31.05.2018 - 13:43

So messen Sie zuhause Blutdruck richtig messen und Fehler vermeiden

Blutdruck richtig messen

Blutdruck richtig messen

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Gerade bei Bluthochdruck, aber auch bei anderen Erkrankungen ist regelmäßiges Checken des Blutdrucks wichtig. Worauf Sie beim Messen zuhause achten sollten.

Das regelmäßige Messen des Blutdrucks gehört bei vielen Krankheiten dazu. Gerade Patienten, die unter Bluthochdruck leiden, sollten den Wert regelmäßig kontrollieren. Dabei können aber gerade zuhause Fehler auftreten. Den Blutdruck richtig messen will also gelernt sein.

Blutdruck richtig messen für Langzeitprüfungen

Wer zuhause seinen Blutdruck messen soll, wird in der Regel vom Arzt in die richtige Vorgehensweise eingewiesen. Dennoch können sich Fehler einschleichen. Egal ob zum Auffrischen oder wenn Sie gerade erst anfangen: Wir haben Tipps für Sie, wie Sie Ihren Blutdruck richtig kontrollieren und Fehler ausschließen können, die die Werte verfälschen und sogar lebensgefährliche Folgen haben können.

Sollten Sie Symptome für Bluthochdruck aufweisen, melden Sie sich bei Ihrem Arzt, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Denn Hypertonie kann schwerwiegende Folgen haben, wenn sie nicht behandelt wird. Zur späteren Kontrolle werden Sie Ihren Blutdruck wahrscheinlich immer wieder beobachten müssen.

Als kleine Stütze – diese Blutdruckwerte gelten als normal:

  • systolischer Wert: 120-129 mmHg
  • diastolischer Wert: 80-84 mmHg

Ab einem systolischen Wert von 140 und einem diastolischen Wert von 90 und jeweils aufwärts spricht man bereits von einer Grad-1-Hypertonie.

Eine regelmäßige Blutdruckmessung kann bis zu einem gewissen Grad über einen längeren Zeitraum ähnlich einem Langzeit-EKG wirken und dem behandelnden Arzt wichtige Informationen liefern. Wichtig ist also auch genaues Notieren der Werte. Und diese Tipps sollten Sie beachten, um Fehler zu vermeiden:

Tipps zur richtigen Blutdruckmessung: Vorbereitung

Achten Sie darauf, dass die Manschette die vom Hersteller des Messgerätes empfohlene ist. Am besten lassen Sie sich beim Kauf beraten: Die Manschette sollte gut passen und sollte im Falle einer Oberarm-Manschette rund Zwei Drittel des Oberarms bedecken.

Messen Sie den Blutdruck nur, wenn Sie ruhig sind: Stress und Bewegung treiben Puls und Blutdruck in die Höhe. Tipp: Nehmen Sie sich eine halbe Stunde vorher bereits keine anstrengenden Tätigkeiten mehr vor, setzen Sie sich fünf Minuten vorher hin und vermeiden Sie außergewöhnliche Belastungen.

Auf koffeinhaltige Getränke sollten Sie vor der Messung verzichten. Auch ein Gang zur Toilette bietet sich noch einmal an, da eine volle Blase ebenfalls Stressfaktor ist.

Vor der Messung

Ziehen Sie Jacke oder Pullover aus oder schieben Sie den Ärmel entsprechend hoch. Achten Sie dabei aber darauf, dass Sie mit dem Pullover nicht Ihren Arm und damit die Blutgefäße abklemmen oder enger schnüren. Dünne Oberteile können Sie anbehalten und darüber messen.

Legen Sie das Blutdruckmessgerät auf der linken Seite an, denn hier befindet sich Ihr Herz.

Legen Sie die Manschette nicht zu fest oder zu locker an. Das verfälscht nicht nur die Messwerte, sondern kann sogar zu Verletzungen wie Blutergüssen führen.

Bei der Messung

Halten Sie den Arm so, dass das Blutdruckmessgerät sich etwa auf Herzhöhe befindet. Das erreichen Sie, indem Sie sich beispielsweise in einen bequemen Sessel mit Armlehne setzen und den Arm locker auf der Lehne ablegen. Bewegen Sie den Arm während der Messung möglichst nicht. Auch sonst sollten Sie ruhig bleiben: Beide Füße auf den Boden, Rücken angelehnt, nicht sprechen.

Nach der Messung

Stellen Sie unglaubwürdige Werte fest oder erhalten beim Messen des Öfteren eine "Arrhythmie-Warnung" oder einen Fehler (Error), sprechen Sie Ihren Arzt darauf an. Entweder liegt ein Fehler am Gerät vor, oder aber Ihr Herzschlag ist unregelmäßig. Das sollte abgeklärt werden.

Messen Sie nicht zu häufig und suchen Sie sich am Tag einen festen Zeitpunkt für die Messung aus.

Nehmen Sie blutdrucksenkende Medikamente ein, sollten Sie mit der Einnahme bis nach der Messung warten.

Werte können von Praxis-Werten abweichen

Übrigens: Dass die Werte beim Arzt oft höher sind als zuhause, kann auch an der Nervosität liegen, die schnell beim Arztbesuch aufkommen kann. Den "Weißkitteleffekt" gibt es zuhause nicht – ebenso wenig wie das umgekehrte Phänomen, die "maskierte Hypertonie". Die tritt auf, wenn der Arztbesuch als Entspannung gegenüber dem Alltagsstress gesehen wird. Aus diesen Gründen ist es also ebenfalls wichtig, den Blutdruck richtig zu messen, wenn Sie zuhause sind.

Mehr zum Thema Bluthochdruck erfahren Sie auf der Seite der Deutschen Hochdruckliga. Dort gibt es weitere Tipps, sowie Kontaktinfos für Hilfe.

Tipps für ein längeres Leben gesucht? TV-Arzt Dr. Wimmer hat da einige im Ärmel und hat sie uns verraten.

Sollten Sie unter Bluthochdruck leiden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt! Nicht richtig behandelt, kann zu hoher Blutdruck unter anderem die Organe und die Gefäße belasten und zum Beispiel zum Schlaganfall führen.

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