24.09.2018

Tipps für die Haarpracht Haarpflege ohne Silikone: So halten Sie Ihre Haare gesund!

Augen auf beim Shampookauf: Haarpflege ohne Silikone hält das Haar auf Dauer gesünder.

Foto: iStock/CentralITAlliance

Augen auf beim Shampookauf: Haarpflege ohne Silikone hält das Haar auf Dauer gesünder.

Haarpflege ohne Silikone ist nicht umsonst ein Trend. Denn Silikone schaden sowohl dem Haar als auch der Umwelt. Wir haben die wichtigsten Fakten für Sie zusammengefasst.

Wer beim Einkauf zu Shampoo, Spülung und Kur greift, läuft schnell Gefahr, eine Pflegeserie mit Silikonen zu erwischen. Was die Nachteile sind und warum eine Haarpflege ohne Silikone mit der Zeit einfach besser für gesundes Kopfhaar ist, erfahren Sie hier bei uns.

Mit Haarpflege ohne Silikone kommen mehr Nährstoffe im Haar an

Die Haare hängen schlaff herunter, werden immer trockener, aber sehen dennoch fettig aus und nehmen Pflege und Haarfarbe nicht mehr so richtig an? Das kann an der Haarpflege liegen: In Shampoo, Spülung und Co. finden sich oft Silikone. Die haben eigentlich den Auftrag, dem Haar mehr Glanz und Geschmeidigkeit zu verleihen.

Silikone – eigentlich Silikonöle – legen sich um das Haar und bilden eine Art Film darum. Klingt ja eigentlich ganz gut. Der Nachteil aber ist: Dieser Film verhindert, dass weitere Pflegestoffe – auch das natürliche Kopfhautfett – ans Haar gelangt und dieses dagegen immer weiter austrocknet.

"Build-Up-Effekt" lässt das Haar austrocknen

Sie haben vielleicht selbst schon einmal festgestellt, dass das Haar nach der Behandlung mit bestimmten Pflegemitteln mit der Zeit einfach nicht mehr schön aussieht und sich die Struktur irgendwie verändert, obwohl Sie anfangs so begeistert von der Pflegeserie waren. Manchmal hilft eine Umstellung auf andere Mittel. Versuchen Sie es doch einmal mit Haarpflege ohne Silikone.

Erst einmal glätten Silikonöle die Haarstruktur. Was gut klingt, kann aber mit der Zeit zum Problem werden – nämlich aufgrund des sogenannten "Build-Up-Effekts". Denn die Silikonschicht ums Haar wäscht sich nicht so einfach ab. Mit jeder Haarwäsche nimmt das Haar daher immer mehr Silikon auf. Diese Schicht lässt die Haare fettiger aussehen. Gleichzeitig aber kommen Pflegeprodukte oder auch Haarfarbe nicht mehr bis zum Haar durch. Beim Färben wird das Ergebnis daher sichtlich schlechter.

Gravierender ist allerdings, dass das Haar nicht mehr genügend mit Nährstoffen versorgt werden kann und unter der Silikonschicht trocken und brüchig wird. Auch auf der Kopfhaut können sich Silikone absetzen. Und das wiederum kann zur Schuppenbildung führen.

Auch die Umwelt leidet unter Silikonen

Die Natur freut sich ebenfalls nicht über Silikonöle aus Haarpflegeprodukten. Einige Silikone sind biologisch nur schwer abbaubar und belasten Gewässer und damit die Umwelt. So wiederum können sie auch in unseren Trinkwasserkreislauf gelangen.

Da das Haar mit der Zeit fettiger wirkt, waschen sich viele Menschen die Haare auch häufiger. So gelangen noch mehr bedenkliche Stoffe ins Abwasser.

Woran erkenne ich Silikone?

Die Inhaltsstoffe einer Shampoo- und Haarpflege-Packung verrät die "Übeltäter": Befinden sich Stoffe mit den Endungen "-cone", "-conol", "-oxane" oder "-glycol" in der Liste – im schlimmsten Fall auch noch weit oben – haben Sie es mit silikonhaltigen Produkten zu tun. Die Meistverwendeten dabei sind laut Öko-Test folgende:

  • Dimethicon
  • Amodimethicon und
  • Dimethiconol

Haarpflege ohne Silikone – wo sind sie zu finden?

Der silikonfrei-Trend hat sich allerdings bereits herumgesprochen. So gibt es immer mehr Hersteller, die darauf achten, ihre Pflegeprodukte fürs Haar ohne diese Substanzen herzustellen. Meist lässt sich das ganz schnell an einem entsprechenden Hinweis auf der Flasche erkennen. Marken wie Elvital, Fructis, Garnier, Guhl, Nivea und Schauma haben mittlerweile eine silikonfreie Haarpflegeserie im Angebot. Auch die dm-Eigenmarke Balea verzichtet mittlerweile zum großen Teil auf die Stoffe.

Naturpflege hingegen kommt generell ohne Silikone aus. Bio-Haarpflege unter anderem von Alverde, Lavera, Alterra, Weleda, Savion oder Speick sowie Lush ist frei von haarummantelnden Stoffen. Letztere kommen sogar zum Teil komplett ohne Verpackung aus und sparen damit noch Müll. Zudem verzichtet beispielsweise vom internationalen Kosmetikverband Natrue zertifizierte Naturkosmetik auch auf andere Chemikalien, die als (zumindest leicht) schädlich eingestuft werden. Also fehlen auch synthetische Duftstoffe sowie Parabene – Konservierungsstoffe, die in den Hormonhaushalt eingreifen können.

Der Umstieg auf Silikonfreiheit

Wer sich dazu entscheidet, auf Haarpflege ohne Silikone umzusteigen, wird erst einmal zwei bis drei Wochen damit beschäftigt sein, die bisherige Silikonschicht vom Haar herunter zu waschen. Klärende Shampoos helfen dabei.

Dabei werden sich die Haare anfangs sicherlich etwas rauer als gewohnt anfühlen und stumpfer aussehen. Aber Haare sind Gewohnheitstiere. Ist die Silikonschicht ab, können sie wieder mehr Pflegestoffe aufnehmen und fangen dann auch wieder an zu glänzen.

Auch Naturhaarbürsten helfen. Die nämlich tragen den natürlichen Talg der Kopfhaut ins Haar, was dadurch ganz natürlich Feuchtigkeit und Glanz aufnehmen kann.

>> Tipps für die Pflege auch reiferer Haare gesucht? Dann geht's hier entlang.

Gesunde Haare dank richtiger Pflege

Übrigens sollten Sie – je nach Haarlänge – auch auf zu häufiges Haarewaschen verzichten. Geben Sie Haar und Kopfhaut vor allem bei längerer Mähne immer mal ein paar Tage Pause. Sie werden merken, dass auch die Produktion von Kopfhautfett nach und nach zurückgeht. Aber auch Haaröle auf Biobasis oder einfach einmal ein wenig Argan- oder Olivenöl sorgen für Pflege und Glanz. Ein paar wirkungsvolle Hausmittel für gesundes Haar gibt es, die Sie bestimmt bereits zuhause haben. Pflegende Rezepte und Ideen für tolle selbstgemachte Haarkuren haben wir außerdem für Sie zusammengestellt. So halten Sie Ihre Haare mit Haarpflege ohne Silikone gesund.

Mehr zum Thema Haarpflege finden Sie bei uns.

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