07.12.2018

Ganz natürlich 10 Tipps, die gegen Winter-Blues und Winterdepression helfen

Von

Was wirklich gegen den Winterblues hilft

Vitamin-D-Mangel? Was wirklich gegen den Winterblues hilft
Mi, 31.01.2018, 13.55 Uhr

Was wirklich gegen den Winterblues hilft

Beschreibung anzeigen

Wenn es draußen fast gar nicht mehr hell wird, spätestens aber nach den Festtagen und den turbulenten Feierlichkeiten zum Jahreswechsel, stellt sich bei vielen ein Gefühl der Lethargie ein. Die Tage sind trüb und grau – da fällt es zunehmend schwer, sich aufzuraffen. Zeit für diese wohltuenden Tipps gegen Winter-Blues und aufkeimende Winterdepression!

Die trüben Monate, in denen es besonders früh und lange dunkel ist, schlagen uns oft aufs Gemüt. Wir sind schnell genervt und schlecht gelaunt, antriebslos, kommen morgens nur schwer aus dem Bett, da das Bedürfnis nach Schlaf stark ausgeprägt ist, und leiden unter Heißhungerattacken. Die gute Nachricht: Es gibt natürliche Mittel, um den Winter-Blues auszutricksen, bevor dieser stärkere depressive Züge annimmt. Denn wenn Körper und Seele jetzt die Sonne fehlt, helfen diese Tipps gegen die Winterdepression, damit wir uns uns sanft, sicher und fröhlich durch die dunkle Jahreszeit retten – probieren Sie's aus!

Tipps gegen Winterdepression: 1. Rosenwurz macht uns stark gegen Stress

Ganz ohne Anspannung und Hektik funktioniert es im Alltag nie. Während wir Stress in sonnigen Zeiten besser wegstecken, belastet er uns jetzt mehr und wir sind schneller erschöpft. Genau dagegen helfen Extrakte aus Rosenwurz, einer Heilpflanze aus der Arktis. Sie wirken ausgleichend und kräftigend, wenn der Stresspegel steigt und unsere Kraft nachlässt. Studien zeigen: Rosenwurz lindert die Tagesmüdigkeit, fördert dagegen Konzentration und Leistungsfähigkeit. Entsprechende Präparate gibt es in der Apotheke.

2. Quinoa füllt unsere Energiespeicher auf

Laufen die Akkus leer, brauchen wir Nachschub an Vitaminen, Mineralstoffen und Eisen. Den perfekten Mix liefert Quinoa, das nicht umsonst als Superfood gilt – 100 Gramm decken rund ein Drittel des Tagesbedarfs an Magnesium und Eisen. Die Samen werden einfach in Wasser gekocht, dann süß oder pikant zubereitet.

Tipp: Bei hohem Energiebedarf bewährt sich die Kombination dieser Vitalstoffe mit den Nährstoffen Deanol und Cholin, aus denen der Körper den Nervenbotenstoff Acetylcholin bildet. Diese Wirkstoffe sind ebenfalls in der Apotheke erhältlich.

Hier gibt's noch mehr gesunde Energie-Häppchen für Extra-Power im Alltag!

3. Rote Bete vertreibt trübe Gedanken

Allein die Farbe stimmt uns schon fröhlich – und der Inhalt erst recht: In Roter Bete steckt neben Nervenvitaminen auch der Pflanzenstoff Betain, der als sanfter Stimmungsaufheller bekannt ist. Die kleinen Power-Rüben schmecken übrigens nicht nur eingelegt, sondern auch als Saft oder im Smoothie richtig lecker.

4. Johanniskraut lässt uns in Sonne baden

Die Stimmung ist so trüb wie das Wetter draußen? Ein Fall für Johanniskraut mit seinen strahlend gelben Blüten! Im Sommer tankt die Pflanze jede Menge Licht und Kraft und zählt zu den sichersten und am besten erforschten Antidepressiva aus der Natur.

Allerdings: Ihr Wirkstoff Hypericin muss hoch genug konzentriert sein, um die innere Sonne wieder anzuknipsen. Daher empfehlen sich pflanzliche Arzneimittel. Tees wirken deutlich schwächer.

5. Kakao streichelt sanft unsere Seele

Dieser herrliche Duft, vom Geschmack ganz zu schweigen. Eine Tasse Kakao ist der ideale Seelentröster und weckt die schönsten Kindheitserinnerungen. Am besten verwenden wir natürlich reines Kakaopulver und Milch.

Übrigens: Neben beruhigenden Substanzen enthalten Kakaobohnen einen Hauch Koffein, der uns sanft munter macht. Ein toller Stimmungsaufheller für kalte Wintertage ist übrigens auch diese heiße Schokolade mit Rotwein. Mit dem Alkohol sollten Sie aber aufpassen. Abgesehen von den bekannten negativen Wirkungen auf den Körper kann er die Stimmung vor allem beim eventuell folgenden Kater weiter herunterziehen.

