25.09.2019

Pflege und Ernährung Haarausfall: Was hilft wirklich?

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Haarausfall belastet enorm. Was hilft wirklich dagegen? Ein Experte gibt wertvolle Tipps.

Foto: iStock/RobertoDavid

Haarausfall belastet enorm. Was hilft wirklich dagegen? Ein Experte gibt wertvolle Tipps.

Ein Experte beantwortet die wichtigsten Fragen rund um das Thema Haarausfall und nennt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten.

Eine tolle Wallemähne – von der träumt fast jede Frau. Dass wir täglich eine nicht geringe Menge an Haaren verlieren, ist allerdings auch normal. Rund 100 am Tag können es sein. Das sieht schnell aus wie viel zu viel. Es lohnt sich aber, das zu beobachten: Wer allerdings mehr als die 100 üblichen Haare am Tag verliert, hat möglicherweise mit Haarausfall zu kämpfen.

Um den Ausfall zu stoppen, greifen die meisten Frauen zu Shampoos oder Arzeimitteln. Doch was hilft wirklich gegen Haarausfall? Dr. Christian Merkel vom Münchner Haarzentrum an der Oper beantwortet sieben wichtige Fragen.

Was hilft gegen Haarausfall: Haarexperte Dr. Christian Merkel beantwortet die wichtigsten Fragen

BILD der FRAU: In den Wechseljahren wir das Haar dünner – warum?

Dr. Christian Merkel: Weil der Spiegel der weiblichen Hormone Östrogen und Gestagen immer weiter abfällt, während die männlichen konstant bleiben. Das beginnt schon ab 40. Die Haarwurzeln schrumpfen und der Haarwachstums-Zyklus verkürzt sich. Stimmt die ursprüngliche Balance nicht mehr, kommt es zum Haarausfall besonders in der Scheitel- und Schläfenregion.

Hört der Prozess auch wieder auf?

Es ist ein langsamer, kontinuierlicher Prozess, der bei Frauen zwar nicht zur Glatze führt, aber auch nach den Wechseljahren nicht wirklich aufört. Daher ist es sinnvoll, gegebenenfalls früh mit einer Therapie zu beginnen.

Ist jede Frau betroffen?

Nein, aber der hormonbedingte Haarausfall ist der häufigste Grund für Haarverlust ab dem 40. Lebensjahr und trifft ungefähr jede fünfte Frau.

Gehen Sie bedacht mit der Pflege um

Helfen Pflege und Ernährung?

Für die Haarpflege gilt: Weniger ist mehr. Ständiges Färben, Glätten und Stylen kann den Haarschaf zusätzlich schädigen. Deshalb: Im niedrigen Temperaturbereich föhnen, Kämme mit weit auseinanderstehenden Zinken und Bürsten mit abgerundeten Borsten benutzen. Bei der Pflege auf silikonfreie Produkte achten und nicht zu häufg waschen.

Die Ernährung sollte ausgewogen, vor allem reich an Eisen (z. B. Hülsenfrüchte und Fisch ) sein.

Wie viel Haarausfall ist normal?

80 bis 100 Haare pro Tag.

Haarausfall sollte nicht unterschätzt werden

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Bei mehr als 100 Haaren am Tag sollte der Arzt organische Ursachen wie Eisenmangel oder eine Schilddrüsenunterfunktion ausschließen.

Auch Erkrankungen oder Verspannungen der Kopfhaut können zu Haarausfall führen. Eine Blutuntersuchung und Haarwurzelanalyse können Aufschluss über Ursache und Prognose geben.

Was kann der Dermatologe tun?

Außer bewährten Behandlungen mit Minoxidil zeigen Studien, dass Wachstumsfaktoren, Spurenelemente und Proteine einen positiven Effekt auf das Haarwachstum haben.

Mit der Mesotherapie lassen sich diese Wirkstoffe durch Mikroinjektionen in die Kopfhaut direkt an die Haarwurzeln bringen. Wir unterstützen die Therapie außerdem durch die intravenöse Gabe von Vitaminen und Spurenelementen.

Haarausfall mit natürlichen Mitteln heilen

Für viele Frauen ist Haarausfall eine psychische Belastung. Natürliche Mittel und überlieferte Heilmethoden gegen Haarausfall können Abhilfe schaffen.

Sollten Sie unter Haarausfall leiden und somit eine dünnere Haarstruktur haben, gibt es einige Frisuren, die optimal Volumen herbeischummeln. Schauen Sie sich doch mal unsere Bildergalerie an:

Mehr zum Thema Haarausfall finden Sie außerdem auf unserer Themenseite, ebenso wie verschiedene Verfahren der Naturheilkunde, wirksame Naturheilmittel und Hausmittel.