13.09.2017

Richtig behandeln Die 15 besten Hausmittel bei Blasenentzündung

Diese 15 Hausmittel gegen Blasenentzündung können Sie von dem Infekt befreien.

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Diese 15 Hausmittel gegen Blasenentzündung können Sie von dem Infekt befreien.

Eines der häufigste Frauenleiden ist die Blasenentzündung. Mit diesen Hausmitteln können Sie den schmerzhaften Infekt lindern.

Eine Blasenentzündung kann in den warmen und kalten Jahreszeiten gleichermaßen auftreten. Dr. Markus Wiesenauer, Facharzt für Allgemeinmedizin, Homöopathie, Naturheilverfahren und Umweltmedizin aus Kernen bei Stuttgart: "Für die schmerzhafte Entzündung ist in rund 80 Prozent der Fälle das Darmbakterium Escherichia coli verantwortlich, das sich im Intimbereich tummelt."

Eine Blasenentzündung sollte nie auf die leichte Schulter genommen werden, denn sie kann eine ernsthafte Nierenbecken-Entzündung hervorrufen. "Deshalb ist es auch so wichtig, eine Blasenentzündung bei den ersten Symptomen wie Brennen beim Wasserlassen oder Harndrang im Keim zu ersticken."

Treten Symptome wie starke Schmerzen, Krämpfe, Fieber oder Blut im Urin auf, sollte der Weg zum Hausarzt oder Urologen führen! Dann ist meist ein Antibiotikum nötig, um die Keime abzutöten. Bei leichteren Harnwegsinfekten können Sie versuchen, mit diesen 15 bewährten Hausmitteln gegenzusteuern. Sie unterstützen die Durchspülung der Blase auch, wenn Ihnen der Arzt ein Antibiotikum verschrieben hat:

>> Blasenentzündung behandeln: Nicht immer Antibiotika nötig

15 Hausmittel gegen Blasenentzündung

1. Omas Kaiser-Natron

1 TL Speisenatron in 1 Glas Wasser geben, verrühren. Auf nüchternen Magen trinken. Die basische Substanz NaHC03 hebt den pH-Wert des Urins in den alkalischen Bereich (über 7), in dem sich Bakterien nicht mehr wohlfühlen. Der Trunk lindert außerdem das brennende Gefühl beim Wasserlassen.

2. Sellerie-Samen

Nach jeder Mahlzeit 1 Handvoll Sellerie-Samen knabbern (Reformhaus). Ihre Cumarine, Linolensäuren und ätherischen Senföle haben eine stark entzündungshemmende Wirkung. Die süßlich-scharfen Samen lösen auch Harnkristalle (Blasensteine) auf.

3. Myrrhe-Kompresse

20 Tropfen ätherisches Myrrhe-Öl (Apotheke) in 1 Glas warmes Wasser geben. Großes Herrentaschentuch damit tränken, auf den Blasenbereich legen. Mit Baumwolltuch abdecken, darauf eine heiße Wärmflasche. 15 bis 20 Minuten einwirken lassen. Das Öl hat einen antibakteriellen Effekt. Es dringt durch die Hautbarriere und wird über den Blutstrom zum Infektionsherd geschleust.

4. Ingwer-Tee

3 bis 5 messerrückendicke, ungeschälte Scheiben einer frischen Ingwerwurzel mit 1 Tasse kochendem Wasser überbrühen. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. 3 bis 5 Tassen täglich. Der Inhaltsstoff Gingerol blockiert Prostaglandine, die Schmerzsignale zu den Gehirn-Neuronen transportieren, und lindert die Entzündung.

5. Probiotische Lebensmittel

Täglich 0,5 l Kefir, probiotischen Joghurt essen. Auch gut: 250 g Kimchi, Sauerkraut, 150 g Rohmilchkäse. Fördert das Ansiedeln „guter“ Bakterien in der Blasenschleimhaut, so das Indian Journal of Urology.

6. Zitronen- Weinsteincreme

1 bis 1 ½ TL Weinsteincreme (Reformhaus) in 1 Tasse warmes Wasser einrühren. 2 EL Zitronensaft hinzugeben. 1 bis 2 Tassen täglich. Verhindert die Keim-Vermehrung.

