06.04.2018

Fit auf dem Drahtesel Fahrradfahren ist gesund: 10 Gründe, jetzt aufzusatteln

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Ab aufs Rad! Fahrradfahren ist so gesund! Erfahren Sie alles zu den vielen positiven Wirkungsweisen.

Foto: iStock/Paul Bradbury

Ab aufs Rad! Fahrradfahren ist so gesund! Erfahren Sie alles zu den vielen positiven Wirkungsweisen.

Morgens schnell zum Brötchenholen oder als Ausflug am Wochenende – Radeln hält in Schwung und macht glücklich! Eine Fahrrad-Expertin erklärt, warum Fahrradfahren so gesund ist.

Im Jahre 2017 lag der Fahrradbestand in Deutschland bei ca. 73,5 Millionen (ZIV 2017). Laut ECF (European Cyclists' Foundation) liegt Deutschland in Sachen Fahrradfreundlichkeit auf Platz 5 in Europa. Fahrradfahren ist nicht nur umweltfreundlich und meist zeitsparend, sondern auch ungemein gesundheitsfördernd. Stephanie Krone vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club erklärt, was Fahrradfahren so gesund macht und wie die Vita und das Glücksgefühl positiv beeinflusst werden.

Darum ist Fahrradfahren so gesund

1. Trainiert Herz & Kreislauf

Wer fünfmal die Woche mindestens 30 Minuten mit moderatem Tempo radelt, entlastet sein Herz und fördert die Durchblutung. Auf Dauer sinkt so nicht nur der Blutdruck, sondern auch das Risiko einer Gefäßverengung. Damit verringert sich die Herzinfarkt-Gefahr um bis zu 50 Prozent, so die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Auch der Herzmuskel profitiert: Mittel- bis langfristig wird er leistungsfähiger, kann mehr Blut durch den Körper pumpen. Das Herz arbeitet insgesamt effizienter.

2. Kräftigt die Lunge

Wer in die Pedale tritt, füllt seine Lunge gleichmäßig mit Sauerstoff und stärkt seine Atemmuskulatur. Die regelmäßige Bewegung an der frischen Luft fördert das Immunsystem, schützt so auch vor Infekten.

Ideal: drei- bis fünfmal die Woche etwa eine halbe Stunde radeln, am besten natürlich in schadstoffarmer Umgebung im Grünen. Mediziner empfehlen moderates Radfahren auch als Ausdauersport bei chronischer Bronchitis und Asthma.

3. Stärkt den Rücken

Mehr als die Hälfte der Deutschen hat Rückenprobleme. Häufige Ursache: Bewegungsmangel und Fehlbelastung der Rückenmuskulatur. Radeln wirkt schonend entgegen. Das rhythmische Treten fördert den Stoffwechsel der Bandscheibe, der Muskelaufbau stabilisiert die Wirbelsäule vor allem im Lendenbereich. Das löst Verspannungen frühzeitig.

Weitere Methoden, Tipps und Heilmittel gegen Rückenschmerzen finden Sie auf unserer umfangreichen Themenseite.

4. Beugt Krebs vor

Bei Frauen, die mehr als drei Stunden pro Woche bei mittlerem Tempo radelten, sank das Brustkrebsrisiko um 34 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg. Grund, so die Wissenschaftler, ist vermutlich das stärkere Immunsystem.

Auch die Amerikanische Krebsgesellschaft ist von der positiven Wirkung überzeugt: Ein "angenehmes, mäßiges Bewegungsprogramm wie z. B. Radfahren" fördert die Immunabwehr, neutralisiert emotionale Spannungen und stärkt natürliche Killerzellen gegen Krebs.

5. Aktiviert Glückshormone

Nach 30 bis 40 Minuten Ausdauersport wie Radfahren schüttet der Körper Endorphine und Serotonin aus – erst recht natürlich, wenn die Tour bei Sonnenschein ins Grüne geht. Gegen die Glückshormone haben negative Gedanken keine Chance, sie machen uns auch widerstandsfähiger gegen Stress. Studien zeigten ebenfalls, dass Patienten Ängstlichkeit und Depressionen verringern konnten, wenn sie regelmäßig Sport machten.

