03.05.2018

Lebenswichtig fürs Herz Kaliummangel: Symptome ernst nehmen und Ursachen ausgleichen

Kaliummangel entgegentreten: Mit diesen Lebensmitteln lässt sich der Kaliumhaushalt des Körpers oben halten.

Foto: iStock/happy_lark

Kaliummangel entgegentreten: Mit diesen Lebensmitteln lässt sich der Kaliumhaushalt des Körpers oben halten.

Kalium wird häufig unterschätzt. Dabei kann ein Mangel an Kalium krank machen, etwa Herz und Nerven belasten. Welche gefährlichen Folgen Kaliummangel haben kann und was hilft.

Kalium ist sehr wichtig, denn der Mineralstoff wird von jeder Zelle im Körper benötigt. Das Element ermöglicht die Reizüberleitung zwischen Nerv und Muskel. Damit steuert Kalium unter anderem auch die Aktivität der Herzmuskelzellen. Zusätzlich kann es Arteriosklerose verhindern oder zumindest einschränken, wie neue Studien zeigen. Ein Kaliummangel kann daher weitreichende Auswirkungen haben. Die wichtigsten Fakten:

Kaliummangel – die wichtigsten Symptome

Weil Kalium so wichtige Aufgaben hat, kann bereits ein geringfügiger Mangel zu deutlichen Folgen führen. Das kann sich mit diesen Symptomen bemerkbar machen:

  • Herzrhythmusstörungen wie Herzstolpern
  • Verstopfung
  • Antriebslosigkeit
  • Muskelschwäche
  • Konzentrationsstörungen

Diese Kaliummangel-Symptome sind sehr allgemein und können demnach auch mit anderen Erkrankungen oder körperlichen Problemen zusammenhängen. Sollten Sie aber eines oder mehrere solcher Symptome bei sich beobachten, sollten Sie einen möglichen Mangel beim Gespräch mit Ihrem Arzt ansprechen. Dieser kann dann entsprechend testen und Maßnahmen ergreifen, bevor gefährliche Folgen auftreten.

Die Ursachen und gefährlichen Folgen von Kaliummangel

Normalerweise nehmen wir mit ausgewogener Ernährung ausreichend Kalium auf. Manchmal kann es jedoch trotzdem zu Kaliummangel kommen. Die Ursachen dafür sind meist die folgenden:

  • Starker Flüssigkeitsverlust, etwa bei Durchfall oder starkem Schwitzen
  • Bestimmte Medikamente, etwa Diuretika oder Abführmittel
  • Nierenerkrankungen
  • Insulinpflichtiger Diabetes Mellitus

Aber auch, wer strenge Diäten durchführt, zu wenig trinkt oder zu viel Alkohol konsumiert, riskiert Kaliummangel. Sie sollten daher immer auf eine gesunde Lebensweise und eine ausgewogene Ernährung achten.

Doch was passiert beim Kaliummangel? Dauerhafter Mangel am wichtigen Mineralstoff hat Folgen für die Gesundheit: Die Muskeln werden geschwächt, das ist besonders fatal beim Herzmuskel. Eine Herzmuskelschwäche kann ernsthafte Folgen haben und die Lebenszeit einschränken. Zusätzlich leiden die Blutgefäße: Sie werden unelastisch und verengen sich, wie in einer Studie herausgefunden wurde. Arteriosklerose und Herzschwäche gelten als besonders ernstzunehmende Folgen von Kaliummangel. Arteriosklerose wiederum kann unter anderem zu Demenz, Herzinfarkt und Schlaganfall führen.

So gleichen Sie Kaliummangel aus

Wer bei seiner Ernährung auch auf Kalium achtet, kann Kaliummangel ausgleichen oder ihn gar nicht erst entstehen lassen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, rund 4.000 Milligramm Kalium pro Tag zu sich zu nehmen. Zum Glück gibt es aber allerhand gesunde Lebensmittel, die sich in eine ausgewogene und auch noch leckere Ernährung integrieren lassen.

Kaliumreiche Lebensmittel sind etwa:

  • Kohl – und zwar alle Sorten; in der kalten Jahreszeit sind die Winter-Kohlsorten zu empfehlen
  • Hülsenfrüchte
  • Kartoffeln
  • Bananen
  • Nüsse

Achtung: Beim Kochen gehen wertvolle Mineralstoffe aus dem Gemüse ins Wasser über. Blanchieren oder dünsten Sie Gemüse deshalb besser oder nutzen Sie das Kochwasser für Suppen.

Wer ganz sicher gehen möchte, kann durch einen einfachen Bluttest vom Arzt feststellen lassen, ob er tatsächlich unter Kaliummangel leidet. Ist dieser Mangel ausgeprägt, helfen Kaliumtabletten, die man jedoch nicht ohne Empfehlung des Arztes einnehmen sollte. Lassen Sie sich beraten und achten Sie auf Ihre Ernährung, insbesondere, wenn die oben genannten Ursachen bei Ihnen zutreffen. Das kann schon vieles ausgleichen.

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