30.01.2018

Gegen Husten, Schnupfen, Fieber Erkältung in der Schwangerschaft – das kann helfen

Wer sich eine Erkältung in der Schwangerschaft einfängt, sollte bestimmte Medikamente und Hausmittel meiden.

Foto: iStock/MorePixels

Wer sich eine Erkältung in der Schwangerschaft einfängt, sollte bestimmte Medikamente und Hausmittel meiden.

Wer schwanger ist, möchte keine „Chemie“ einnehmen. Was Sie über sichere Hilfen gegen Erkältung wissen sollten und ob der Infekt das Kind gefährden kann.

"In der Schwangerschaft sind die Abwehrkräfte so gut, dass man eigentlich gar nicht krank werden kann." Solche und ähnliche Beteuerungen haben schon viele Schwangere gehört. Tatsache ist jedoch, dass Schwangerschaft leider nicht vor Infekten schützt und Frauen durchaus eine Erkältung in der Schwangerschaft bekommen können – wie jeder andere auch.

Wie gefährlich ist eine Erkältung in der Schwangerschaft?

Bei Schwangeren ist vermutlich der erste Gedanke, wenn die Nase anfängt zu laufen, der Hals schmerzt und Husten beginnt: Hoffentlich gefährdet der Infekt nicht mein Kind! Diese Sorge ist bei Erkältungen jedoch grundlos. Denn Erkältungsviren betreffen die oberen Schleimhäute. Tiefer in den Körper und damit zum Ungeborenen, dringen sie nicht ein. Ein normaler Erkältungsinfekt bedeutet also keine Gefahr für das Kind.

Viren und Bakterien, die dem Baby schaden können

Trotzdem sollten Sie, wenn eine Erkältung vor allem mit Fieber einhergeht, sicherheitshalber zum Arzt gehen, um andere Erkrankungen als Ursache auszuschließen, die das Baby gefährden könnten.

Dazu zählt zum Beispiel Ringelröteln. Der typische Hautausschlag tritt nicht immer auf, es kommt aber zu leichtem Fieber und Gliederschmerzen – und die Viren können auf das Kind übergehen und ihm schaden. Nicht zuletzt kann aus jeder Erkältung auch eine bakterielle Infektion werden. Denn die Viren schwächen die Schleimhäute und darauf lebende Bakterien können sich nun rasch vermehren. Eine Nasennebenhöhlenentzündung oder Bronchitis drohen.

In all diesen Fällen können entsprechende Medikamente helfen, die der Arzt verschreibt. Für Schwangere gibt es einige spezielle Antibiotika, die das Kind nicht beeinflussen.

Das sind die Frühzeichen einer Schwangerschaft:

Frühzeichen für Schwangerschaft

Frühzeichen für Schwangerschaft

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Erkältung in der Schwangerschaft – gute und schlechte Hausmittel

In allen anderen Fällen, wenn die Erkältung nur leicht ist, sollten Schwangere sich vor allem Ruhe gönnen und viel schlafen. Im Schlaf schöpfen auch die Abwehrkräfte wieder neue Energie und können den Infekt rascher besiegen.

Wer sonst bei einem Infekt rasch zu Schmerztabletten, Nasenspray oder Erkältungsmitteln gegriffen hat, sollte das bei einer Erkältung in der Schwangerschaft besser lassen – oder nur nach Rücksprache mit dem Arzt etwas einnehmen.

Sanfte, milde Hilfen sind jetzt gefragt, also viel Tee trinken und dafür sorgen, dass die Raumluft nicht zu trocken ist. Weitere Hilfen bei Erkältung in der Schwangerschaft sind:

  • Bei Schnupfen als Hausmittel: Inhalieren mit Salzwasser
  • Bei Halsweh: Gurgeln mit Salzwasser, warme Halswickel, etwa aus gekochten Kartoffeln.
  • Bei Ohrenschmerzen: Benutzen Sie ein Zwiebelsäckchen (1 Zwiebel hacken, in der Mikrowelle erwärmen und in ein Leinensäckchen füllen, für eine Stunde auf das schmerzende Ohr legen)
  • Bei Fieber: Kühle Wadenwickel senken das Fieber – ganz ohne Chemie

Daneben gibt es jedoch auch Hausmittel, die in der Schwangerschaft tabu sein sollten – im letzten Trimester etwa ein heißes Erkältungsbad. Außerdem gibt es Heilpflanzen, die sonst zwar nur positive Wirkungen haben, daneben aber Menstruation und Wehen fördern können und deshalb jetzt tabu sein sollten:

  • Salbei
  • Thymian
  • Rosmarin
  • Süßholzwurzel
  • Pfefferminze

Auf diese Heilkräuter sollten Sie bei einer Erkältung in der Schwangerschaft also verzichten und lieber ein Glas heißes Honigwasser mit einem Spritzer Zitrone trinken.

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