24.01.2017

Menstruation Das sagt die Farbe der Periode über die Gesundheit aus

Die Farbe des Periodenbluts sagt viel über die Gesundheit aus.

Foto: iStock/gpointstudio

Die Farbe des Periodenbluts sagt viel über die Gesundheit aus.

Die meisten Frauen empfinden ihre Periode als lästig. Dabei kann die Monatsblutung sehr viel über die eigene Gesundheit aussagen.

Auf diese Tage freuen sich die wenigsten Frauen: Während der Periode leiden viele unter Bauchkrämpfen, Stimmungs-Schwankungen oder Pickeln. Kein Wunder also, dass sie heilfroh sind, wenn die monatliche Blutung schnell wieder vorbei ist. Doch es lohnt sich, die Monatsblutung genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Ausprägung und die Art der Periode liefern einige Informationen über den eigenen Gesundheitszustand. Ein wichtiges Kriterium ist die Farbe des Menstruationsblutes.

Das Blut der Periode wird laut des Gesundheitsportals "lifeline" in drei Rot-Nuancen unterteilt: Mittelrot, Dunkelrot und Hellrot. Damit Frauen ihre Monatsblutung leichter in die drei Kategorien einordnen können hat die amerikanische Ernährungs- und Gesundheitsexpertin Alisa Vitti auf der Website "maylifestyle.com" einen Vergleich mit Lebensmitteln (Cranberry-Saft, Erdbeer-Marmelade, gefrorenen Blaubeeren) gezogen.

Mittelrote Farbe

Keine Sorgen müssen sich Frauen machen, deren Blut eine satte, mittelrote Farbe haben. Das ist ein Zeichen dafür, dass alles in Ordnung ist. Vitti vergleicht diesen Rotton optisch mit Cranberrysaft.

Dunkelrote Farbe

Eine dunkelrote Färbung und Dickflüssigkeit sind Anzeichen für einen hohen Östrogenspiegel. Durch den Hormonüberschuss baut sich eine dicke Schleimhautschicht in der Gebärmutter auf, die während der Periode umso heftiger abgestoßen werden muss.

Dies tritt häufig in der Zeitspanne vor den Wechseljahren auf. Ist man dafür zu jung, sollte eine Blutuntersuchung beim Arzt durchgeführt werden. Die dunkelrote Färbung kann auch auf ein Myom, einen gutartigen Tumor, hinweisen. Vitti vergleicht diesen Farbton übrigens mit gefrorenen Blaubeeren.

Helles Rot

Eine hellrosa Blutung, die sehr dünnflüssig ist, kann ein Anzeichen für einen niedrigen Östrogenwert sein. Das kann verschiedene Ursachen haben, wie beispielsweise eine Extrem-Diät, ein ungesunder Lebenswandel mit wenig Schlaf, viel Alkohol und/oder Drogen. Im schlimmsten Fall kann eine hellrosa Blutung sogar auf eine Krebs-Erkrankung hindeuten. Wenn die Periode über mehrere Zyklen hellrosa ist, sollte ein Arzt kontaktiert werden, um die Ursache abklären zu lassen. Laut Vitti sieht eine hellrosa Blutung optisch wie Erdbeer-Marmelade aus.

Die Farbe ändert sich

Während der Periode ändert sich die Farbe des Blutes und das ist in den meisten Fällen auch ganz normal. Zu Beginn kann das Blut eine bräunliche Färbung haben. Dies sind meist Blutrückstände der vorangegangenen Periode. Der Grund für die bräunliche Färbung ist die Oxidation. Das Blut fließt nicht mehr so schnell – es bilden sich Klümpchen. Auch am Ende der Periode erscheint das Blut deshalb meist bräunlicher.

Nach dem Aufstehen kann das Blut ebenfalls dunkler sein, weil es während der Nacht weniger schnell fließt.

Ab zum Arzt

Generell sollte die Blutung immer eine rötliche bis bräunliche Färbung haben. Wenn das Blut eher orange oder grau ist, sollten die Ursachen unbedingt zeitnah von einem Arzt abgeklärt werden. Denn es könnte eine Infektion vorliegen. Auch wenn während der Periode andere Symptome, wie beispielsweise Unterleibsschmerzen oder ein ungewöhnliches Brennen bzw. Jucken auftreten, sollte ein Experte zu Rat gezogen werden.

Eine besonders starke Blutung kann ebenfalls ein Hinweis für eine der folgenden Erkrankungen sein: Myome, Polypen, Krebs oder Endometriose. Die genaue Ursache sollte auch bei diesen Beschwerden von einem Arzt abgeklärt werden.

Neben der Blutung können natürlich noch andere Symtome während des Zyklus auftreten. Viele Frauen leiden nach der Zyklusmitte unter dem Prämenstruellen Syndrom. Die Beschwerden sind normalerweise ungefährlich – aber häufig sehr unangenehm. Lesen Sie hier die 20 häufigsten Symptome von PMS.

Zykluslänge

Neben der Farbe des Periodenblutes spielt auch die Zykluslänge eine Rolle. Als normal wird alles zwischen 21 und 35 Tagen angesehen.

Kommt die Periode im Abstand von weniger als 21 Tagen , kann das auf zu viel Stress, einen zu frühen Eisprung oder das Gelbkörperhormon Progesteron, das nicht ausreichend genug produziert wird, hindeuten. Dauert der Zyklus länger als 35 Tagen, spricht das eventuell dafür, dass kein Eisprung stattfindet oder dass ständig zu wenig Nahrung aufgenommen wird.

Starke Veränderungen bei der Zykluslänge deuten auf Hormonschwankungen hin. Dies ist hin und wieder ganz normal und dauert meist einige Monate, bis der Zyklus wieder den ursprünglichen Rhythmus gefunden hat. Auslöser können Alkohol, Stress oder Diäten sein. Auch der Beginn der Wechseljahre kann ein Zeichen für die Schwankungen sein. Treten die Veränderungen über einen längeren Zeitraum auf, sollte die Ursache von einem Arzt abgeklärt werden.

Erfahren Sie hier, verschiedene Möglichkeiten wie Sie Ihre Periode verschieben können .

Und wussten Sie eigentlich, dass jede Frau als 20.000 Euro im Laufe ihres Lebens für die Periode ausgibt? Das ist das Ergebnis einer britischen Studie. Eine Möglichkeit, um Geld zu sparen sind zum Beispiel. Menstruationstassen. Lesen Sie hier unser Experten-Interview dazu.

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