unter der Haut umgibt. Deshalb spricht der Arzt bei einer Haarwurzelentzündung oder Haarbalgentzündung auch von Follikulitis.

So erkennen Sie die Haarwurzelentzündung

Die Symptome der Haarwurzelentzündung sind eindeutig: Direkt dort, wo das Haar aus der Haut wächst, bildet sich ein stecknadelkopfgroßer, roter oder gelber Pickel, das Haar ist sozusagen der Mittelpunkt. Das Knötchen kann jucken und vor allem bei Berührung schmerzen. Betroffen können davon im Prinzip alle Bereiche des Körpers sein, auf denen Haare wachsen. Nur Handflächen und Fußsohlen sind nicht gefährdet, weil sie unbehaart sind.

Die häufigsten Ursachen und Risikofaktoren für Haarwurzelentzündung

Die Haarwurzel entzündet sich, wenn etwa die Haut durch Schweiß aufgeweicht ist und/oder Mikroverletzungen vorliegen. Dann können auf der Haut lebende Bakterien eindringen und den Haarbalg entzünden.

Dabei handelt es sich vor allem um Staphylococcus aureus, selten um Streptokokken. Staphylococcus aureus ist ein Bakterium, das bei jedem zweiten Menschen auf der Haut lebt, aber dort unproblematisch ist. In den Organismus eingedrungen, kann der Erreger jedoch unter Umständen starke Entzündungen auslösen. Aber auch ein Pilz kann Auslöser sein.

Die wichtigsten Risikofaktoren für eine Haarwurzelentzündung sind:

  • Rasieren – vor allem Achseln und Intimbereich, aber auch epilieren, waxen und Haare auszupfen
  • Peelings
  • Starkes Schwitzen über einen längeren Zeitraum hinweg
  • Langes Baden in warmem oder heißem Wasser
  • Häufiges Nutzen sehr fetthaltiger Cremes (vor allem auf Erdölbasis) – sie können die Poren verstopfen

Besonders gefährdet, eine Follikulitis zu bekommen, sind Menschen mit einer Abwehrschwäche und Diabetiker. Und auch wer unter Akne, Neurodermitis oder Psoriasis (Schuppenflechte) leidet, kann schneller eine Follikulitis entwickeln.

Haarwurzelentzündung selbst behandeln – vier Hausmittel

Häufig heilt eine Follikulitis von selbst wieder aus. Unterstützen können Sie den Heilprozess durch:

  • Hautdesinfektionsmittel, das Sie immer wieder auf die Stelle tupfen.
  • Teebaumöl auf ein Wattestäbchen geben und die entzündete Hautstelle vorsichtig damit befeuchten.
  • Warme Auflagen mit Kamillentee – Kamille wirkt gegen die Entzündung und trocknet aus.
  • Heilerde: Mit Wasser einen dicklichen Brei anrühren und ca. einen halben Zentimeter dick auftragen. 30 Minuten einwirken lassen und mit lauwarmem Wasser abspülen.

Wichtig ist, bei der Behandlung auf die Hygiene an den betroffenen Stellen zu achten. Und selbstverständlich sollten Sie auf die auslösende Faktoren in Zukunft verzichten. Das ist vor allem exzessives, unsachgemäßes Rasieren in Hautfalten. Auch sollten Sie vermeiden, "gegen den Strich", also gegen die Haarwuchsrichtung, zu rasieren. Achten Sie auf sorgfältige Hygiene beim Rasieren, desinfizieren Sie die Instrumente jedes Mal vor und nach dem Rasieren – sowie auch Ihre Haut. Benutzen Sie danach eine Salbe, die pflegt, leicht desinfiziert und heilt, etwa mit Hamamelis. Vielleicht hilft Ihnen auch unsere Themenseite Hautpflege weiter. Wie sie zum Beispiel richtig Ihre Beine rasieren, lesen Sie auch bei uns. Außerdem haben wir noch 9 Tipps zum Behandeln von Rasierpickeln für Sie.

Zuerst Haarbalgentzündung, dann Furunkel

Was Sie jedoch auf jeden Fall vermeiden sollten: an dem Pickel herumdrücken. Dann kann sich nämlich die Entzündung nach unten ausbreiten und ein Furunkel entsteht – und das ist dann wirklich schmerzhaft.

Meist müssen diese größeren, knotigen Eiteransammlungen von einem Arzt behandelt werden – etwa durch Aufschneiden, Entleeren und Antibiotikagabe.

Antibiotika sind übrigens auch die Mittel der Wahl, wenn eine Haarwurzelentzündung hartnäckig ist oder immer wieder kommt. Der Arzt kann dann Lotionen und Cremes verschreiben, die ein entsprechendes Antibiotikum enthalten, etwa gegen Staphylococcus aureus.

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