08.08.2017

Praxisratgeber Insektenstiche: Hausmittel gegen Mücken, Wespen & Co.

Auch wenn lästige Insektenstiche im Sommer irgendwie dazugehören – mit unseren Vorbeugetipps und Erste-Hilfe-Maßnahmen können Sie den Schaden immerhin etwas begrenzen.

Foto: iStock/dimid_86

Auch wenn lästige Insektenstiche im Sommer irgendwie dazugehören – mit unseren Vorbeugetipps und Erste-Hilfe-Maßnahmen können Sie den Schaden immerhin etwas begrenzen.

Ein Insektenstich ist meist sehr unangenehm. bildderfrau.de zeigt 5 Hausmittel, die bei Mücken-, Zecken-, Bremsen- oder Bienen-Stichen helfen.

Insektenstiche: Wer ist betroffen und was passiert beim Stich?

bildderfrau.de: Warum werden manche Menschen häufiger gestochen als andere?

Dr. Walsdorfer: Etwa 20 Prozent der Menschen sind besonders beliebt bei blutsaugenden Insekten. Verschiedene, teilweise genetische Faktoren erklären das: Mücken können etwa das Kohlendioxid riechen, das wir ausatmen. Schwangere zum Beispiel atmen viel davon aus und werden besonders häufig gestochen.

Auch Stoffe, die wir über den Schweiß absondern, und eine erhöhte Körpertemperatur locken die Tiere an. Und Forscher entdeckten, dass die Blutgruppe Null besonders beliebt ist.

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Was passiert bei einem Mückenstich?

Mit den winzigen Zacken ihres Rüssels ritzt die Mücke die Haut ein. Sie spritzt Speichel in die Hautöffnung, um das Blut zu verflüssigen. Der Speichel enthält Eiweiße, die das Immunsystem des Menschen alarmieren – es wird Histamin freigesetzt, was zu Rötung, Jucken und Schwellung an der Einstichstelle führt.

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Warum jetzt nicht kratzen?

Wer kratzt, verteilt das im Körper ausgeschüttete Histamin und fördert die weitere Freisetzung. Die Beschwerden verstärken sich. Außerdem wird die Haut beim Kratzen verletzt, Bakterien können eindringen.

Erste Hilfe und Vorbeugemaßnahmen gegen Mückenstiche

Erste Hilfe: Das Wichtigste ist Kühlen: Tragen Sie kalten Quark auf den Stich auf. Das nimmt Juckreiz und Schwellung. Nicht kratzen! Sonst juckt’s noch mehr.

Vorbeugen: Tragen Sie ein wasser- und schwitzfestes Schutzspray auf, etwa mit dem Wirkstoff PMD, der aus dem ätherischen Öl des Zitroneneukalyptusbaums (gibt es in der Apotheke) gewonnen wird. Der pflanzliche Stoff hält auch die neu eingewanderten, tropischen Mücken fern.

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Auf der nächsten Seite zeigen wir Ihnen Erste Hilfe und Vorbeugemaßnahmen gegen weitere Insektenstiche. Bitte blättern Sie um.

 

Wespen

Erste Hilfe: Das Gift neutralisiert sich durch Speichel. Gegen den Juckreiz, anfänglichen Schmerz und die rote Schwellung helfen Teebaumöl und Salzwasser sowie Kälte (z. B. Eiswürfel oder ein Stück kalte Gurke).

Vorbeugen: Ein wirksames Hausmittel zur Vorbeuge sind Zitronenhälften. Am besten gespickt mit Nelken. Den Geruch mögen Wespen gar nicht. Decken Sie Getränke und Essen immer ab. Wespen niemals wegwedeln oder -pusten, sondern ruhig bleiben. Sonst werden sie aggressiv.

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Zecken

Erste Hilfe: Haben Sie nach einer Wanderung den gesamten Körper abgesucht und eine Zecke gefunden, entfernen Sie sie mit einer Zeckenkarte (Apotheke), oder greifen Sie sie hautnah mit einer Pinzette. Nicht drehen oder die Zecke zerdrücken! Die Stelle reinigen und desinfizieren.

In den nächsten Tagen den Stich gut beobachten: Bildet sich ein roter Ring? Sofort zum Arzt gehen.

Vorbeugen: Zweckenstichen vorbeugen können Sie, indem Sie auf Ausflügen, die durch hohes Gras oder Unterholz führen, lange Kleidung tragen. Eine Impfung schützt vor der Virusinfektion FSME, aber nicht vor Borreliose.

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Bremsen

Erste Hilfe: Wurden Sie von einer Bremse gestochen, können Sie einen Teelöffel in heißem Wasser erhitzen und ihn anschließend auf die Einstichstelle drücken. Die Hitze zerstört die Proteine, die die Bremse unter die Haut spritzt. Vorsicht: Erst testen, ob der Löffel nicht zu heiß ist!

Vorbeugen: Am See ist man vor ihnen nicht sicher. Tragen Sie etwas Helles – dunkle Kleidung lockt Bremsen an. Wie Mücken fliegen sie auf schwitzige Haut. Deshalb einen Insektenschutz auftragen.

Bienen

Erste Hilfe: Wenn der Stachel stecken geblieben ist, ziehen Sie ihn vorsichtig mit einer Pinzette heraus. Dann sofort kühlen und eine Zwiebel aufschneiden und die Einstichstelle damit abreiben. Sie entgiftet, wirkt abschwellend und lindert den Juckreiz.

Vorbeugen: So wie Wespen stechen Bienen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Weil sie süße Düfte mögen, lieber kein Parfüm tragen. Tiere ganz vorsichtig abschütteln.

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