27.03.2018

Was Körpersignale uns sagen So deuten Sie erste Krankheitssymptome richtig

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Stechende Kopfschmerzen, Rauschen im Ohr und Kribbeln in den Beinen sind typische Körpersignale. Lernen Sie, Kranhkeitssymptome zu deuten.

Foto: imago/Westend61

Stechende Kopfschmerzen, Rauschen im Ohr und Kribbeln in den Beinen sind typische Körpersignale. Lernen Sie, Kranhkeitssymptome zu deuten.

Eigentlich sind wir alle Meister darin, Veränderungen unseres Körpers direkt wahrzunehmen. Leider mangelt es bei vielen jedoch daran, sie auch richtig zu deuten. Dabei kann das extrem wichtig sein, denn hinter einigen Körpersignalen können sich erste Krankheitssymptome verstecken. Einige haben wir hier unter die Lupe genommen.

Knurrt der Magen oder müssen wir herzhaft gähnen, wissen wir genau, woran das liegt. Bei anderen Anzeichen ist oft unklar, was unser Körper uns sagen will. Wir erklären, was sich hinter bestimmten Körpersignalen versteckt, und wie Sie erste Krankheitssymptome richtig deuten können.

Früh erste Krankheitssymptome deuten

Stechende Kopfschmerzen

Sie leiden an Schmerzen, die konzentriert an einer bestimmten Stelle im Kopf auftreten.

Das steckt dahinter: Starke und stechende Schmerzen im Schläfenbereich können ab einem Alter von 50 auf eine Entzündung der Schläfenlappen-Arterie deuten. Wenn die Erkrankung unentdeckt bleibt, kann sie den Sehnerv dauerhaft schädigen. Gehen Sie bei wiederkehrenden Beschwerden zum Arzt.

Weißer Belag auf der Zunge

Die Zunge ist belegt, sieht weißlich oder bräunlich aus.

Das steckt dahinter, wenn Sie diese Krankheitssymptome deuten wollen: Lässt sich der weiße Belag entfernen, besteht kein Grund zur Sorge. Bleibt er jedoch hartnäckig auf der Zunge, kann das auf eine Magenschleimhaut-Entzündung hinweisen. Brauner Zungenbelag gilt als Zeichen für eine Darmerkrankung. Versuchen Sie, ihn mit einer Zahnbürste abzuschaben. Gelingt das nicht, gehen Sie zum Arzt.

Rauschen im Ohr

Sie hören ein Geräusch, das eigentlich gar nicht da ist: Es piept, rauscht oder brummt im Ohr.

Das steckt dahinter: Ein sogenannter Tinnitus kann viele Auslöser haben, etwa eine Entzündung, Stress, Lärm oder Bluthochdruck. Findet der Arzt keine körperliche Ursache, versprechen Präparate mit Ginkgo-Extrakt (z. B. Tebonin, Apotheke) Linderung. Sie versorgen die Gefäße mit Nährstoffen und Sauerstoff. Zusätzlich sollten Betroffene Entspannungsmethoden erlernen und in den Alltag integrieren.

Erfahren Sie auch, ab wann Sie bei einem Tinnitus zum Arzt gehen sollten.

Das sind die Krankheiten, die häufig von Ärzten in Deutschland diagnostiziert werden:

Dünne Augenbrauen

Die Haare an Augenbrauen und Wimpern werden immer lichter, obwohl Sie keine reizende Kosmetik benutzen? Auch dies sind Krankheitssymptome, die Sie deuten können.

Das steckt dahinter: Eventuell haben Sie einen Mangel an Eisen oder Zink (z. B. in rotem Fleisch), beides fördert den Haarwuchs. Genauso kann zu wenig Sonnenlicht und damit Vitamin D zu Haarverlust führen. Möglich ist aber auch, dass die Schilddrüse zu wenig Hormone produziert. Dann helfen Jodsalz und Meeresfische.

Noch mehr Haarschäden? Erfahren Sie auch, was hinter kaputtem Haar steckt.

Kribbeln in den Beinen

Die Gliedmaßen kribbeln und fühlen sich wie eingeschlafen an.

Das steckt dahinter: Eine beginnende Neuropathie – also eine Erkrankung des peripheren Nervensystems – kann solche Beschwerden auslösen. Häufigste Ursache für die Nervenschädigung ist eine Diabetes-Erkrankung. Ein Arzt sollte deshalb den Blutzuckerspiegel bestimmen. Wenn es länger in Fingern und Zehen kribbelt, liegt das oft an einem eingeklemmten Nerv, ein Orthopäde schafft Klarheit. Krankheitssymptome deuten kann also helfen, längeres Leiden zu ersparen.

Dieser Artikel erschien zuerst in der Funke-Zeitschrift "Das goldene Blatt".

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