28.02.2017

Herz außer Takt Herzrhythmusstörungen – Symptome beachten und abklären lassen

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Aufs Herz achten: Der größte Muskel unseres Körpers kann aus dem Takt geraten.

Foto: ©iStock/kieferpix

Aufs Herz achten: Der größte Muskel unseres Körpers kann aus dem Takt geraten.

Herzstolpern ist oft harmlos. Doch Herzrhythmusstörungen können auch gefährlich sein. Auf welche Anzeichen Sie achten sollten.

Normalerweise schlägt unser Herz 60 bis 80-mal pro Minute. Bei Stress und unter körperlicher Belastung kann des wesentlich häufiger sein. Unter Entspannung wie nachts beim Schlafen oder während einer Meditation verlangsamt sich der Puls dagegen.

Er wird ausgelöst durch das Zusammenziehen des Herzmuskels, Taktgeber sind elektrische Impulse, die im sogenannten Sinusknoten erzeugt werden. Der Sinusknoten liegt im rechten, oberen Herzvorhof. Über den AV-Knoten (Atrio-Ventrikular-Knoten) werden die Impulse an den Herzmuskel weitergegeben. Beeinflusst wird der AV-Knoten vom autonomen Nervensystem, welches wir nicht kontrollieren können. Das erklärt, warum das Herz bei Stress oder auch bei Freude schneller schlägt.

Drei Anzeichen für Herzrhythmusstörungen

Das Herz schlägt also nicht 24 Stunden am Tag im gleichen Takt, sondern manchmal schneller und manchmal langsamer. Der Herzrhythmus wird dabei beeinflusst von körperlicher Belastung, aber auch die Psyche spielt eine Rolle. Leichte Unregelmäßigkeiten sind nicht behandlungsbedürftig. Doch kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen, die vom Arzt abgeklärt werden müssen. Die Anzeichen dafür sind:

  1. Das Herz setzt kurzfristig aus, vergisst sozusagen ein oder zwei Schläge.

  2. Es schlägt ein paar Takte schneller (Herzstolpern).

  3. Das Herz beginnt zu rasen.

Bei jeder dieser Taktveränderungen handelt es sich um eine Herzrhythmusstörung (Arrhythmie). Doch wie gefährlich ist das? „Früher haben wir viele Herzrhythmusstörungen für bedrohlich gehalten. In den letzten Jahren hat man gelernt, dass dies nicht der Fall ist. Viele Herzrhythmusstörungen müssen überhaupt nicht behandelt werden“, sagt Professor Thomas Meinertz, Vorsitzender der Deutschen Herzstiftung.

Medikamente gegen Arrhythmien

Oft handelt es sich sozusagen um „Fehlzündungen“ eines gesunden Herzens. Manchmal kommen die Herzrhythmusstörungen aber auch „durch eine Erkrankung der elektrischen Impulsgeber“, sagt der Experte. Es kann sich um Vorhofflimmern, der häufigsten Form einer Herzrhythmusstörung handeln. Die Arrhythmien können außerdem „Folge einer Herzkrankheit oder einer anderen Erkrankung wie einer Schilddrüsenüberfunktion sein“, führt der Professor weiter aus.

Deshalb sollten diese Auffälligkeiten von einem Arzt abgeklärt werden. Ansprechpartner dabei ist der Hausarzt, der gegebenenfalls zum Kardiologen überweisen wird. Ist eine Krankheit die Ursache der Arrhythmien, muss diese behandelt werden. Außerdem gibt es verschiedene Medikamente, die das Herz wieder in Takt bringen, dazu zählen:

  • Betablocker (Betarezeptoren-Blocker)

  • Natriumkanal-Blocker

  • Kaliumkanal-Blocker

  • Kalzium-Antagonisten

Alkohol als eine Ursache für Herzrhythmusstörungen

Weitere Ursachen für Herzrhythmusstörungen: Alkohol, Koffein, Magnesiummangel und Kaliummangel. Auch dauerhafter Stress kann das Herz aus dem Takt bringen. In diesen Fällen lässt sich die Ursache einfach beseitigen: auf eine gesunde Lebensweise achten und sich ausreichend mit Mineralstoffen versorgen.

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