31.10.2016

Impfung Grippeschutz: Darum sollte man sich impfen lassen

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Mit dem Herbst kommt auch die Grippewelle. Neben einer Schutzimpfung helfen ein paar einfache Tricks, sich nicht anzustecken.

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Mit dem Herbst kommt auch die Grippewelle. Neben einer Schutzimpfung helfen ein paar einfache Tricks, sich nicht anzustecken.

Impfen – ja oder nein? Jetzt ist die Zeit der Grippeschutzimpfung und viele fragen sich, ob das überhaupt sinnvoll ist. Das sollten Sie wissen.

Ob Sie sich gegen Grippe impfen lassen, ist Ihre ganz persönliche Entscheidung. Allerdings gilt aus medizinischer Sicht: Auch wenn die Grippeschutzimpfung keinen 100-prozentigen Schutz vor einer Grippe bietet, überwiegt der Nutzen gegenüber eventuell auftretenden Nebenwirkungen. Gut informiert, fällt Ihnen die Entscheidung sicherlich noch leichter.

Für wen die Grippeschutzimpfung sinnvoll ist

Einmal im Jahr veröffentlicht die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Empfehlungen im Epidemiologischen Bulletin des Robert-Koch-Instituts. Auch die Stiftung Warentest hat sich mit verschiedenen Impfungen auseinander gesetzt. Generell empfiehlt sich ein Grippeschutz für Kinder und Jugendliche, Ältere ab 60 Jahren, Schwangere, chronisch Kranke (Asthmatiker, Herz-, Leber- und Nierenkranke, Diabetiker, Immunschwache) und Personen mit erhöhter Gefährdung (medizinisches Personal, das berufsbedingt viel mit Kranken zu tun hat).

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Impfung von Kindern und Jugendlichen wird empfohlen

Kinder sollten unbedingt geimpft werden, denn insbesondere bei Kleinkindern kann die Infektion einen schweren Verlauf nehmen. Die Impfung bietet dagegen einen bis zu 80-prozentigen Schutz vor Grippe. Außerdem spielt die junge Altersgruppe bei der Ausbreitung einer Grippewelle eine große Rolle – kleine Kinder verbreiten die Viren wegen ihrer vielen sozialen Kontakte im Kindergarten, der Schule und der Familie besonders stark.

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Nasenspray statt Spritze

Einen langfristigen und effektiven Schutz kann es allerdings nur geben, wenn mindestens 90 Prozent der Kinder und Jugendlichen auch jedes Jahr eine Grippeschutzimpfung bekommen. Eine einfachere und bequemere Impfmethode könnte dabei helfen, denn seit 2012 ist für Kinder von zwei bis sieben Jahren die Grippeimpfung mit einem Nasenspray zugelassen. Es enthält ein Serum mit vier abgeschwächten, lebenden Virenstämmen. Für Erwachsene ist das Nasenspray leider nicht zugelassen – sie müssen sich auch weiterhin piksen lassen.

Impfung – wichtig auch für Erwachsene

Diese Impfstoffe gibt es

Der Erfolg der Impfung hängt auch vom Serum ab. Es gibt Drei- und Vierfachimpfstoffe, kombiniert aus verschiedenen Virenstämmen. Jedes Jahr prüft die Weltgesundheitsorganisation WHO, welche Stämme in der Grippesaison aktuell zirkulieren. Sie empfiehlt drei oder vier davon für die Impfstoffherstellung. Die Stiftung Warentest hält aufgrund aktueller Studien in diesem Herbst das Dreifachserum ohne Zusatzstoff für den optimalen Schutz.

Hier sehen Sie eine Tabelle des Paul-Ehrlich-Instituts mit den zugelassenen Präparaten für die Saison 2016/2017.

Richtige Hygiene kann Ansteckungen verhindern

Grippeviren werden meist durch Händeschütteln, häufig auch durch Niesen und Husten verbreitet. Durch einfache Hygieneregeln lässt sich das Ansteckungsrisiko erheblich verringern:

  • Häufiges Händewaschen: Waschen Sie sich Ihre Hände immer, wenn Sie von draußen kommen, sowie vor dem Essen, dem Zubereiten von Speisen und nach dem Toilettengang.
  • "Richtiges" Husten und Niesen: Die Regel "Hand vor den Mund" ist überholt, denn die Viren bleiben an der Hand und können sich so übertragen. Besser ist es daher, in den Ärmel bzw. in die Armbeuge oder in ein Einmal-Taschentuch zu niesen oder zu husten.
  • Regelmäßiges Lüften: In der Luft geschlossener Räume kann die Zahl der Viren stark ansteigen. Dagegen hilft nur regelmäßiges Lüften.

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