06.03.2018

Schützen Sie sich auch jetzt! Zecken im Winter: Auch bei Kälte lauert die Gefahr

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Zecken und FSME

Zecken und FSME
Mi, 13.12.2017, 15.38 Uhr

Zecken und FSME

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Ein Waldspaziergang mit dem Hund, entspannen im Park – herrlich. Aber Vorsicht: Mittlerweile lauern die fiesen Zecken auch im Winter draußen und übertragen exotische und lebensgefährliche Krankheitserreger.

Zeckensaison – das war einmal. Weil der Klimawandel die Winter immer milder macht, lauern die winzigen Zecken auch im Winter. Dabei können Sie lebensgefährliche Krankheiten übertragen. Lesen Sie hier, wie Sie sich am besten schützen, wann eine Impfung Sinn macht und wie Sie die Spinnentiere nach einem Biss am besten entfernen.

Zecken im Winter: Warnung vor lebensgefährlichen Krankheitserregern

"Bereits ab etwa sieben Grad suchen Zecken nach Warmblütern", erklärt Prof. Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin, Berlin. "Sie halten sich nicht nur im Wald auf, sondern auch in Gärten, Parks, auf Sportplätzen." Mit jedem Stich saugen die Tierchen nicht nur Blut, sondern übertragen mit ihrem Speichel jetzt auch gefährliche, exotische Krankheitserreger. Wissenschaftler des European Centre for Disease Prevention and Control nahe Stockholm warnen z. B. vor einer europaweiten Zunahme des Krim-Kongo-Fiebers (CCHF). Zecken, die diesen Erreger in sich tragen, wandern allmählich von Süden nach Norden. Die Krankheit zeigt sich durch Symptome wie Muskel-und Bauchschmerzen, Verwirrtheit und ist oft lebensbedrohlich. Sie tritt bereits in Balkanstaaten wie Bulgarien, aber auch in Griechenland und Spanien auf.

Auf der iberischen Halbinsel, im Südosten Frankreichs und der Lazio-Region um Rom haben Ärzte außerdem ein Dutzend Fälle entdeckt, bei denen Zecken das Gelbfieberähnliche Chikungunya-Virus auf Menschen übertragen haben. Diese gefährlichen Infektionskrankheiten können dann über Reisende, die als "Zecken-Taxi" fungieren, zu uns nach Deutschland gelangen. Deshalb ist ein guter Zeckenschutz heute wichtiger denn je. Denn Heilmittel gegen die neuen Gefahren gibt es bisher nicht.

Lyme-Borreliose wird oft zu spät erkannt

Eine bekannte Gefahr ist die Lyme-Borreliose, an der laut Nationalem Referenzzentrum Borrelien in München jährlich bis zu 100 000 Deutsche neu erkranken. "Sie kann sehr unterschiedliche Symptome verursachen, wird oft lange Zeit nicht entdeckt", so Professor Jelinek. Lyme-Borreliose greift die Haut, das Nervensystem und die Gelenke an. Sobald sich eine Wanderröte um die Einstichstelle zeigt, sollten Betroffene zum Arzt gehen. Denn frühzeitig erkannt, helfen Antibiotika.

Zecken können außerdem einen Virus übertragen, der eine Hirnhautentzündung auslöst, die Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME. Gegen FSME gibt es eine Impfung. Die ist sinnvoll für Bewohner der Risikogebiete. Dr. Jelinek: "Für einen vollständigen Schutz sind drei Impfdosen in zeitlichem Abstand nötig. Und eine Auffrischung alle fünf Jahre." Vorbeugend stoppen Repellentien mit dem Wirkstoff DEET oder Duftöle wie Citronella den Angriff der kleinen Krabbler.

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So entfernen Sie Zecken richtig

  1. Mit Pinzette (um 8 Euro), Zeckenzange (ca. 15 Euro) oder -karte (ca. 5 Euro) aus der Apotheke hautnah an den Mundwerkzeugen packen, nicht quetschen.
  2. Langsam, gleichmäßig nach oben herausziehen. Nicht drehen!
  3. Überprüfen Sie, ob sich noch Teile der Zecke in der Wunde befinden. Stichstelle dann desinfizieren.

So bleiben Hunde zeckenfrei

  • Nach jedem Gassi-Gang wenig behaarte Körperstellen (z. B. Bauch) mit dünner Haut checken
  • Schlappohren hochklappen
  • Erst mit der flachen Hand mit dem Strich über das Fell streicheln, auf Knubbel achten. Dann Fell abschnittsweise scheiteln, gegen den Strich streichen
  • Zecke langsam mit Spezial-Pinzette herausziehen
  • Bei Fieber, Appetitlosigkeit, Mattigkeit zum Tierarzt

Mehr Informationen zu Informationen zu Impfungen aller Art finden Sie gut zusammengefasst auf unserer Themenseite.

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