13.07.2018

Frauen sind öfter betroffen Geschwollene Füße im Sommer: Ursachen und Behandlungstipps

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Geschwollene Füße im Sommer sind oft richtige Spaßverderber. Lesen Sie mehr über die Ursachen der Schwellungen und was Sie dagegen tun können.

Foto: iStock/Csondy

Geschwollene Füße im Sommer sind oft richtige Spaßverderber. Lesen Sie mehr über die Ursachen der Schwellungen und was Sie dagegen tun können.

Geschwollene Füße bei Hitze im Sommer können harmlos, aber auch ein Alarmsignal sein. Diese Behandlungstipps helfen gegen die Ursachen.

Warme Sommertage sind für viele Menschen eine besonders aktive Zeit. Spazieren gehen, Fahrrad fahren, mit Kindern oder Enkeln durch den Garten tollen – in der warmen Jahreszeit ist es besonders wichtig, körperlich mobil zu sein. Ärgerlicherweise ziehen geschwollene Füße im Sommer schnell einen Strich durch die Planungen Bei hohen Temperaturen können die Füße dick werden. Manchmal schwellen sie so stark an, dass geschlossene Schuhe keine Option mehr darstellen. Frauen sind leider besonders betroffen. Was sind die Auslöser und welche Behandlungstipps versprechen schnelle Linderung?

Geschwollene Füße im Sommer: Das sind die Ursachen

Geschwollene Füße und Beine stellen nicht nur im Sommer ein Problem dar. Häufig sind auch Menschen betroffen, die von Berufs wegen lange stehen oder sitzen müssen. Ein Grund dafür liegt auf der Hand: Durch die Erdanziehung sammelt sich das Blut leichter in den unteren Extremitäten, also in den Füßen und Unterschenkeln. Beim statischen Herumstehen oder -sitzen hat die Gravitation leichteres Spiel. Außerdem ist der Kreislauf durch die mangelnde Bewegung auf Sparflamme geschaltet.

Im Sommer kommt erschwerend die heiße Außentemperatur hinzu. Um eine Überhitzung des Körpers zu verhindern, muss der Körper Wärme abgeben. Das geschieht unter anderem, indem sich die Blutgefäße erweitern. Dadurch verlangsamt sich die Blutzirkulation. Die Venen werden durchlässiger. Sie geben deshalb mehr Flüssigkeit ins Gewebe ab und können schlechter Flüssigkeit aus dem Gewebe abtransportieren. Die Folge: dicke Füße und Beine.

Frauen leiden besonders häufig unter geschwollenen Füßen und Beinen. Ihr Bindegewebe ist im Vergleich zu Männern meist schwächer ausgebildet und kann die Venen schlechter stabilisieren. Diese Faktoren erhöhen außerdem das Risiko für dicke Beine und Füße:

  • Schwangerschaft
  • Übergewicht
  • zu wenig trinken
  • langes Stehen und Sitzen

Lesen Sie auch, mit welchen Lebensmitteln Sie Ihr Bindegewebe stärken und straffen können.

Was Sie gegen geschwollene Füße tun können

Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, um dicke Füße und Beine loszuwerden oder sie gar nicht erst entstehen zu lassen.

  • Bewegung: Bewegung ist die beste Strategie gegen geschwollene Füße bei Hitze. Anstrengendere Aktivitäten sollten aber lieber in die kühleren Abendstunden verlegt werden. Schwimmen ist optimal: Der Körper wird im frischen Nass auf natürliche Weise abgekühlt. Außerdem bietet der leichte Wasserdruck eine Massage, die Wassereinlagerungen entgegenwirkt. Perfekt sind auch Fahrradfahren oder ein gemütlicher Spaziergang am frühen Abend.
  • Füße hochlegen: Sie müssen oft lange sitzen oder stehen? Versuchen Sie dann, zwischendurch häufiger mal die Füße hochzulegen. Das Blut kann dann leichter zurück zum Herzen gepumpt werden und der Druck in den Venen verringert sich. Wippen Sie im Stehen regelmäßig auf den Fußballen und vermeiden Sie es beim Sitzen, die Beine übereinanderzuschlagen.
  • Kalter Guss: Kaltes Wasser bringt müde, geschwollene Füße schnell wieder auf Trab. Bereits kaltes Abbrausen in der Dusche oder ein kaltes Fußbad bringt Linderung. Besonders effektiv ist die Verbindung aus kaltem Wasser und Bewegung. Zum Wassertreten müssen Sie nicht unbedingt in die Kneipptherme fahren. Bereits ein großer, hoher Eimer oder die Badewanne reicht aus. Füllen Sie das Gefäß bis zur Wade mit kaltem Wasser (etwa 8 bis 18 Grad Celsius). Treten Sie nun langsam wie ein Storch auf der Stelle. Wichtig: Achten Sie unbedingt auf eine rutschfeste Unterlage. Gegebenenfalls sollte auch eine Möglichkeit zum Festhalten bestehen. Das Wassertreten sollte maximal zwei Minuten dauern. Schon eine halbe Minute kann bei sehr kaltem Wasser ausreichen. Muten Sie Ihrem Kreislauf nicht zu viel zu.
  • Ernährung: Ihr Körper hat bei Hitze schon genug zu leisten. Belasten Sie ihn nach Möglichkeit nicht zusätzlich durch schwere Kost und viel Alkohol. Leichte Rezepte mit viel Gemüse sind bei einer Neigung zu dicken Füßen die bessere Wahl. Dasselbe gilt für mehrere kleine Mahlzeiten anstelle von großen Portionen. Kalorienarme Snacks für zwischendurch halten den Hunger in Schach.
  • Schuhwerk: Wenn Sie vorsorglich lieber gleich auf luftige Sandalen anstatt auf Turnschuhe mit Wärmestaugefahr setzen, kommen Sie unbeschwerter durch den Sommer – ganz ohne geschwollene Füße trotz größter Hitze. Sehen Sie selbst, wie modisch und angesagt Pantoletten sind.

Geschwollene Beine? Sehen Sie im Video, was Sie dagegen tun können:

Geschwollene Beine

Geschwollene Beine

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Ab wann werden geschwollene Füße gefährlich?

Wenn Sie nur ab und zu unter geschwollenen Füßen und Beinen leiden, dürfte kein Grund zur Besorgnis bestehen. Treten die Symptome aber häufiger auf oder werden sie gar zum Dauerzustand, sollten Sie unbedingt sofort Ihren Arzt um Rat fragen. Es drohen Krampfadern oder Venenentzündungen. Womöglich sind die Adern sogar grundsätzlich geschwächt und damit die Blutzirkulation insgesamt gestört.

Lesen Sie mehr über die Volkskrankheit Krampfadern und warum Frauen häufiger davon betroffen sind.

Außerdem können die geschwollenen Füße im Sommer durch krankhafte Flüssigkeitseinlagerungen, die Ödeme, verursacht werden. Diese deuten unter Umständen auf eine chronische Herzschwäche hin. Dieses Leiden führt zu einem Rückstau des Blutes vor dem Herzen, der bis in die Füße reichen kann.

Auf unserer Themenseite können Sie jede Menge Infos, Ratgeber und Beauty-Tricks rund um Füße und die richtige Fußpflege finden.

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