07.12.2017

Guten Vorsatz umsetzen Endlich mit dem Rauchen aufhören: So klappt’s!

Was passiert im Körper, wenn man aufhört zu rauchen?

Nach 20-30 Minuten Blutdruck und Puls sinken, Hände und Füße werden wärmer. Nach 12 Stunden Der Kohlenmonoxid-Gehalt im Blut sinkt, der Sauerstoffwert steigt. Alle Organe werden so wieder besser mit Sauerstoff versorgt.
Do, 31.05.2018, 08.31 Uhr

Nach 20-30 Minuten Blutdruck und Puls sinken, Hände und Füße werden wärmer. Nach 12 Stunden Der Kohlenmonoxid-Gehalt im Blut sinkt, der Sauerstoffwert steigt. Alle Organe werden so wieder besser mit Sauerstoff versorgt.

Beschreibung anzeigen

Es ist ein Laster, mit dessen Ende sich viele Quälen: Mit dem Rauchen aufhören ist nämlich leider gar nicht so einfach, steckt man einmal in der Nikotinsucht drin. Doch es gibt sie, die Menschen, die es geschafft haben, dem Drang nach dem Glimmstengel zu entkommen. Schaffen kann das jeder!

Mit guten Vorsätzen ist das ja immer so eine Sache: Man nimmt sich viel vor, aber an der Umsetzung hapert es dann doch viel zu oft. Ein typischer Vorsatz ist es, endlich das Rauchen aufhören zu können. Und ja, das kann tatsächlich funktionieren. Der Knackpunkt ist nur, dass es dem einen leichter fällt als dem anderen. Die Gewohnheit spielt eine große Rolle. Aber: Nicht aufgeben!

Das Rauchen aufhören: Ein paar Tipps für den Anfang

Wer sich wirklich dauerhaft von Nikotin und Teer fernhalten will, braucht Unterstützung. Sei es in Form von Menschen, mit denen man reden kann oder einfach ein paar Tipps, an die man sich gut halten kann.

Schlimm muss das Abgewöhnen übrigens nicht sein. Natürlich wird es harte Zeiten geben. Aber führen Sie sich dabei immer wieder vor Augen, welche Vorteile das Aufhören schon nach kurzer Zeit bringt:

  • Bereits wenige Minuten nach der letzten Zigarette werden Ihre Hände und Füße merklich wärmer und Puls sowie Blutdruck fallen in normalere Werte.
  • Nach acht Stunden normalisieren sich der Sauerstoff- und der Kohlenmonoxid-Spiegel im Körper.
  • 24 Stunden nach der letzten Zigarette sinkt bereits das Risiko eines Herzinfarkts.
  • Rund zwei Tage später schmecken und riechen Sie wieder besser.
  • Bis zu neun Wochen kann es dauern, bis die Kurzatmigkeit zurückgeht, manchmal reicht aber bereits eine Woche. Auch Husten wird weniger, die Nebenhöhlen werden frei und Sie werden merken, dass Sie seltener krank werden.
  • In den ersten drei Monaten werden sich Ihr Kreislauf und sogar bereits Ihre Lungen wieder verbessern – denn die können sich zum Glück mit der Zeit relativ gut selbst reinigen.
  • Ein Jahr ohne Zigarette geschafft? Dann ist Ihr Herzinfarkt-Risiko auf die Hälfte gefallen.
  • Auf lange Sicht sinkt die Gefahr an chronischer Bronchitis, Bluthochdruck, Schlaganfällen, Herzkrankheiten und auch an diversen Krebsarten, allen voran natürlich Lungenkrebs, zu erkranken.

Diese Ziele sollten Sie sich immer wieder vor Augen halten, denn sie motivieren ungemein. Und Sie werden die Erfolge auch schnell merken.

Die Aufgabe der Sucht ist in mehrere Phasen aufgeteilt. Wenn Sie immer wieder gegentesten, wo Sie gerade stecken, fällt Ihnen das Aufhören möglicherweise leichter. Tipp: Setzen Sie sich Zwischenziele.

Phasen der Entwöhnung: So läuft der Entzug ab

Phase 1: Der Entschluss – Auch wenn Sie immer gerne geraucht haben, irgendwann stellen Sie fest, dass das Aufhören vielleicht doch die bessere Entscheidung wäre. Gründe gibt es dafür viele. Sie denken über die Nachteile des Rauchens nach, spüren sie vielleicht schon selbst: Kurzatmigkeit, erhöhtes Krankheitsrisiko, Geldverschwendung ( immerhin könnten Zigaretten bald schon 10 Euro pro Schachtel kosten), Gestank – das sind Dinge, die Sie zum Aufhören bewegen könnten. Machen Sie sich eine Liste mit Gründen, warum Sie mit dem Rauchen aufhören wollen und schauen Sie immer wieder drauf.