6. Orangenblüten wecken unsere Lebenslust

Die Frucht reift, wo stets die Sonne scheint, und speichert deren Kraft vor allem in den Blüten. Sie liefern ätherisches Neroli-Öl, das belebt und herrlich nach Sommer riecht. Einige Tropfen des Öls in der Duftlampe verdampfen lassen oder Tee aus 1 TL Orangenblüten und 250 ml Wasser zubereiten.

7. Nüsse sind die idealen Nerven-Snacks

Für ein Tütchen Nüsse sollte in der Handtasche immer Platz sein. Liegen unsere Nerven blank oder bahnt sich mal wieder eine stressige Situation an, liefern Nüsse super Nervenfutter aus B-Vitaminen, Omega-3-Fetten und Selen – eine Handvoll reicht aus, und schon sind wir wieder gut drauf.

8. Peperoni wärmen uns so schön von innen

Bei Kälte steigt die Lust auf scharf, und das ist gut so: Capsaicin in Peperoni beispielsweise powert den Stoffwechsel und wärmt von innen. Ganz nebenbei regen scharfe Gewürze auch die Verdauung an, was die deftigeren Gerichte im Herbst und Winter bekömmlicher macht!

Schon gewusst? Auch Chili soll die Lebensdauer verlängern.

9. Auch Licht und Bewegung führen aus dem Seelentief

Das Aktiv-Rezept gegen die Winterdepression – raus an die frische Luft und flott spazieren gehen. An den dunklen Tagen bildet der Körper vermehrt das Schlafhormon Melatonin. Es macht müde und drückt auf die Stimmung.

Was gegen diese "saisonal abhängige Depression" (SAD) hilft: täglich 30 Minuten Licht tanken, am besten mittags, und sich bewegen. So wird Melatonin abgebaut und das Glückshormon Serotonin mobilisiert.

An diesen Anzeichen erkennen Sie eine versteckte Depression.

10. Mangel an Vitamin B und D begünstigt Depressionen

Nicht immer ist das Wetter schuld an dem Durchhänger. Oft fehlen wichtige Vitamine. Erst seit Kurzem weiß man, wie stark die Vitamine D, B12, B6 und Folsäure unser seelisches Gleichgewicht beeinflussen, und dass ein Mangel zu Depressionen führen kann.

Sind Sie über längere Zeit schwach und antriebslos, sollten Sie beim Hausarzt die Blutwerte überprüfen lassen. Ein Mangel an Nährstoffen kann mit Tabletten behandelt werden. Aber auch die Ernährung kann sich positiv auf einen Vitamin D-Mangel auswirken.

Nicht jede depressive Verstimmung im Winter ist aber eine Winterdepression. Der Winter-Blues ist weitaus schwächer. Ihm ist mit den oben genannten Hausmitteln gut beizuwohnen. Die echte Winterdepression bedarf möglicherweise mehr Arbeit. Zum Glück ist die Winterdepression eine saisonale Form der Depression, die im Frühling, wenn die ersten wärmenden Sonnenstrahlen hinter den Wolken hervorlinsen, wieder verfliegt. Dennoch ist sie, wie jede depressive Phase, nicht zu unterschätzen. Wer sich längere Zeit antriebslos und niedergeschlagen fühlt, sollte sich professionelle Hilfe suchen, etwa den Hausarzt ansprechen.

Woher kommt die Winterdepression aber? Nun, im Winter fehlt uns Licht, wie schon erwähnt, dafür produziert der Körper mehr Melatonin, das "Schlafhormon". Das macht gerade depressionsanfällige Menschen müde. Mehr Melatonin bedeutet aber auch weniger Serotonin, denn dieses wandelt der Körper in das Schlafhormon um. Serotonin, das "Glückshormon" wiederum fehlt dann. Den Mangel versucht der Körper etwa durch vermehrte Lust auf Süßes und Heißhungerattacken auszugleichen. Aber auch der Biorhythmus kann damit zusammenhängen. Wir hoffen, unsere Tipps gegen Winterdepression können Sie ein wenig aus der dunklen Phase herausbegleiten. Ansonsten helfen vielleicht unsere Infos zu Depression weiter.

Depression ist eine ernstzunehmende Erkrankung, für die sich niemand schämen muss. Wenn Sie oder jemand in Ihrem Bekanntenkreis sich in einer ernsthaften Krise befinden, sich über längere Zeit antriebslos und traurig fühlen oder sogar an Suizid denken, zögern Sie nicht und kontaktieren Ihren Arzt oder suchen Sie therapeutische Hilfe auf. Auch die Telefonseelsorge sowie die Deutsche Depressionshilfe können in akuten Situationen hilfreich sein.

Die dunkle Jahreszeit hat auch ihre schönen Seiten. Entdecken Sie sie auf unserer Themenseite Winter.

Seite