17.05.2018

Bei Sonnenbrand und mehr Quarkwickel – wie sie wirken, wann sie helfen

Quark und Baumwoll- oder Leinentücher: Viel mehr benötigen Sie für Quarkwickel nicht. Helfen kann das Hausmittel aber bei sehr vielen Problemen.

Foto: iStock/karandaev

Quark und Baumwoll- oder Leinentücher: Viel mehr benötigen Sie für Quarkwickel nicht. Helfen kann das Hausmittel aber bei sehr vielen Problemen.

Kaum ein anderes Hausmittel ist so vielseitig wie der Quarkwickel. Wie Sie Quarkwickel machen und bei welchen Beschwerden sie sich bewährt haben.

Quarkwickel wirken, das ist unbestritten – und zwar gegen viele Gesundheitsprobleme, vor allem, wenn sie mit Entzündungen einhergehen. Denn das bewährte Hausmittel hilft gleich zweifach:

Ein Quarkwickel kühlt oder wärmt – je nachdem, ob Sie warmen oder kalten Quark verwenden.

Was die Wirkung ausmacht: Die im Quark enthaltene Milchsäure schafft ein saures Milieu auf der Haut, was wiederum Entzündungsstoffe ausleitet und bindet.

Daneben wirken Quarkwickel abschwellend, schmerzlindernd, schleim- und krampflösend. Vermutlich spielen dabei einige, bisher noch unbekannte Faktoren eine Rolle. Fest steht jedoch, dass Quarkwickel gut wirken und sogar von vielen Schulmedizinern empfohlen werden.

So macht man einen Quarkwickel

Um einen Quarkwickel vorzubereiten, brauchen Sie nur:

  1. 50 bis 100 Gramm Magerquark
  2. ein Messer
  3. zwei Baumwoll- oder Leinentücher
  4. ein Wickeltuch zum Abdecken nach außen

Für kühle Umschläge sollte der Quark nicht mehr als Zimmertemperatur haben, für warmen den Quark bitte leicht erwärmen, etwa in der Mikrowelle. Die Temperatur sollte 40 Grad nicht übersteigen. Den Quark mit dem Messer etwa einen halben Zentimeter dick auf das Innentuch streichen, die Ränder einschlagen, das zweite Tuch darüberlegen. Den Wickel auf die zu behandelnde Stelle legen, mit dem Wickeltuch abdecken.

Der Quarkwickel wird ein- bis zweimal täglich angewendet, jeweils für 15 bis 20 Minuten. Am besten sollten Sie dabei ruhen und auch nach Abnehmen des Wickels sich noch ein halbes Stündchen erholen. Dann entfaltet der Quarkwickel seine beste Wirkung.

Wobei kalte und warme Quarkwickel helfen – vom Kopf bis zu den Füßen

Meistens wird kalter Quarkwickel angewendet, und zwar bei Entzündungen und Hautproblemen:

Warme Quarkwickel dagegen kommen zum Einsatz bei Erkältungen. Hier spielt etwa der Brustwickel eine wichtige Rolle, wenn der Husten fest sitzt. Und hartnäckige Halsschmerzen verschwinden oft, wenn für ein paar Tage jeweils morgens und abends ein Quarkwickel um den Hals gegeben wurde. Der warme Halswickel zieht die schmerzen dann sozusagen heraus.

Quarkwickel sind auch für Babys gut verträglich – fast immer

Das altbewährte Hausmittel ist so sanft und sicher, dass sogar Kinder ab sechs Monaten von Quarkwickeln profitieren können. Doch auch wenn Quarkwickel ausgesprochen vielseitig sind und keine Nebenwirkungen zu befürchten sind, gibt es gewisse Einschränkungen: Bei offenen Wunden und starken Verbrennungen darf der Quarkwickel nicht angewendet werden. Das ist übrigens auch der Fall bei Kuhmilchallergie. Dann sollten Sie besser auf Quarkwickel verzichten – sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen. Wer jedoch Milch gut verträgt, hat mit dem Quarkwickel ein Naturheilmittel zur Hand, das gegen viele Beschwerden hilft, einfach und kostengünstig ist.

Magerquark ist aber nicht nur ein tolles Hausmittel als Bestandteil von Quarkwickeln. Was Sie sonst noch mit dem Milchprodukt anfangen können, verrät Ihnen unsere Themenseite.

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