15.05.2018

Wenn das Herz „Gas gibt“ Herzrasen – welche Ursache das hat und was Sie tun sollten

Auch wenn die Ursachen oft harmloser Natur sind: Bei anhaltendem Herzrasen oder zusätzlichen anderen Beschwerden sollten Sie sich ärztlichen Rat einholen.

Foto: iStock/patrickheagney

Auch wenn die Ursachen oft harmloser Natur sind: Bei anhaltendem Herzrasen oder zusätzlichen anderen Beschwerden sollten Sie sich ärztlichen Rat einholen.

Wenn Sie viel Espresso getrunken haben, ist es normal, dass das Herz rast. Doch manchmal kann Herzrasen auch eine ernste Ursache haben. Was Sie darüber wissen sollten.

Normalerweise spüren wir gar nicht, dass und wie unser Herz schlägt – Tag und Nacht, verlässlich und ruhig. Wenn das Herz aber auf einmal stark hämmert und der schnelle Herzschlag bis in den Hals deutlich wahrnehmbar ist, kann schon mal Panik aufkommen. Doch keine Angst: In der Regel ist Herzrasen nicht gefährlich und die Ursache der Tachykardie, so der medizinische Fachbegriff, unbedenklich. Von Tachykardie sprechen Ärzte, wenn die Herzfrequenz, also der Puls, über 100 Schläge pro Minute beträgt. Wann Sie trotzdem aufpassen sollten.

Harmlose Ursachen für Herzrasen, auch nachts

Schuld an dieser Form der Herzrhythmusstörung kann zu viel Koffein, Tee oder Alkohol sein. Aber auch Angst und Stress können Ursachen sein, weil durch diese psychischen Belastungen der Körper mehr Adrenalin produziert, das den Herzschlag beschleunigt.

Vor allem nachts, wenn die Psyche eigentlich auf Ruhe eingestellt ist, die Gedanken jedoch um Probleme kreisen, kann Herzrasen auftreten – und der schnelle Herzschlag wird nun sogar deutlicher wahrgenommen als tagsüber. Erst nach einiger Zeit schlägt das Herz dann wieder wie gewohnt ruhig und unauffällig.

Ganz im Gegenteil kann Herzrasen jedoch auch durch positive Gefühle ausgelöst werden – etwa Freude. Und bei frisch verliebten ist es ganz normal, beim Kontakt oder sogar nur beim Gedanken an den Partner oder die Partnerin Herzklopfen zu bekommen.

Herzrasen als Alarmzeichen – was tun?

Beginnt das Herz jedoch zu rasen und treten zusätzlich weitere Symptome wie Brustenge, Brustschmerzen, Kurzatmigkeit, Schwindel oder Ohnmacht auf, sollte sofort der Arzt alarmiert werden. Denn dann kann es sich um die Symptome eines Herzinfarkts handeln. Auch ein anaphylaktischer Schock bei einer Allergie geht oft mit Herzrasen einher.

Diese Krankheiten können hinter Herzrasen stecken

Wenn Herzrasen zwar nur kurzfristig und ohne diese dramatischen Symptome auftritt, jedoch immer mal wieder plagt, sollten Sie das ebenfalls vom Arzt abklären lassen. Ursache können behandlungsbedürftige Krankheiten sein, etwa

  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Bluthochdruck
  • Herzkrankheiten
  • Blutarmut
  • Angststörungen

Daneben kann Herzrasen aber auch Nebenwirkungen mancher Medikamente sein, wie

  • bestimmte Erkältungsmedikamente, die etwa Ephedrin enthalten
  • Asthmamedikamente

Auch in diesen Fällen sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen, damit Sie auf andere Produkte umsteigen, die nicht diese Nebenwirkung aufweisen. Und auch beim Broken-Heart-Syndrom kann es auftreten.

Herzrasen und Hormone – Schwangerschaft und Wechseljahre

Vor allem Frauen leiden oft unter Herzrasen. Ursache sind Hormonumstellungen, etwa in den Wechseljahren, aber auch während der Schwangerschaft. In der Schwangerschaft tritt Herzrasen nachts besonders häufig auf, weil im Liegen die großen Blutgefäße im Bauchraum eingeengt werden, dadurch fließt weniger Blut zum Herzen. Mit rascherem Herzschlag versucht der Körper, das auszugleichen.

Bei Herzrasen ist es also wie auch bei anderen Herzrhythmusstörungen wichtig, abklären zu lassen, ob es harmlos ist oder Symptom einer Krankheit. Liegt eine krankhafte Ursache vor, etwa eine Schilddrüsenstörung, muss das selbstverständlich behandelt werden. Dann verliert sich auch das Herzrasen mit der Zeit.

Ist Herzrasen nicht krankheitsbedingt, helfen vor allem nachts oft allgemeine Entspannungsübungen und als Soforthilfe Baldrian und Melisse – als Tee, Tropfen oder Tabletten.

Mit Naturheilmitteln lässt sich das Herz übrigens stärken– so beugen Sie im besten Fall sogar Krankheiten vor.

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