28.11.2017

Für Figur, Herz und Psyche Darum sollten Sie täglich einen Löffel Leinöl essen

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Herzinfarkt bei Frauen

Mo, 13.08.2018, 14.02 Uhr

Herzinfarkt bei Frauen

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Leinöl entfaltet gesunde Wirkungen auf Herz und Hirn. Aber das wertvolle Öl kann noch viel mehr! Alles über seine Heilkraft erfahren Sie hier.

Bereits Hippokrates, der berühmteste Arzt der Antike, empfahl Leinöl bei Leibweh und Durchfall. Mittlerweile weiß die Wissenschaft, warum das flüssige Gold so gesund ist: Leinöl schützt das Herz, senkt die Blutfettkonzentration, lindert Entzündungen und wirkt sogar vorbeugend gegen Depression. 2005 wurde Lein deshalb sogar zur Heilpflanze des Jahres gekürt.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Todesursache Nummer eins in Europa. Die Risikofaktoren umfassen neben Rauchen, Übergewicht und Bluthochdruck auch ein ungünstiges Verhältnis der Blutfette – besser bekannt als zu hohe Cholesterinwerte. Und die können Sie selbst beeinflussen, vor allem das Verhältnis zwischen dem gutem HDL-Cholesterin und dem schlechten LDL-Cholesterin. Wichtig dafür: Essen Sie die richtigen Fettsäuren!

Gesunde Leinöl-Wirkung beruht auf einer bestimmten Fettsäure-Balance

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) betont, dass ein hoher Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren in der Ernährung das Risiko für Herzkrankheiten senkt. Die wichtigsten Vertreter dieser gesunden Fette sind die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Das Besondere am Leinöl: Es enthält ein sehr günstiges Mischungsverhältnis dieser beiden Fettsäuren und außergewöhnlich viel von der Omega-3-Variante Alpha-Linolensäure.

Die Alpha-Linolensäure wirkt entzündungshemmend und ist ein lebensnotwendiger (essentieller) Nährstoff, den der Körper nicht selbst herstellen kann. In unserer modernen Ernährung ist diese Fettsäure leider Mangelware. Leinöl aber liefert reichlich davon! Kaum ein anderes Öl hat einen so hohen Gehalt daran. Und es kann noch mehr: Es reguliert die Blutgerinnung, hält die Blutgefäße gesund und ist ein wichtiger Bestandteil geschmeidiger Zellmembranen. Diese sind Verbindungsstellen für die Versorgung unserer Zellen – also auch wichtig für Haut und Haare.

Leinöl zum Abnehmen und als Krebsschutz?

Ein Mangel wirkt sich außerdem auf die Nervenzellen aus. Mehrere Studien haben sich inzwischen mit der positiven Wirkung von Leinöl auf psychische Störungen wie Depressionen und Ängste beschäftigt. Übrigens gibt es eine ganze Reihe von Lebensmitteln, die stimmungsaufhellende Wirkung haben – das sogenannte Happy Food! Zudem soll Leinöl das Abnehmen unterstützen. Diesen Umstand macht sich zum Beispiel die ketogene Diät zunutze, aber auch verschiedene Low-Carb-Programme.

Sogar in Sachen Krebsprävention machte Leinöl auf sich aufmerksam: Vermutlich sind die vielversprechenden Ergebnisse auf die in Leinsamen enthaltene hormonaktive Stoffgruppe der Lignane zurückzuführen.

Leinsamen für die Verdauung: Denn Gesundheit beginnt im Darm

Nicht nur das Öl, auch die ganzen Samen der Leinpflanze haben es in sich. Ein Löffel Leinsamen pro Tag wird Ihre Verdauung verbessern. Die darin enthaltenen Quell- und Schleimstoffe bilden einen Schutzfilm, können Schadstoffe einfangen und regen den Darm an. Traditionell wird Leinsaat deshalb auch bei Magenschleimhautentzündungen, Reizdarm, Verstopfung und Durchfall angewendet.

Wie wichtig unsere Darmgesundheit ist und welchen Einfluss sie auf unser Immunsystem und unser seelisches Wohlbefinden hat, beginnt die Forschung erst nach und nach zu verstehen. Sicher ist: Gesundheit beginnt im Darm – und Leinsamen helfen dabei. Manche vergleichen Leinsaat deshalb sogar mit dem weit teureren Superfood Chia! Die Samen sollten idealerweise geschrotet sein, damit die Inhaltsstoffe ihre Wirkung entfalten können und das wertvolle Öl freigesetzt wird.

Rezepte mit Leinöl: So integrieren Sie das flüssige Gold in den Speiseplan

Frisches Leinöl leuchtet goldgelb und wird deswegen oft auch als flüssiges Gold bezeichnet. Es schmeckt leicht nussig bis grasig. Das ist durchaus Geschmacksache, gibt dem Klassiker Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl aber sein besonderes Aroma. Auch sehr beliebt: Quark mit Leinöl (und eventuell Müsli und/oder frischen Früchten) zum Frühstück oder Quark-Leinöl-Creme mit Walnüssen. Einige schwören auch auf ein Löffelchen pures Leinöl gleich nach dem Aufstehen auf nüchternen Magen.

Durch zu lange oder falsche Lagerung wird Leinöl jedoch bitter und ranzig. Das kann unter Umständen sogar gesundheitsschädlich sein. Das Gleiche gilt für die geschroteten Samen. Am besten wird es an einem kühlen und dunklen Ort aufbewahrt und vor allem rasch verbraucht. Das sollte jetzt, wo Sie um die heilende Wirkung des Leinöls wissen, kein Problem mehr sein!

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