19.10.2016

NEUHEIT Freie Menstruation: Tschüss zu Binden und Tampons?

Frauen, die die freie Menstruation praktizieren, freuen sich oft über einen gelinderten Regelschmerz.

Foto: iStock/Petar Chernaev

Frauen, die die freie Menstruation praktizieren, freuen sich oft über einen gelinderten Regelschmerz.

Über die Erfindung von Binden und Tampons sind Frauen dankbar, doch der neue Trend heißt Freie Menstruation und geht zurück zum Ursprung. Wir verraten, was das bedeutet und vor allem wie das funktioniert!

Einmal im Monat haben Frauen ihre Periode. Die Blutung geht dann oft einher mit Unterleibschmerzen, Migräne und Unwohlsein. Mädchen wollen in dieser Zeit sogar oft den Sport-Unterricht meiden. Obwohl die Menstruation zum Leben einer Frau dazu gehört, ist sie oft ein leidiges Thema und muss in die Alltags-Planung (wenn zum Beispiel ein Urlaub oder die eigene Hochzeit ansteht) integriert werden. Binden und Tampons sind in der Zeit dann der beste Freund der Frau. Jedoch nicht, wenn es nach dem neusten Trend der sogenannten „freien Menstruation“ geht!

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Was ist die freie Menstruation?

Frauen, die die freie Menstruation praktizieren, orientieren sich an die Frau im Mittelalter. Damals gab es keinerlei Binden oder Tampons, die das Blut diskret hätten auffangen können. Zum Teil war Frauen sogar Unterwäsche verboten! Demnach mussten sie während ihrer Periode das Blut einfach laufen lassen, selbst wenn es das Bein hinunter lief oder die Kleidung verschmierte.

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Diesem Vorbild wollen nun auch immer mehr moderne Frauen folgen. Jedoch geht es bei der freien Menstruation nicht darum, einfach alles laufen zu lassen, sondern bewusst auf Tampons und Binden zu verzichten und seinen Körper besser kennenlernen. Da das Blut in Intervallen fließt, können Frauen lernen, zu spüren, wann genau sie blutet, um dann auf die Toilette zu gehen und so das Blut abzulassen.

Wie funktioniert das?

Wichtig ist, dass die Frau lernt auf ihren Körper zu hören und ihn zu spüren. So wie der Mensch spürt, wann er auf Toilette muss, um die Blase zu entleeren, kann die Frau bei der freien Menstruation merken, wann es an der Zeit ist, auf der Toilette Blut abzulassen. Auf der Toilette wird dann bewusst der Beckenboden entspannt und das Becken zusätzlich vor und zurück gewippt.

Bei manchen Frauen soll es zudem helfen, den Unterbauch zu massieren, um das Blut fließen zu lassen. Einmal Blutablassen dauert zwischen einer und fünf Minuten, was jedoch je nach Zyklustag und Blutungsstärke variiert. Zwischen den Blutungs-Schüben können zwischen zehn Minuten und vier Stunden liegen. Geübte Frauen wissen dann, wie es sich anfühlt, wenn wieder ein „Schub“ kommt und können dann rechtzeitig die Toilette aufsuchen.

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Für wen ist das geeignet?

Ein absoluter Vorteil der freien Menstruation ist ganz klar, dass man den Zyklus so natürlich wie möglich belässt und den Körper mit keinen Fremdkörpern wie Tampons in Gefahr bringt. Diese können beim Einführen nämlich jedes Mal aufs Neue Bakterien über die Vagina einschleusen. Ein weiterer Pluspunkt ist der ausbleibende Müll, sowie die gesparten Kosten für Tampons und Binden.

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Frauen, die die freie Menstruation praktizieren, freuen sich außerdem oft über einen gelinderten Regelschmerz. Alltags tauglich ist sie jedoch nicht! Denn gerade in der Einübungsphase kann das ein oder andere Malheur passieren, dass Frauen auf der Arbeit lieber vermeiden möchten. Zudem könnte es Schwierigkeiten geben, wenn man plötzlich alle Stunde oder vielleicht sogar noch öfter zur Toilette muss. Für Frauen mit einem besonders starken Zyklus ist diese Methode ebenfalls nicht geeignet. Wer jedoch die meiste Zeit zu Hause ist und Zeit hat, kann die freie Menstruation auf jeden Fall in Betracht ziehen.

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