18.06.2019

Frauen sind öfter betroffen Geschwollene Füße im Sommer: So werden Sie schwere Beine los

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Mo, 13.08.2018, 14.02 Uhr

Geschwollene Beine

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Geschwollene Füße bei Hitze im Sommer können harmlos, aber auch ein Alarmsignal sein. Unangenehm sind sie allemal. Diese Behandlungstipps helfen und können Beschwerden schnell lindern.

Warme Sommertage sind für viele Menschen eine besonders aktive Zeit. Spazieren gehen, Fahrrad fahren, mit Kindern oder Enkeln durch den Garten tollen – in der warmen Jahreszeit ist es besonders wichtig, körperlich mobil zu sein. Ärgerlicherweise machen geschwollene Füße im Sommer solchen Planungen schnell ein Ende. Bei hohen Temperaturen können die Füße schnell dick werden. Manchmal schwellen sie so stark an, dass geschlossene Schuhe keine Option mehr darstellen, weil das Laufen dann sogar schmerzhaft wird. Frauen sind besonders betroffen. Was sind die Auslöser und welche Behandlungstipps versprechen schnelle Linderung?

Geschwollene Füße im Sommer: Das sind die Ursachen

Geschwollene Füße und Beine stellen nicht nur im Sommer ein Problem dar. Häufig sind auch Menschen betroffen, die von Berufs wegen lange stehen oder sitzen müssen. Ein Grund dafür liegt auf der Hand: Durch die Erdanziehung sammelt sich das Blut leichter in den unteren Extremitäten, also in den Füßen und Unterschenkeln. Beim statischen Herumstehen oder -sitzen hat die Gravitation leichteres Spiel. Außerdem ist der Kreislauf durch die mangelnde Bewegung auf Sparflamme geschaltet.

Im Sommer kommt erschwerend die heiße Außentemperatur hinzu. Um eine Überhitzung des Körpers zu verhindern, muss der Körper Wärme abgeben. Das geschieht unter anderem, indem sich die Blutgefäße erweitern. Dadurch verlangsamt sich die Blutzirkulation. Die Venen werden durchlässiger. Sie geben deshalb mehr Flüssigkeit ins Gewebe ab und können schlechter Flüssigkeit aus dem Gewebe abtransportieren. Die Folge: dicke Füße und Beine.

Frauen leiden besonders häufig unter geschwollenen Füßen und Beinen. Ihr Bindegewebe ist im Vergleich zu Männern meist schwächer ausgebildet und kann die Venen schlechter stabilisieren. Diese Faktoren erhöhen außerdem das Risiko für dicke Beine und Füße:

  • Schwangerschaft
  • Übergewicht
  • zu wenig Trinken
  • langes Stehen und Sitzen

Es gibt ein paar Lebensmittel, die das Bindegewebe stärken und straffen können, doch zusätzlich haben wir noch ein paar Tipps für Sie, wie Sie geschwollene Füße und Beine angehen können.

Was Sie gegen geschwollene Füße tun können

Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, um dicke Füße und Beine loszuwerden oder sie gar nicht erst entstehen zu lassen.