6. Baut Muskulatur auf

Ab dem 30. Lebensjahr schrumpfen die Muskeln – rund ein Pfund Muskelmasse verwandelt sich altersbedingt pro Jahr in Fett. Regelmäßiges Radeln stoppt diese Entwicklung. Das Gute: Trainiert wird fast die gesamte Körpermuskulatur – die Beinmuskeln, die Rumpfmuskulatur an Bauch und Rücken (die auch Erschütterungen abfedert) sowie die Schulter-Arm-Muskeln. Und das sieht man auch: Die Muskulatur ist insgesamt straffer und formt eine schöne Figur.

7. Schützt die Gelenke

Die meisten von uns arbeiten im Sitzen, auch zu Hause kommt Bewegung oft zu kurz – schlecht für die Gelenke. Radfahren ist der ideale Ausgleich. Die kreisförmige, regelmäßige Beinbewegung versorgt die Gelenkknorpel an Knie und Hüfte optimal mit Sauerstoff und schützt so auch vor Arthrose. Und weil der Sattel 70 bis 80 Prozent des Körpergewichts trägt, belastet Radeln die Kniegelenke deutlich weniger als etwa Joggen.

8. Schmilzt Fett

Fahrradfahren ist gesund und bringt die Fettverbrennung in Schwung und ist damit auch ideal zum Abnehmen. Wichtig ist dabei, dass Sie sich mindestens dreimal pro Woche für 45 bis 60 Minuten in den Sattel schwingen. Dieser Langzeit-Effekt, so die Sporthochschule Köln, trainiert den Körper, auf seine unerschöpflichen Fettreserven zurückzugreifen. Dabei sollten Sie aber immer nur so kräftig in die Pedale treten, dass Sie nicht aus der Puste kommen. Denn bei Sauerstoffmangel wird die Fettverbrennung wieder gebremst.

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9. Senkt Cholesterin

Zu wenig Bewegung und zu viele Fette können zu Arteriosklerose, Übergewicht, Bluthochdruck oder einem überhöhten Cholesterinwert (über 250 mg/dl) führen. Wenn Sie dagegen aktiv sind und regelmäßig radeln, wird im Körper mehr "gutes" HDL-Cholesterin gebildet, das vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt. Das gefährliche LDL-Cholesterin, das die Blutgefäße verkalken lässt, wird gleichzeitig abgebaut.

10. Schult die Koordination

Im Alter lassen Reaktionsfähigkeit und Beweglichkeit nach. Wer regelmäßig radelt, kann diesen Prozess deutlich verlangsamen. Ob plötzliche Ausweichmanöver, wechselnde Geschwindigkeiten oder rutschige Wege – immer wieder kommt es im Sattel zu neuen Situationen, auf die wir richtig und vor allem schnell reagieren müssen. Auch der Gleichgewichtssinn profitiert davon.

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Ab aufs Rad - aber richtig!

  • Sitzposition: Die Höhe stimmt, wenn Sie auf dem Sattel sitzend bei gestrecktem Bein mit der Ferse das unten stehende Pedal erreichen. Fürs gemütliche Radeln sitzen Sie am besten aufrecht, der Oberkörper sollte 15 bis 20 Grad nach vorne geneigt, die Handgelenke dürfen nicht abgeknickt sein.

  • Kleidung: Für kurze Fahrten reicht normale Freizeitkleidung. Wer regelmäßig auch längere Touren unternimmt, kann Funktionskleidung tragen, die Schweiß abtransportiert. Vor Wind und Regen schützen atmungsaktive Outdoor-Jacken, eine gepolsterte Radlerhose kann den Komfort zusätzlich erhöhen.

  • Sicherheit: In Deutschland gibt es keine Helmpflicht für Radler. Dennoch kann ein leichter, luftdurchlässiger Helm, der sich gut der Kopfform anpasst, sinnvoll sein.

Dass Radfahren gesund ist, haben Sie hier ausführlich lesen können. Auch Laufen und Schwimmen gehört zu den beliebtesten Sportarten, die einfach und ohne Anmeldung im Fitnessstudio umzusetzen sind. Lesen Sie mehr, welche der drei klassischen Triathlon-Sportarten zu Ihnen passt.

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