23.03.2018

Im Behandlungsraum So machen Sie das Beste aus dem Arzttermin

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Im Warteraum der Arztpraxis ist die Zeit meist lang, im Behandlungszimmer dann überraschend kurz. Damit Sie eine zutreffende Diagnose erhalten, erklären wir, wie Sie sich am besten auf Ihren Arzttermin vorbereiten.

Foto: iStock/nensuria

Im Warteraum der Arztpraxis ist die Zeit meist lang, im Behandlungszimmer dann überraschend kurz. Damit Sie eine zutreffende Diagnose erhalten, erklären wir, wie Sie sich am besten auf Ihren Arzttermin vorbereiten.

Acht Minuten. So wenig Zeit haben Patienten i. d. R. bei Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt. Das reicht gerade, um ein Rezept ausstellen zu lassen. Mit diesen Tipps sind Sie besser vorbereitet und holen mehr aus Ihren acht Minuten raus.

Nur 7,6 Minuten Zeit nehmen sich Hausärzte im Durchschnitt für uns. Damit liegen wir Deutschen auf Platz 34 der 67 Länder, die ein internationales Forscherteam analysiert hat. An der Spitze steht Schweden mit 22,5 Minuten. Im Vergleich zu Bangladesh mit 48 Sekunden geht's uns zwar richtig gut. Dennoch: Acht Minuten sind kurz. Damit wir gut versorgt und aufgeklärt aus der Praxis gehen, gilt es, die Zeit effektiv auszunutzen. Erfahren Sie, wie Sie sich auf Ihren Arzttermin vorbereiten sollten, um die knapp acht Minuten am besten für sich und Ihre Gesundheit nutzen zu können.

Für Ihr Wohl: So sollten Sie sich immer auf Ihren Arzttermin vorbereiten

1. Recherchieren

Es lohnt sich, schon vor dem Termin etwas über die eigenen Beschwerden herauszufinden. So werden Sie das, was der Arzt vielleicht schnell runterrattert, besser verstehen. Aber nicht Dr. Google befragen und in irgendwelchen Foren festlesen. Das schürt nur Angst. Informieren Sie sich z. B. online bei dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, das erklärt seriös Krankheiten und Symptome.

Bei Husten, Schnupfen, Halsweh & Co. bleiben viele Menschen einfach zu Hause und kurieren die Erkrankung nach eigenen Ermessen aus. Erfahren Sie, bei welchen Erkältungssymptomen Sie zum Arzt gehen sollten.

2. Informieren

Je konkreter Sie Ihre Beschwerden erklären können, desto mehr Zeit bleibt für die Behandlung, Fragen und Erklärungen. Überlegen Sie sich vorher genau:

  • Wann, wie lange und in welcher Form treten die Symptome auf?
  • Welche Untersuchungen fanden bereits statt?
  • Welche Krankheiten traten bei Ihnen und in der Familie auf?

Bringen Sie eine Liste aller Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel mit, die Sie einnehmen. Und überlegen Sie vor Ihrem Arzttermin, welche Fragen Sie stellen wollen.

Damit Ihr Arzt oder Ihre Ärtzin eine zutreffende Diagnose bzw. ein exaktes Gesundheitsbild erstellen kann, sollten Sie diese korrekt ausgefüllte Symptom-Checkliste vorlegen.

Übrigens: Das sind die Krankheiten, die in Deutschland am meisten diagnostiziert werden:

3. Genau nachfragen

Verschieben Sie Ihre Fragen nicht auf das Ende des Termins. Geklärt werden sollte:

  • Welche Krankheit habe ich?
  • Welche verschiedenen Therapien gibt es?
  • Welche Nebenwirkungen?
  • Wenn Medikamente nötig sind, wie nehme ich sie ein?
  • Wie kann ich die Therapie unterstützen?

4. Alles verstehen

Sind Sie hinterher unsicher, etwa weil eine OP ansteht, dürfen Sie sich die Zweitmeinung eines anderen Arztes einholen. Sie haben den Befund nicht verstanden? Senden Sie ihn über die Seite www.washabich.de ein. Medizinstudenten übersetzen Ihnen das Ärzte-Latein.

Damit Sie sich noch besser auf Ihren nächsten Arzttermin vorbereiten können: Hilfreiche Ratgeber zu Symptomen, Behandlung und Hausmitteln bei Erkältungen finden Sie auf unserer Themenseite.

Dieser Artikel erschien zuerst in der BILD der FRAU Nr. 10.

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