21.07.2017

Gut für die innere Müllabfuhr Detox-Kur: Jungbrunnen für Körper und Geist

Angst vor Nulldiät? Bei einer Detox-Kur dürfen Sie meist ein paar Kalorien am Tag zu sich nehmen.

Foto: iStock/Vesnaandjic

Angst vor Nulldiät? Bei einer Detox-Kur dürfen Sie meist ein paar Kalorien am Tag zu sich nehmen.

Den Körper entgiften und dabei abnehmen: Mit diesen Tipps entsorgen Sie Schadstoffe von innen – und überflüssige Fettreserven gleich mit.

Unser Körper ist ständig damit beschäftigt aufzuräumen. Zellen werden repariert, Schadstoffe abgebaut und Giftstoffe entsorgt. Das passiert in jeder Sekunde des Tages. Nicht nur in Leber, Darm und Nieren, sondern in der noch so kleinsten Ecke des Körpers. Unser moderner Lebensstil überfordert diese Selbstheilungskräfte. Folge: Die körpereigene Müllabfuhr streikt.

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Detox-Kur: 2 Tage reichen

Diese Müllabfuhr heißt Autophagie. Der Japaner Yoshinori Ohsumi hat für die Erforschung dieser Prozesse im vergangenen Jahr den Medizin-Nobelpreis bekommen. Wörtlich aus dem griechischen übersetzt bedeutet Autophagie „Selbstfressen“. Dabei verdauen die Zellen Schadstoffe und entsorgen oder recyceln sie. Anti-Aging von innen sozusagen. Stress, mangelnde Erholung und ein Überfluss an Nahrung stören dieses System.

Die gute Nachricht: Wir können die körpereigene Müllverbrennungsanlage ankurbeln und auf Touren bringen – mit periodischem Fasten. Im Gegensatz zum Heilfasten wird beim periodischen Fasten, auch intermittierendes Fasten genannt, in regelmäßigen Abständen für kurze Zeit auf Nahrung verzichtet. Zwei Tage pro Woche reichen! Ob zwei aufeinander folgende Tage oder über die Woche verteilt, das ist egal. Hauptsache, sie tun es regelmäßig. Und: Erfahrungsberichte sprechen für sich.

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Sie müssen an diesen Tagen auch nicht komplett auf Essen verzichten, sondern können circa 500 Kilokalorien zu sich nehmen. Am besten in Form von Obst und Gemüse, die Sie mit wertvollen Mikro-Nährstoffen versorgen und die wichtig für die Reinigungskräfte der Zellen sind. Auch spezielle Detox-Drinks können das Fasten angenehmer machen.

Detox für Faule

Durch den Energiemangel beim Fasten schalten die Zellen auf einen Schutzmechanismus um und beginnen verstärkt, alte und defekte Bestandteile zu verwerten. Diese Reinigung passiert von Kopf bis Fuß, sogar in den Nervenzellen. Klasse Nebeneffekt: Sie fühlen sicher wacher, frischer und natürlich leichter. Die Haut strahlt, und hartnäckige Polster schmelzen einfach weg. Außerdem kann der Körper ungesunde Ausreißer an den restlichen Tagen besser verkraften.

Die schlechte Nachricht: Einfach zwei Tage pro Woche nur ganz wenig essen, das ist gar nicht so einfach. Alternativ können Sie deshalb täglich fasten, und das ist gar nicht so dramatisch, wie es klingt: 14 Stunden am Stück sollten es in diesem Fall sein, noch besser sind 16 Stunden. Wenn Sie also jeweils drei bis vier Stunden vor und nach dem Schlafen nichts essen, dann haben Sie die Hälfte der Zeit davon bereits verschlafen. Also Detox für Faule.

Tipp: Kaffee auf nüchternen Magen regt zusätzlich die Detox-Kur der Zellen an, aber nur solange er schwarz getrunken wird.

Detox-Fasten: So halten Sie durch

  • Gleich nach dem Aufstehen: Trinken Sie gleich nach dem Aufstehen ein Glas warmes Wasser in kleinen Schlucken. Das regt den Stoffwechsel an, dehnt und wärmt den Magen. Erste Hungergefühle werden abgewehrt.
  • Versuchungen widerstehen: Machen Sie sich klar, dass Heißhunger-Attacken nur vorübergehend sind. Lenken Sie sich ab, beschäftigen Sie sich – ob im Haushalt, bei einem Spaziergang oder indem Sie im Büro direkt zur Kollegin gehen, anstatt zum Telefonhörer zu greifen. Und denken Sie immer an die positiven Effekte, die Sie erreichen wollen.
  • Viel trinken: Trinken Sie ausreichend über den Tag verteilt Wasser und Tees. Ein Tipp, damit es nicht langweilig wird: Aromatisieren Sie ihr Wasser. Einfach in einer Karaffe Zitronen- oder Orangenscheiben mit Wasser auffüllen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Besonders erfrischend: Gurkenscheiben und Dill in Sprudelwasser ziehen lassen.
  • Strategisch planen: Planen Sie die beiden Fastentage fest in ihre Woche ein. Am besten sind Tage, an denen Sie wenig Stress haben. Weihen Sie ihre Familie und Kollegen ein und überlegen Sie sich schon vorher, was Sie zu den Zeiten machen wollen, an denen Sie normalerweise essen.
  • Snacks über den Tag verteilen: Bei zwei kompletten Fastentagen können Sie jeweils circa 500 Kalorien essen. Teilen Sie sich die Snacks gut ein für die wirklich fiesen Hunger-Attacken. Das können eine Handvoll Nüsse, ein Apfel und eine Banane sein. Gemüse-Sticks oder frische Beeren haben besonders wenig Kalorien und liefern Vitamine und Mineralstoffe. Heiße Brühe wirkt auch Wunder!
  • Gemeinsam fasten: Vielleicht können Sie ihren Partner oder ihre Familie von den gesundheitlichen Vorzügen überzeugen und gemeinsam fasten. Dann können Sie sich gegenseitig motivieren und unterstützen.

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