24.09.2016

WIEDER NICHT SCHWANGER Kinderwunsch: Stress kann Fruchtbarkeit von Frauen schaden

Statistisch gesehen leiden derzeit europaweit etwa 15 Prozent der Paare unter einem unerfüllten Kinderwunsch.

Foto: iStock/diego cervo

Statistisch gesehen leiden derzeit europaweit etwa 15 Prozent der Paare unter einem unerfüllten Kinderwunsch.

Es will einfach nicht klappen mit dem Schwanger werden? Das kann am Stress liegen. So einfach senken Sie Ihr Stresslevel.

Sie haben einen Kinderwunsch und möchten schwanger werden? Dann lassen Sie es einfach mal ruhig angehen im Alltag. Denn eine aktuelle Studie aus den USA belegt, dass Stress während der fruchtbaren Tage eine Schwangerschaft verhindern kann. Wir erklären, wie Sie Ihr Stresslevel einfach senken können.

An der Studie der University of Louisville in Kentucky nahmen 400 Frauen bis einschließlich 40 Jahren teil. Sie mussten ihr Stress-Niveau protokollieren. Außerdem wurden Informationen zu Menstruation, Sex, Verhütung, Alkohol, Koffein und Rauchen festgehalten.

Das Ergebnis: Nur vier von zehn Studienteilnehmerinnen wurden schwanger, wenn sie während der fruchtbaren Tage gestresst waren. Bei Frauen, die sich dauerhaft stärker gestresst fühlten, waren es noch weniger.

Der negative Einfluss von Stress blieb auch unter Berücksichtigung weiterer Faktoren bestehen. Dazu zählen beispielsweise der Body-Mass-Index, das Alter oder der Alkoholkonsum. Alle diese Faktoren können ebenfalls eine mögliche Schwangerschaft erschweren.

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Chance auf Empfängnis erhöhen

Die Wissenschaftler raten Frauen mit Kinderwunsch, ihr Stresslevel zu reduzieren - und so die Chancen auf eine Empfängnis zu erhöhen. Studienleiterin Kira Taylor: "Dabei kann Sport helfen oder die Teilnahme an einem Kurs für Stressmanagement".

So senken Sie Ihr Stresslevel

Jeder empfindet Stress anders. Deshalb muss jede Frau individuell für sich herausfinden, welche Maßnahmen bei ihr zur Entspannung beitragen können. Schon kleine Änderungen im Alltag können das Stresslevel senken. Hier gibt’s einige Vorschläge:

Sport: Den Kreislauf in Schwung zu bringen, ist gut für den ganzen Körper. Moderater Sport senkt das Stress-Level und erhöht die Fruchtbarkeit. Hierzu zählen zum Beispiel ein wenig laufen, Rad fahren oder schwimmen. Aber übertreiben Sie es nicht: Leistungssport wiederrum ist hinderlich beim Schwangerwerden.

Auch Entspannungstechniken, wie Yoga oder Meditation können bei zu viel Stress oder auch Empfängnis-Problemen hilfreich sein. Yoga kann beispielweise die Durchblutung im Körper verbessern, Verspannungen und Blockaden lösen, Stress abbauen und entgiftend wirken. Und es gibt sogar spezielle Übungen, die sich positiv auf die Fruchtbarkeit auswirken können.

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Gesunde Ernährung: Versuchen Sie den Genuss von Alkohol, Nikotin und auch Kaffee einzuschränken. Diese Gifte schaden dem Körper, weil der Abbau dieser Produkte Stress für ihn bedeutet.

Achten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Denn der weibliche Körper stellt als erstes die Fortpflanzungsfunktion ein, wenn er nicht optimal mit Nährstoffen versorgt wird. Fehlernährung kann somit den Hormonhaushalt durcheinanderbringen und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Außerdem wirkt sich eine gesunde Ernährung auch positiv auf das Wohlbefinden und damit auf das Stresslevel aus.

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Psyche: Die Psyche spielt ebenfalls eine große Rolle, wie gestresst wir uns fühlen. Manchmal entsteht Stress einfach durch negative Gedanken. Viele Paare setzen sich beispielsweise unter Druck, wenn es mit dem Schwangerwerden nicht auf Anhieb klappt. Bleiben Sie entspannt, genießen Sie die Zeit mit dem Partner – so können Sie Ihr Stresslevel senken und die Chance auf eine Schwangerschaft erhöhen.

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Fragen Sie einen Experten um Rat

Dass es nicht klappt mit einer Schwangerschaft kann also viele Gründe haben. Sollte Sie über längere Zeit hinweg ungewollt kinderlos bleiben, dann sollten Sie einen Facharzt aufsuchen. Dieser kann Ihnen auch individuelle Tipps geben, wie Sie Ihr Stresslevel senken können.

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