13.04.2018

Den Körper stärken Das ist die richtige Ernährung bei Krebs

Die richtige Ernährung bei Krebs kann den Heilungsprozess und die Lebensqualität positiv beeinflussen.

Foto: iStock/yulkapopkova

Die richtige Ernährung bei Krebs kann den Heilungsprozess und die Lebensqualität positiv beeinflussen.

Nach einer Krebsdiagnose sollte der Körper durch die richtigen Lebensmittel gekräftigt und gestärkt werden. Erfahren Sie, welche Ernährung bei Krebs die richtige ist und welche Lebensmittel zu meiden sind.

Die Chancen, Krebs zu heilen, steigen. Das Wissen um die Krankheit wächst, Therapien und Heilansätze werden stetig verbessert. Auch die Ernährung kann die Heilung von Krebs unterstützen und den oftmals geschwächten Körper mit Energie, Kraft und lebenswichtigen Nährstoffen versorgen. Sie sollte viel frisches Gemüse und naturbelassene Zutaten enthalten, kalorienreich und zuckerarm sein. Erfahren Sie, wie die richtige Ernährung bei Krebs aussehen kann.

Ernährung bei Krebs: Den Körper stärken

In vielen Fällen führt Krebs zu Gewichtsverlust und Mangelernährung. Die Erkrankung schwächt den Körper sowie das Immunsystem und entzieht ihm wertvolle Nährstoffe. Gleichzeitig kann auch die Therapieform an den Körperkräften zehren. Viele Menschen erleben zum Beispiel Übelkeit und Appetitlosigkeit als Nebenwirkung einer Chemotherapie.

Dennoch ist es gerade bei Krebs wichtig, den Körper durch ausreichend Nahrung und die richtigen Lebensmittel zu stärken. Eine gesunde, ausgewogene und nährstoffreiche Ernährungsweise schützt ihn vor anderen Krankheiten und Infekten, unterstützt die körpereigenen Heilungskräfte und schenkt Kraft zum Durchstehen von Therapien.

Viel Gemüse, gesunde Fette und hochwertiges Eiweiß

Das zentrale Lebensmittel der Krebs-Ernährung ist Gemüse. Gemüse liefert wertvolle Vitamine und Mineralstoffe – insbesondere Vitamin C und D, B-Vitamine, Eisen, Folsäure, Selen und Zink, die für die Abwehr von Krebszellen wichtig sind.

Gleichzeitig ist Gemüse basisch und Krebszellen wachsen in einer sauren Umgebung. Wenn der Magen-Darm-Trakt gereizt ist oder Übelkeit besteht, eignen sich leicht verdauliche Gemüsesorten wie Karotten, Fenchel, Zucchini oder Pastinake.

Besonders viele Nährstoffe erhalten Sie übrigens, wenn Sie Gemüse dünsten oder dämpfen.

Neben Gemüse sollten auch gesunde Fette und hochwertige Eiweiße eine wichtige Rolle in der Ernährung bei Krebs spielen. Gesunde Fette, wie sie in Saaten, Nüssen sowie pflanzlichen Ölen wie Leinöl, Olivenöl, Kürbiskernöl oder Hanföl enthalten sind, haben eine hohe Energiedichte. Außerdem liefern sie wertvolle Nährstoffe wie Antioxidantien, die unter anderem das Immunsystem stärken.

Da der Eiweißumsatz bei Krebsbetroffenen steigt, sollten auch hochwertige Eiweiße bzw. Proteine einen wesentlichen Bestandteil der Ernährung ausmachen. Fleisch und Wurstwaren sollte allerdings nur in Maßen gegessen werden und qualitativ hochwertig sein.

Kohlenhydratarme Ernährung: Krebszellen mögen Zucker

Krebszellen ernähren sich vor allem von Zucker (Glucose). Eine Möglichkeit, den Wachstum von Krebszellen zu reduzieren, ist, ihnen die Nahrung zu entziehen – sprich: Sich zucker- bzw. sogar kohlenhydratarm zu ernähren. Süßigkeiten, Kuchen, Schokolade und Softdrinks sollten bei Krebs also reduziert werden.

Auch Weißmehlprodukte, die der Körper schnell in Glucose wandeln kann sollten eher einen geringen Teil der täglichen Ernährung bei Krebs ausmachen. Gesunde Vollkornprodukte sind hier besser geeignet.

Auch wenn Obst wertvolle Vitamine und andere Nährstoffe liefert, sollten bei Krebs nicht zu viele Früchte gegessen werden. Denn diese enthalten oftmals große Mengen an Zucker. Geeignete Obstsorten sind vor allem Beeren.

Die Extremform einer kohlenhydratarmen Ernährungsweise ist eine ketogene Diät, bei der nahezu komplett auf Kohlenhydrate verzichtet wird. Erste Studien haben bereits Erfolge der ketogenen Ernährung ihm Rahmen der Krebsbehandlung zeigen können.

Die passende Krebs-Ernährung ist individuell und macht Freude

Die richtige Ernährung bei Krebs ist auch individuell und hängt mit den Vorlieben, Geschmack, Appetit, Umfeld und auch Symptomen wie Übelkeit, des Krebserkrankten zusammen. Außerdem sollte bei all’ den Vorgaben, Tipps und Richtlinien rund um die Ernährung bei Krebs, eines nicht vergessen werden: der Spaß am Essen.

In den meisten Fällen ist durch die Krebserkrankung die Stimmung und Lebensfreude des Betroffenen stark beeinträchtigt und gedrückt. Werden einem dann auch noch die kleinen Freuden des Alltags genommen, wie zum Beispiel das Stück Kuchen zum Kaffee am Nachmittag, dann kann dies die psychische Verfassung noch verschlechtern.

Die Ernährung bei Krebs inklusive der täglichen Mahlzeiten sollten also eine Balance haben, die dem Krebsbetroffenen ermöglicht weiterhin Freude und Spaß am Essen zu haben.

Lesen Sie hier mehr über die richtige Ernährung bei Brustkrebs.

Fazit: Die richtige Ernährung kann die Heilung von Krebs unterstützen

Die richtige Ernährung bei Krebs ist gesund, ausgewogen, nährstoffreich, zucker- bzw. kohlenhydratarm und enthält viel Gemüse, pflanzliche Fette und hochwertiges Eiweiß. Außerdem berücksichtigt sie die individuellen Vorlieben, den Geschmack und den Appetit des Betroffenen und macht ihm Freude. Solch’ eine Ernährungsweise stärkt und kräftigt den Körper und kann die Heilung von Krebs unterstützen.

Auf unserer Themenseite finden Sie weitere umfassende Artikel rund ums Thema Krebs. Die richtige Ernährung ist auch bei anderen Krankheiten entscheidend für den Heilungsprozess und fördert einen gesunden Lebenswandel. Mehr Tipps für eine ausgewogene Ernährung gibt Ihnen unsere Kolumnistin Nadine Hüttenrauch.

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