31.05.2019

Bein-Äderchen loswerden Besenreiser: Das kostet die Entfernung, so beugen Sie vor

Sie haben eine Veranlagung für die blauen Äderchen am Bein? Das Gute: Sie  lassen sich entfernen. Leider müssen Sie mit Kosten für die Entfernung von Besenreisern rechnen.

Foto: iStock/Marina113

Sie haben eine Veranlagung für die blauen Äderchen am Bein? Das Gute: Sie lassen sich entfernen. Leider müssen Sie mit Kosten für die Entfernung von Besenreisern rechnen.

Plötzlich sind sie da – und stören. Besenreiser sind zwar gesundheitlich nicht so kritisch, solange sie sich im Rahmen halten, doch wer gerne Bein zeigt, stört sich schnell an den kleinen Äderchen. Man kann sie loswerden – allerdings nicht ohne Kosten. Vorbeugen klappt jedoch auch.

Viele Frauen haben sie, keine will sie: Besenreiser! Die rot-bläulichen Äderchen zieren vor allem Beine. Mit ihnen leben muss man zum Glück nicht, denn Sie können sie entfernen lassen. BILD der FRAU hat mit der Dermatologin Dr. Meike Schröder von der Praxis "Schöne Haut" gesprochen. Die Ärztin verrät, wie Besenreiser überhaupt entstehen, wie man sie los wird und welche Kosten bei der Entfernung von Besenreisern auf einen zukommen.

Kosten der Besenreiser-Entfernung: Wie und warum entstehen die Äderchen überhaupt?

"Besenreiser sind feinste kleine dauerhafte Gefäßerweiterungen. Sie entstehen entweder durch die genetische Veranlagung, bei einer allgemeinen Bindegewebsschwäche oder bei zugrundeliegenden Krampfadern", erklärt die Haut-Expertin. Wenn sich Blut in den Venen staut und sich diese dadurch ausdehnen. Auch Östrogen begünstigt die Erschlaffung der Gefäßwände, weswegen viele Frauen in der Schwangerschaft oder durch die Einnahme der Anti-Baby-Pille Besenreiser bekommen.

Gut zu wissen: Besenreiser sind zwar nicht schön, aber medizinisch absolut unbedenklich. Da es sich daher um ein rein kosmetisches Problem handelt, bedeutet das aber auch, dass die Krankenkassen leider nicht die Kosten für das Entfernen von Besenreisern übernehmen. Sie sollten sich einen Eingriff daher vorher gut überlegen und durchrechnen. Übrigens leidet fast jede zweite Frau mal unter den kleinen Äderchen. Auch Männer können Besenreiser bekommen, sind aufgrund ihres stärkeren Bindegewebes jedoch viel seltener betroffen.

Was kann man gegen Besenreiser tun?

Um die unschönen blauen Äderchen los zu werden, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie Dr. Meike Schröder erklärt: "Besenreiser können verödet werden. Dazu wird Äthoxysklerol in die Adern gespritzt, wodurch sich diese zurückbilden. Das nennt man in der Fachsprache auch gerne Sklerosierung. Sehr feine Gefäße können aber auch mit dem langgepulsten Neodym-YAG-Laser behandelt werden, der die Gefäße ebenfalls verödet."

Besenreiser entfernen: Was kostet das?

"Die Kosten für eine Entfernung von Besenreisern richten sich nach der Ausdehnung der Besenreiser. Sowohl bei Verödungen als auch bei Laserbehandlungen sind in der Regel mehrere Sitzungen erforderlich. Eine Behandlung kostet zwischen 100 und 150 Euro", prognostiziert die Fach-Ärztin. Wie viele Behandlungen nötig sind, hängt von der Tiefe der Gefäßverfärbung und von der Ausdehnung ab, die mit dem Laser behandelt werden soll. Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich und muss individuell geklärt werden.

Wichtig: Bevor eine Behandlung gegen Besenreiser erfolgt, sollte sich der Arzt mithilfe eines speziellen Ultraschallgeräts die Venen genauer anschauen, um eine tieferliegende Venenerkrankung auszuschließen und die richtige Behandlungsmethode zu finden.

Für immer verschwinden Besenreiser oftmals leider nicht. Wer eine Veranlagung hat, muss immer damit rechnen, dass sie an anderer Stelle wiederkommen.

So können Sie Besenreisern vorbeugen

Der Gang zum Arzt ist eine Lösung, wenn Besenreiser längst zum optischen Problem geworden sind. Allerdings gibt es einen Tipp, mit dem sich die blauen Äderchen im Vorhinein verhindern lassen! Die beste Prophylaxe gegen Besenreiser: Sport. Mangelnde Bewegung fördert nämlich die Bildung der unschönen Äderchen, denn das Blut kann nicht ordentlich durch die Venen transportiert werden und staut sich. Wer einen Büro-Job hat, sollte also unbedingt darauf achten, sich genügend zu bewegen. Ein Spaziergang an der frischen Luft, etwas Walking oder Joggen schmeichelt also nicht nur der Figur, sondern auch Ihren Venen!

Mit morgendlichen Wechselduschen kann man Besenreisern ebenfalls vorbeugen, denn diese trainieren sozusagen unsere Gefäße und fördern die Durchblutung.

Wenn Sie viel sitzen und merken, dass Ihre Beine abends schwer und geschwollen sind: am besten hochlegen. Und während des Sitzens die Beine immer mal wieder bewegen.

Zudem hilft es, das Rauchen sowie den Alkoholkonsum einzuschränken, denn beides führt nicht nur zu Gefäßerweiterungen, sondern kann die Gefäße auch dauerhaft schädigen – bei übermäßigem Konsum etwa von Alkohol sogar im Gesicht.

Naturheilmittel gegen Besenreiser: Rosskastanie

Rosskastaniencreme gilt seit jeher als Wunderwaffe gegen Besenreiser. Rosskastanien enthalten den Wirkstoff Aescin, der die Gefäßwände der Venen abdichtet. So soll mit der natürlichen Kraft der Rosskastanie das Ausströmen von Flüssigkeit ins Gewebe verringert werden, während gleichzeitig das Abfließen von Wassereinlagerungen beschleunigt wird.

Auch Apfelessig soll dank seiner durchblutungsfördernden Wirkung helfen, Besenreisern entgegenzuwirken. Um Erfolge zu erzielen, werden die betroffenen Stellen über mehrere Wochen zwei- bis dreimal täglich mit Apfelessig betupft.

Damit Krampfadern Ihnen nicht das Leben schwer machen, sollten Sie also in Bewegung bleiben.

Mehr zur Praxis "Schöne Haut" lesen Sie auf deren Seite.

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