7. Oregano-Kokosöl-Drink

5 bis 10 Tropfen ätherisches Oreganoöl (Apotheke) mit 2 EL Kokosöl mischen. 3- bis 5-mal täglich. Oregano verhindert, dass sich der Blasenkeim E. coli vermehren kann. Die Säure Monolaurin im Kokosöl zerstört außerdem schädliche Erreger-Biofilme in der Blase.

8. Stachelbeer-Kurkuma-Mus

20 Stachelbeeren im Mixer pürieren, 1 TL Kurkuma-Pulver (Apotheke) hinzu geben. Mit 1 bis 2 TL Milch oder Sahne glatt rühren. 3-mal täglich im Mund zergehen lassen. Der hohe Kalium-Gehalt der Beeren schwemmt giftige Bakterien-Stoffwechselprodukte aus dem Körper. Kurkuma wirkt durch Kurkumin wie ein Antibiotikum.

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9. Meerrettich-Milch

1/2 bis 1 ½ TL frisch geriebenen Meerrettich in 1 Glas Milch geben, verrühren. 3-mal täglich. Der Inhaltsstoff Allylisothiocyanat greift die Zellmembran der Bakterien an und tötet sie ab.

10. Homöopathische Globuli

Bei ersten und auch akuten Blasenbeschwerden durch Unterkühlung: Dulcamara (Bittersüßer Nacht- schatten) D6. Überhitzt ins kühle Wasser gesprungen: Belladonna (Tollkirsche) D6. Ist keine eindeutige Ursache zuzuordnen: Cantharis (Spanische Fliege) D6. Einnahme: Am ersten Tag jede Stunde 5 Kügelchen, am 2. Tag alle 2 Stunden, ab dem 3. Tag 3-mal täglich 5 Globuli.

11. Apfelessig-Bad

Badewanne halb mit 37 Grad warmem Wasser füllen, 2 l Apfelessig hinzugeben. 15 Minuten darin baden. Mehr als 90 Inhaltsstoffe wie z. B. Zitronensäure sorgen dafür, dass das lästige Brennen in der Harnröhre schnell verschwindet.

12. Maisbart-Tee

3 EL Maisbart (die Haare eines Maiskolbens) mit 1/2 l Wasser kurz aufkochen, 10 Minuten ziehen lassen. 3 bis 5 Tassen täglich. Verringert Entzündungen in den Harnwegen, leitet Keime aus.

13. Wechsel-Sitzbäder

Badewanne zu drei Viertel mit 37 Grad warmem Wasser füllen, eine Sitz-Badewanne mit 20 Grad kaltem Wasser. 5 bis 8 Minuten in die warme Wanne setzen, dann 1 Minute in die kalte. Das warme Bad wirkt schmerzlindernd, das kalte ist entzündungshemmend.

14. Kerbel-Wasser

2 Tassen frischen Kerbel klein hacken, in 1 bis 2 Tassen kochendes Wasser geben. 6 bis 10 Minuten köcheln. Abseihen, heiß trinken. Kerbel spült durch seine Petroselinsäure Keime aus der Blase.

15. Spinat-Saft

200 bis 300 g Spinat in den Entsafter geben. Saft mit der gleichen Menge stillem Wasser auffüllen. Täglich 3 bis 5 Gläschen trinken. Der Wirkstoff L-Methionin reguliert den Säureschutz der Blase bei akuten Entzündungen. Auch enthalten in Brokkoli, Erbsen, Lachs.

>> Blasenentzündung – die zehn besten Hausmittel

Impfung gegen Blasenentzündung

Eine Blasenentzündung ist leider oft ziemlich anhänglich: Rund 30 Prozent der Frauen bekommen sechs bis 12 Monaten nach dem Infekt einen Rückfall. Sind Darmbakterien die Auslöser, beugt eine Art Impfung mit inaktiven, abgetöteten Enterobakterien einer erneuten Blasenentzündung vor, indem sie das Immunsystem stimuliert. Es gibt sie als Kapsel oder Spritze. Die Erfolgsquote liegt bei 60 bis 80 Prozent. Fragen Sie Ihren Arzt, ob dies für Sie sinnvoll ist.

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Dieser Beitrag erschien zuerst in der BILD der FRAU Nr. 32.

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