  • Bewegung: Bewegung ist die beste Strategie gegen geschwollene Füße bei Hitze. Anstrengendere Aktivitäten sollten aber lieber in die kühleren Abendstunden verlegt werden. Schwimmen ist optimal: Der Körper wird im frischen Nass auf natürliche Weise abgekühlt. Außerdem bietet der leichte Wasserdruck eine Massage, die Wassereinlagerungen entgegenwirkt. Perfekt sind auch Fahrradfahren oder ein gemütlicher Spaziergang am frühen Abend.
  • Füße hochlegen: Sie müssen oft lange sitzen oder stehen? Versuchen Sie, zwischendurch häufiger mal die Füße hochzulegen. Das Blut kann dann leichter zurück zum Herzen gepumpt werden und der Druck in den Venen verringert sich. Wippen Sie im Stehen regelmäßig auf den Fußballen und vermeiden Sie es, beim Sitzen die Beine übereinanderzuschlagen.
  • Kalter Guss: Kaltes Wasser bringt müde, geschwollene Füße schnell wieder auf Trab. Bereits kaltes Abbrausen in der Dusche oder ein kaltes Fußbad bringen Linderung. Besonders effektiv ist die Verbindung aus kaltem Wasser und Bewegung. Zum Wassertreten müssen Sie nicht unbedingt in die Kneipptherme fahren. Bereits ein großer, hoher Eimer oder die Badewanne reichen aus. Füllen Sie das Gefäß bis zur Wade mit kaltem Wasser (etwa 8 bis 18 Grad Celsius). Treten Sie nun langsam wie ein Storch auf der Stelle. Wichtig: Achten Sie unbedingt auf eine rutschfeste Unterlage. Gegebenenfalls sollte auch eine Möglichkeit zum Festhalten bestehen. Das Wassertreten sollte maximal zwei Minuten dauern. Schon eine halbe Minute kann bei sehr kaltem Wasser ausreichen. Muten Sie Ihrem Kreislauf nicht zu viel zu.
  • Ernährung: Ihr Körper hat bei Hitze schon genug zu leisten. Belasten Sie ihn nach Möglichkeit nicht zusätzlich durch schwere Kost und viel Alkohol. Leichte Rezepte mit viel Gemüse sind bei einer Neigung zu dicken Füßen die bessere Wahl. Dasselbe gilt für mehrere kleine Mahlzeiten anstelle von großen Portionen. Kalorienarme Snacks für zwischendurch halten den Hunger in Schach.
  • Schuhwerk: Wenn Sie vorsorglich lieber gleich auf luftige Sandalen anstatt auf Turnschuhe mit Wärmestaugefahr setzen, kommen Sie unbeschwerter durch den Sommer.

Ab wann werden geschwollene Füße gefährlich?

Wenn Sie nur ab und zu unter geschwollenen Füßen und Beinen leiden, dürfte kein Grund zur Besorgnis bestehen. Treten die Symptome aber häufiger auf oder werden sie gar zum Dauerzustand, sollten Sie unbedingt sofort Ihren Arzt um Rat fragen. Es drohen Besenreiser, mitunter sogar Krampfadern oder Venenentzündungen. Womöglich sind die Adern sogar grundsätzlich geschwächt und damit die Blutzirkulation insgesamt gestört.

Außerdem können die geschwollenen Füße im Sommer durch krankhafte Flüssigkeitseinlagerungen, sogenannte Ödeme, verursacht werden. Diese deuten unter Umständen auf eine chronische Herzschwäche hin. Dieses Leiden führt zu einem Rückstau des Blutes vor dem Herzen, der bis in die Füße reichen kann. Dabei ist zu beachten, ob nur eines oder beide Beine durch Ödeme geschwollen sind: Einseitige Ödeme, meist an Fuß, Knöchel oder Unterschenkel, weisen auf Probleme mit den Venen oder Störungen im Lymphsystem hin, während beidseitig auftretende Ödeme eher ein Indiz für Erkrankungen der inneren Organe (Herz, Nieren, Leber, Schilddrüse) sind.

Wenn die Beine oder auch andere Extremitäten dauerhaft geschwollen bleiben und die Schwellung symmetrisch auftritt, könnte es auch sein, dass Sie unter dem sogenannten Lipödem leiden, einer Krankheit, bei der die Fettverteilung im Körper gestört ist. Das abgelagerte Fett lässt sich auch durch Sport und Ernährung nicht wegtrainieren. Beim Lipödem schwellen die Füße jedoch nicht an, die Beine bleiben nur bis zum Knöchel dick.

Auf unserer Themenseite können Sie jede Menge Infos, Ratgeber und Beauty-Tricks rund um Füße und die richtige Fußpflege finden.

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