25.08.2016

GESUND MIT ACHILLES Mehr Lust auf Helm – sicher und schön

Der perfekte Sitz des Helms ist von größter Wichtigkeit für den Schutz.

Foto: Frank Joung

Der perfekte Sitz des Helms ist von größter Wichtigkeit für den Schutz.

Helme machen das Radeln sicherer – was leidet, ist der Stil. Das muss nicht sein: Wir zeigen tolle Looks und die wichtigsten Sicherheitshinweise.

Dass wir und unsere Liebsten geschützter Rad fahren, wenn wir Helm tragen, würde niemand in Frage stellen. Dennoch wehren sich viele noch immer gegen den Kopfschutz. Dabei kann man inzwischen unter vielen Formen und Designs und für verschiedene Bedürfnisse beim Radfahren wählen.

Wer Sorge um die Haare hat, sollte eine Bürste einstecken und bedenken, dass schönes Haar, im Gegensatz zu einem schönen Helm, keinen Schutz bei einem Unfall bietet.

Hier ein paar Beispiele für verschiedenen Helmtypen:

Die Hübschen: stylisch

Diese Modelle orientieren sich meist an anderen Sportarten – primär an der Skate- und Snowboard-Mode. Aber auch Reit- und Golf-Looks finden sich auf den Köpfen stilbewusster Radler.

Nutcase Helmets

Melon Helmets

Abus Helmets

Die Individuellen: kreativ

Wer seine Sicherheit mit seinem eigenen Stil krönen will, kann sich einen schlichten Helm kaufen und diesen selbst verzieren oder bemalen lassen. Toll geht das auch für und mit Kindern – wenn der Lieblingssuperheld mitfährt, zieht der Nachwuchs den Helm noch lieber auf.

Die Klassiker: sportlich

Wer sein Rad primär als Sportgerät nutzt, oder zumindest so aussehen will, wird zu einem sportlichen Helm greifen. Davon gibt es reichlich, hier stellt sich eher die Frage, wie viel Luft soll an meinen Kopf (Lüftungsschlitze)? Brauche ich besonderen Schutz (Mountainbike, BMX)? Wie aerodynamisch soll er sein (Rennrad)?

MET Helmets

UVEX Helmets

GIRO Helmets

Egal für welchen Stil man sich entscheidet, der wichtigste Aspekt des Helms ist und bleibt der Schutz. Hier ein paar Tipps für den Helm-Kauf.

>> Trainieren auf dem Rad: Tipps für Einsteiger

Kennzeichen eines sicheren Helms:

Stoßdämpfung durch In-Mold-Verfahren (Hardshell)

Bei qualitativ hochwertigen Helmen werden Oberschale und Hartschaum zu einem soliden Helmkörper verschweißt. Die durchgängige Verbindung der Schichten erhöht den Schutz bei Stürzen im Vergleich zu verklebten Modellen. Um zu testen, ob der Helm In-Mold-verbunden oder nur geklebt ist, einfach leicht auf die Schale des Helms drücken. Spürt man einen Abstand zwischen Oberschale und Schaumstoff, ist der Helm nur verklebt.

>> Knöllchen und Diebstahl: 10 Tipps, die Fahrradfahrer schützen

Der optimale Sitz

  • Der Helm darf nicht drücken
  • Der Helm darf nicht verrutschen
  • Der Helm sollte mit einem Kopfring anpassbar sein
  • Der Helm sitzt ideal, wenn die Riemen ein Dreieck um die Ohren bilden, ohne sie zu berühren.

Der Test:

- zu klein: Ganz einfach – wenn der Helm drückt, ist er zu klein.

- zu groß: Den Helm offen lassen und so weit in die Stirn ziehen, dass man noch freie Sicht hat, den Kopf schütteln. Fällt der Helm herunter, ist er zu groß, andernfalls stimmt zumindest die Passform; drückt der Helm, ist er zu klein.

>> Nachgefragt: Schadet Radfahren der Potenz?

Sicherheitshinweise:

Man sollte sich beim Helmkauf im Fachhandel beraten und ihn dort auch gleich anpassen lassen. Ein falsch eingestellter Helm kann bei einem Sturz mehr Schaden als Nutzen bringen.

Nach einem Sturz muss der Helm ausgetauscht werden. Auch wenn man von außen keine Spuren sieht, können sich Haarrisse gebildet haben: Die Festigkeit des Helms ist geschwächt.

Komm mit! - Zehn Gründe, warum Radfahren das Leben verbessert

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