Phase 2: Die letzte Zigarette ist überstanden – Diesen Tag sollten Sie sich im Kalender markieren. Denn Tage mitzählen motiviert ungemein. Und bloß keine Zigaretten "für alle Fälle" aufheben! Lassen Sie sich gar nicht erst in Versuchung bringen!

Phase 3: Entzugserscheinungen – Wer mit dem Rauchen aufhören will und die Zigarettenpackung tatsächlich einige Tage nicht anfasst, wird früher oder später mit Entzugserscheinungen rechnen müssen. Die wiederum sind bei manchen kaum vorhanden, bei anderen wiederum schlagen sie richtig zu. Nach sieben bis zehn Tagen aber sollten diese Beschwerden abklingen und nach ein paar Wochen spätestens weg sein. Kurzfristig Hilfe leisten Nikotinpflaster und -kaugummis, aber auch Akupunktur. Wichtig ist, dass Sie keine Angst vor diesen Entzugserscheinungen haben müssen. Die gehen vorbei.

Phase 4: Gewohnheiten ändern – Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, und so hat sich auch das Rauchen in gewisse Gewohnheiten eingenistet. Von diesen sollten Sie Ihren Alltag nun nach und nach befreien. Lieber frisches Gemüse als die morgendliche Zigarette. Und wenn Sie abends mit Freunden unterwegs sind, sparen Sie sich den Weg ins Kalte, um der Sucht zu frönen. Wann haben Sie sich eine Zigarette angesteckt? Zum Kaffee oder zum Bier? Dann steigen Sie auf andere Getränke um. Erzählen Sie auch Ihren Freunden vom Vorhaben. Denn wenig ist schlimmer, als zugeben zu müssen, dass man es doch nicht geschafft hat. Mit der Zeit wird sich Ihr Alltag normalisieren und der Gedanke an die Zigarette wird immer seltener kommen – bis Sie schließlich gar keine Lust mehr darauf haben.

Nebenwirkungen des Aufhörens: Keine Angst, das geht vorbei!

Natürlich wird es Nebenwirkungen geben. Das Gute ist aber: Die gehen vorbei und machen Platz für positive Wirkungen, wenn Sie mit dem Rauchen aufhören. Langfristig wird es Ihnen besser gehen. Denken Sie daran. Eine für die meisten sehr präsente Nebenwirkung sind die Entzugserscheinungen in den ersten Tagen der Rauchentwöhnung. Und die sehen in der Regel wie folgt aus:

  • Sie sind leichter reizbar und frustriert.
  • Schlechte Laune steht an der Tagesplanung.
  • Gleichzeitig sind sie sehr müde und ausgelaugt.
  • Sie sind hungriger als zuvor und nehmen schneller zu.
  • Das Verlangen nach einer Zigarette wird bisweilen unerträglich.

Zum Glück gibt es einige Wege, diese zu bekämpfen, damit sie zumindest nicht ganz so hart ausfallen.

Ganz vorne stehen dabei Sport oder zumindest viel Bewegung. Denn dann haben sowohl Körper als auch Geist etwas zu tun – und Sie werden ganz nebenbei auch viel schneller angesammelte Giftstoffe los, da der Metabolismus angeheizt wird. Beim Sport werden außerdem Endorphine ausgeschüttet, die gegen schnelle Reizbarkeit sowie Müdigkeit gleichermaßen das Topmittel sind.

Auch frische Luft insgesamt tut gut. Damit können Sie Ihre sich langsam regenerierenden Lungen wieder füllen. Sie werden merken, auch häufige Halsschmerzen werden mit der Zeit weniger.

Wichtig ist auch, dass Sie Ihre Ernährung beobachten und anpassen. Viel Wasser und Tee trinken hilft, gegen gesteigerten Appetit. Ebenso sollten Obst und Rohkost auf dem Speiseplan stehen. Das versorgt den Körper mit wichtigen Nährstoffen und hilft gleichzeitig, durch den größeren Hunger nicht zuzunehmen.

Stellen Sie sich einen Sparplan auf: Es hilft ungemein, sich einmal vor Augen zu führen, wie viel Geld Sie durch Nichtrauchen sparen.

Und zum guten Schluss: Reden Sie! Sprechen Sie mit Freunden oder suchen Sie "Mitleidende", mit denen Sie die Nikotinentwöhnung zusammen durchstehen können. Dann klappt das mit dem Rauchen Aufhören auch besser – und SIe sind geschützt vor Herzkrankheiten, Schlaganfall und Co und auch Lungenkrankheiten wie dem Pneumothorax oder einer Lungenfibrose.

Und falls Sie noch mehr gute Gründe, um das Rauchen aufzugeben, suchen, lesen Sie bei uns weiter.

Seite

Kommentare