29.06.2017

Unerwünschte Stoffe Stiftung Warentest: Nur jedes dritte Mineralwasser ist “gut“

Stiftung Warentest hat insgesamt 19 Mineralwasser getestet.

Foto: imago/Jochen Tack

Stiftung Warentest hat insgesamt 19 Mineralwasser getestet.

Stiftung Warentest hat Mineralwasser mit mittlerem Kohlensäuregehalt getestet. Nur jedes dritte bekam die Note "gut".

Problematisch sind der Stiftung zufolge unerwünschte Spuren aus Landwirtschaft, Industrie und Haushaltsabwasser, aber auch geschmackliche Fehler, die meist durch Kunststoffflaschen hervorgerufen würden.

Veröffentlicht wurde die Studie in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift "Test". Demnach schnitten nur elf der 30 getesteten Marken mit "gut" ab. 18 Mineralwasser erhielten die Note "befriedigend".

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Das wurde bemängelt

  • Geschmack: Viele Wasser schmeckten nach Acetaldehyd. Der Stoff entsteht bei der Kunststoffherstellung. Er kann der Stiftung Warentest zufolge aus Flaschen ins Wasser übergehen und schon in geringen Mengen zu Geschmacksveränderungen führen. Das Wasser bekommt dadurch eine untypische fruchtige Note.
  • Unerwünschte Inhaltsstoffe: In fünf Wassern wurden Spuren von Süßstoffen, Pestizidabbauprodukten und einem Korrosionsschutzmittel gefunden. Die Menge sei zwar "gesundheitlich unbedenklich", doch dadurch wird die Bezeichnung natürliches Mineralwasser in Frage gestellt.
  • Chrom: In einem Wasser wurde vergleichsweise viel krebserregendes Chrom nachgewiesen.

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Die Testsieger

Es gibt gleich vier Testsieger, die alle mit der Gesamtnote 2,2 bewertet wurden:

  • Edeka Gut & Günstig (Vitaqua Quelle)
  • Lidl Saskia (Saskia Quelle, Wörth am Rhein)
  • Franken Brunnen
  • Gerolsteiner

Die letzten beiden Wasser liegen preislich bei über 50 Cent je Liter. Sie gehören geschmacklich zu den Besten und bieten außerdem hohe Kalzium- und Magnesiumgehalte.

Am schlechtesten schnitt Naturalis von Netto Marken-Discount aus der italienischen Quelle ab. Das Wasser wurde nur mit "ausreichend" bewertet, weil es mit 0,5 Mikrogramm je Liter vergleichsweise viel krebserregendes Chrom enthielt.

Der Leitwert für Chrom im Trinkwasser beträgt 0,3 Mikrogramm pro Liter. Doch selbst bei einer dauerhaften Aufnahme des Wassers sei das Gesundheitsrisiko eher gering, erklärte die Stiftung.

Einkaufs-Tipp:

Verbraucher sollten bei Eigenmarken der Handelsketten unbedingt auf die Quelle achten. Unter gleichem Namen bieten sie unterschiedliche Qualität an. So zapft Lidl beispielsweise das Wasser aus fünf verschiedenen Quellen, so dass der Mineralstoff-Gehalt trotz des einheitlichen Markennamens variieren kann.

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Siehe auch: Mineralwasser

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