12.04.2017

Gefährlich für die Gesundheit Darum sollten Sie die Finger von Schmelzkäse lassen

Schmelzkäse enthält gesundheitsgefährdende Phosphate.

Foto: iStock/skhoward

Schmelzkäse enthält gesundheitsgefährdende Phosphate.

Schmelzkäse enthält Phosphate, die unseren Körper schädigen können. Welche Auswirkungen der Verzehr haben kann und wie Sie die Phosphate erkennen.

Normalerweise ist Käse gesund. Das gilt aber nicht für Schmelzkäse: Denn dieser enthält künstliche Phosphate – die schädlich für die Gesundheit sein können. Die NDR-Sendung "Markt" hat jetzt über die Gefahren für den Körper berichtet.

Was sind Phosphate?

Phosphate stecken in vielen Lebensmitteln. Aber nicht alle sind schlecht. Die natürlichen Phosphate braucht unser Körper als mineralische Basis für Knochen, Zähne und den Energiestoffwechsel. Nimmt er zu viele von den "guten" Phosphaten auf, dann kann er die überschüssigen Salze problemlos wieder ausscheiden. Natürliche Phospate stecken zum Beispiel in Hülsenfrüchten, Nüssen, Fleisch und auch in vielen Käsesorten.

Künstliche Phosphate kann der menschliche Organismus dagegen nicht wirklich verwerten. Werden zu viele von ihnen aufgenommen, dann wird der Körper regelrecht mit Phosphaten überschwemmt, heißt es beim NDR. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn jemand viel Fast Food und verarbeitete Lebensmittel zu sich nimmt.

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Erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko

Die künstlichen Phosphate können das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko erhöhen, weil sie im Blut bleiben und sich an den Innenwänden der Gefäße ablagern. Außerdem entziehen die Salze dem Körper Kalzium, die Knochen werden brüchiger und das Risiko für Osteoporose steigt. Zudem kann das Phosphat die Haut schneller altern lassen.

Warum werden künstlichen Phosphate verwendet?

Künstliche Phosphate werden in der Lebensmittelindustrie häufig eingesetzt, um die Konsistenz von bestimmten Produkten zu verändern. Die Phosphate sorgen beispielsweise dafür, dass Käse weich, biegsam und länger haltbar bleibt. Bei Scheiblettenkäse, Tiefkühlpizza oder anderen Produkten aus Schmelzkäse sorgen die Phosphate dafür, dass der Käse bei Erwärmung gleichmäßig schmilzt oder braun wird.

Finger weg von Schmelzkäse

Verzichten Sie am besten auf eingeschweißten Schmelzkäse und kaufen Sie nur Produkte, in denen kein künstliches Phosphat steckt. Als Käse-Alternativen bietet sich zum Beispiel Cheddar an – darin sind nur natürliche Phosphate.

Die gefährlichen Salze sind aber nicht nur im Schmelzkäse. Auch in Cola, Fertiggerichten, Fast Food, Wurstwaren, Cappuccinos sowie Kaffeeweißer steckt viel Phosphat, da es das Wasser darin bindet.

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So erkennen Sie Phosphate in Lebensmitteln

Künstliche Phosphate verbergen sich beispielsweise hinter Begriffen wie „Stabilisator“, „Konservierungsstoff“ oder „Schmelzsalz“. Auch eine Deklarierung mit E-Nummern ist möglich. Künstliche Phosphate verbergen sich beispielsweise hinter folgenden Nummern: E338, E339, E340, E341, E343, E450, E451, E452, E442, E541, E1410, E1412, E1414 und E1442.

Der Verbraucher kann häufig aber nur schwer erkennen, ob ein Lebensmittel künstliche Phosphate enthält. Zwar müssen alle Inhaltsstoffe auf der Verpackung aufgelistet werden, aber es gibt einige Schlupflöchter, so dass der Hersteller nicht alle Inhaltstoffe für den Verbraucher ersichtlich aufführen muss. Der Zusatz von Phosphaten muss beispielsweise nicht angegeben werden, wenn sie nur in einem Vorprodukt oder einer Zutat enthalten sind. Das ist häufig bei Wurst, Käse oder Pizza der Fall.

Damit der Verbraucher in Zukunft künstliche Phosphate leichter identifizieren kann, fordern Mediziner laut des NDR-Berichts eine verständlichere und lückenlose Kennzeichnung.

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